Französische Soldaten 2. Weltkrieg?

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13 Antworten

Hitler ist bereits vor dem Krieg in Österreich einmarschiert und der Anschluss wurde wohl von der Mehrzahl der Österreicher auch begrüßt, auch wenn das heute keiner mehr wahrhaben will. Als Deutsche waren die Österreicher demzufolge für die Wehrmacht ganz regulär im Einsatz.

In den anderen besetzten Ländern wurden die Soldaten meist gefangengesetzt und häufig als Zwangsarbeiter im Reich eingesetzt. Natürlich wurde un ter den "arisch gesinnten" Leuten Hilfsverbände für die Wehrmacht oder die SS rekrutiert, aber die Anzahl dürfte überschaubar gewesen sein.

Lediglich in der Ukraine wurden größere SS-Verbände rekrutiert, die sich z.T. auch durch unglaubliche Grausamkeit gerade gegenüber Juden ausgezeichnet haben.

https://de.wikipedia.org/wiki/14._Waffen-Grenadier-Division_der_SS_(galizische_Nr._1)

Anders sah es in verbündeten Ländern wie z.B. in Rumänien aus. Hier waren zahlreiche "Volksdeutsche" oder sonstige Freiwillige in die Verbände von SS und Wehrmacht eingereiht.

Hi.

Also, Österreich war Teil vom deutschen Reich (so wie Bayern jetzt von Deutschland), die Österreicher waren damals also ganz reguläre "deutsche" Soldaten.

Die Polen haben massiven Widerstand formiert, hatten sehr viele Partisanen. Es gab möglicherweise n paar Hiwis (Hilfswillige), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es viele waren. Mein Opa hat immer nur von russischen Hiwis erzählt.

Die Franzosen musst zu zweiteilen: da gab es auf der einen Seite das besetzte Frankreich, der nordöstliche Teil. Da gab es sicher ehemalige französische Soldaten, die jetzt fleißig in der Resistance engagiert waren. Nicht so viele, wie die Franzosen behaupten, aber ganz definitiv Welche. Z.B. so heldenhafte Frontkämpfer wie den General Charles de Gaulle, dessen Primärheldentat es war im sicheren England n Radio zu bedienen^^. Aber genug der Ironie.
Dann gab es noch das Vichy-Reich unter Pétain (die französische Version von Hindenburg: n greiser Feldmarschall), im Südwesten, und das hat größtenteils kollaboriert oder ist den Deutschen mächtig entgegengekommen. Manche in SS-Verbänden, manche einfach durch Duldung. In der Rückschau waren diese Leute natürlich auch alle Widerstandskämpfer ;-) So wie es in Deutschland halt auch eigentlich nie Nazis gab, aber auch nur in der Rückschau :-D

Die bisherigen Antworten sind zutreffend. Eine Besonderheit stellten die Elsässer dar. Die Elsässer wurden 1939 zur französischen Armee einberufen. Nach der Besetzung des Elsass 1940 wurden die Elsässer nunmehr als Deutsche angesehen und entsprechen zur Wehrmacht einberufen.Dies führte nach dem Krieg durchaus zu Konflikten, bis hin zum Streit um Rentenansprüche.

Nach der Eröberung Frankreichs waren die französischen Soldaten fast sofort freigelassen, vielen haben sich bei der Waffen-SS angemeldet. Andere waren zum GB entflohen, wo sie die Free French unter dem Befehl von General de Gaulle gründeten. Einige davon, sowie nach 1942 einige französische Frauen, haben sich freiwillig zur Special Operations Executive angemeldet, und kamen nach Frankreich als Agenten zurück. Eine Minderheit Franzosen haben auch in Frankreich für den Widerstand gearbeitet und gekämpft.

Österreich gehörte Deutschland seit dem Anschluß, die Mehrzahl waren bei der Wehrmacht.

Viele Soldaten des polnischen Heeres waren erfolgreich entflohen, die die in rußischen Hände kamen waren entweder umgebracht oder als Gefangene sehr schlecht behandelt; trotzdem kamen eine große Menge nach GB, haben beim Dünkirchener Feldzug teilgenommen, und danach haben seit an seit mit britischen Truppen die Küste GBs bewacht und weiter trainiert, um für D-Day bereit zu sein.

Die Franzosen kämpften 1939-40 gegen die Deutschen. Manche von ihnen gerieten in Kriegsgefangenschaft und mussten in Deutschland Zwangsarbeit leisten.

Auch Zivilisten wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt.

Nach dem Waffenstillstand mit der Vichy-Regierung wurden Elsässer teilweise in die deutsche Armee eingezogen (siehe "malgré-nous"), aber die übrigen Franzosen nicht.

general de Gaulle bildete eine Widerstandsarmee für "France libre", das war aber vor allem in den Kolonien relevant: manche Kolonien blieben Vichy-Frankreich unter Pétain treu, andere waren auf der Seite der "France libre" mit de Gaulle. In Frankreich selber hat der Widerstand auch Aktionen gemacht, aber relevant waren vor allem die Schmugglerrouten nach Spanien, dank denen von den Deutschen gefährdete Menschen aus der deutschen Besatzungszone raus kommen konnten.

Österreich hatte im März 1938 den "Anschluss" an Deutschland und wurde damit praktisch aufgelöst und in Deutschland inkorporiert: die Österreicher hatten nunmehr deutsche Pässe und wurden in die deutsche Armee eingezogen, wie die anderen Deutschen auch, es gab tw. spezifisch österreichische Einheiten...

die polnische Armee wurde aufgelöst, es bildeten sich ebenfalls Widerstandsbewegungen, polnische Kriegsgefangene kamen in Lager und mussten Zwangsarbeit leisten.

in Polen wurden Zivilisten in sehr grosser Zahl (mehrere Millionen) nach Deutschland zur Zwangsarbeit verschleppt.

Franz. Soldaten wanderten in Gefangenschaft. Oder, wenn sie entkommen konnten, gingen sie oft nach England und schlossen sich Charles de Gaulle an. Oder in die Resistance. Manche waren auch zivile Bürger.

Österreichische Soldaten waren Soldaten wie die Deutschen auch. Österreich galt ja als eingemeindet.

Die polnischen Soldaten wurden z.T. umgebracht, zum Teil gingen sie in den Widerstand und oder schlossen sich den sowj. Truppen an.

Weil Österreich damals zu Deutschland gehörte, gab es keine österreichischen Soldaten. Es gab nur deutsche Soldaten.

Ein paar Franzosen kämpften tatsächlich auf deutscher Seite. Doch das waren nur sehr, sehr wenige. Alle anderen saßen in Kriegsgefangenenlagern, in Arbeitslagern, waren zur Zwangsarbeit eingeteilt wie zum Beispiel im Bergbau oder in der Landwirtschaft. 

Mit den Polen wurden am Beginn des Krieges ebenso verfahren wie mit den Franzosen. Nach dem Polen besetzt und die polnische Armee zerschlagen war, fanden sich viele Männer zu Partisanenverbänden zusammen. Polen hatte die größte Partisanenarmee des 2. Weltkrieges. Gerieten diese Männer in deutsche Gefangenschaft, wurden sie in den aller meisten Fällen erschossen. 

Die Franzosen, das Vichy-Regime beguenstigte diese Konstellation, waren z.B. in der SS vertreten. Diese Truppe war die letzte aktive, die !945 den Fuehrerbunker in Berlin verteidigte.

Aus anderen Laendern, wie du hier abfragst, gab es mehr oder weniger Einheiten, die auf der DE-Seite kaempften.

Du siehst die falschen Filme.  ;-)

Die Österreicher kämpften in der Wehrmacht mit.

Und in fast allen besetzten Ländern gab es Freiwilligenverbände, die zur Waffen-SS gehörten.

Ansonsten waren die Soldaten in Gefangenenlagern oder Zwangsarbeiter oder lebten in den besetzten Gebieten.

Es gab viele ausländische Verbände der Waffen SS

Polen wurden 1944 zur Wehrmacht eingezogen, wenn sie deutsche Großelternteil hatten. Sie sprachen oft nur gebrochen deutsch.

Nach Kriegsende waren sie in Lagern in England und trauten sich nicht in die Heimat zurück.

Ebenso erging es den "Hiwis" aus der Ukraine.

In Frankreich gab es eine breite Widerstandsbewegung, die resistance.

Mein Großvater (Österreicher) wurde eingezogen und musste für Hitler kämpfen. 1943 war er in Paris stationiert und hat dort durch Zufall seinen Cousin getroffen.

Tag Sandro

Österreichische Soldaten gehörten zum deutschen Reich und waren MItglieder der Wehrmacht.

Französische Soldaten sind entweder gefallen oder in Kriegsgefangenschaft und Arbeitslager gekommen, ebenso wie die Polen. Grüsse

Fast richtig, es gab durchaus auch französische Einheiten auf Seiten der Achsenmächte, bspw.: https://de.wikipedia.org/wiki/33._Waffen-Grenadier-Division_der_SS_%E2%80%9ECharlemagne%E2%80%9C

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@tryanswer

Es gab genau so Österreicher, die mit den Alliierten gearbeitet haben. Kollaborateure gibt es immer, das ist keine Frage. Ich bin davon ausgegangen das hier gefragt wurde, was in der Mehrheit mit den betreffenden Männern passiert ist.

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