Französisch Studium - Und dann?

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2 Antworten

Wenn du einfach dich einfach nur für Französisch begeisterst,  geh doch lieber für einige Zeit nach Frankreich oder in die Suisse Romande. Dadurch bekommst du genug Praxis, die du im täglichen (Berufs-)Leben anwenden kannst. So habe ich es seinerzeit gemacht und fünf Jahre in Paris gearbeitet und es nie bereut. Das anschließende Studium hätte ich mir - so wie ich es heute mit einigem Abstand sehe - schenken können, denn die strukturellen und analytischen Kenntnisse waren eigentlich  für jemanden, der nicht noch promovieren will, zu hochgestochen. Manchmal sogar Quälerei (mit dem Wissen kann man nichtmal im Smalltalk glänzen, weil kaum einer etwas davon weiß oder versteht ;)

Der Einsatzmöglichkeiten gibt es einige - aber kaum bezahlte! Meine Sprachkenntnisse und die Sensibilität für den richtigen Einsatz von Fremdwörtern zum Beispiel wurden immer gern genommen - aber kaum, dass man damit spürbar mehr verdient hätte.

In Handelsbetrieben und multinationalen Unternehmen findest du heutzutage Einsatzgebiete, die hauptsächlich Englisch voraussetzen. Allerdings ist im Kontakt mit vielen afrikanischen Ländern und den ehemaligen französischen Einfussgebieten ein Mitarbeiter OHNE Französischkenntnisse aufgeschmissen. Da hättest du dann eine Art Alleinstellungsmerkmal mit gutem Französisch (inkl. Handelskorrespondenz). Vielleicht noch als Lektor in mehrsprachigen Verlagen?

Vielleicht konnte ich dir helfen?

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Kommentar von DPower16
13.07.2017, 14:04

Vielen Dank für die tolle Antwort!

Also ich hatte nur 3 Jahre Französischunterricht in der Schule, dieser ist nun auch schon ein bisschen her. Mein Französisch ist trotzdem gut! Du würdest mir also empfehlen nach Paris zu ziehen um die Sprache zu lernen?

Wie bist du einfach ausgewandert? Ich bin sehr interessiert wie du das angestellt hast :)

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Ich würde eher vermuten, dass Dir ein Französischstudium an der Uni nicht gefallen wird, denn dort geht es N ICHT um den Erwerb und Vervollkommnung von Französischkenntnissen, sondern um analytische Auseinandersetzung, mit LITERATUR aller Art (auch sehr alter) und mit SPRACHWISSENSCHAFT.

Wenn Du an die Anwendung der frz. Spache in einem wirtschaftsorientierten Beruf denkst, dann ist die akademische, stark "verkopfte" Uni-Bildung das völlig falsche Gebiet. Gute Frz.-Kenntnise werden an der Uni vorausgesetzt. Sprackurse werden an der Uni heutztage deshalb nur wenige angeboten.

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