Fragen zur Haltung einer Venusfliegenfalle

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi twitterfin, ich beantworte deine Fragen mal der Reihe nach

  1. Nein, das Kochen sterilisiert das Wasser zwar, aber entfernt nicht das kalk im Wasser, und das ist genau das, was die Venusfliegenfalle (VVF) auf Dauer nicht verträgt.

  2. Du musst die Insekten nicht aus den Fallen entfernen. Es ist ganz normal, dass die Fallen nach 2 bis 3 Verdauungsvorgängen absterben. In der Natur entfernt auch niemand die Insekten aus den Fallen (höchstens ein paar Regentropfen). Wenn die Beute größer als ca 1/3 bis 1/2 der Falle ist, fängt sie eigentlich immer an abzusterben, weil die Beute dann einfach zu groß ist.

  3. Der Fangmechanismus ist garnicht so einfach zu erklären. Ich versuchs mal ganz kompakt: Werden die Auslöseborsten der Falle innerhalb von ca 20 Sekunden 2 mal berührt schließt sich die Falle, also reicht einmal berühren nicht aus! Es gibt auch inaktive Fallen, die zwar nicht absterben, aber nichtmehr zuklappen können (Die Fallen wölben sich dann meistens nach außen)

  4. Sehr gut festgestellt! Da denkt jemand mit :) Die Pflanze merkt wirklich ob sich das Insekt nun noch in der Pflanze befindet, oder nicht. Sie leitet den sehr energieaufwendigen Verdauungsvorgang nur ein, wenn die Fühlborsten auch noch nach dem Schließen der Falle gereizt werden, also normalerweiße durch Zappeln der Beute. Konnte die Beute doch noch entwischen, merkt das die Pflanze also und öffnet sich im Normalfall nach ca 1 - 2 Tagen wieder. Vorsicht: Eine Falle kann nur ca 2 -3 Verdauungsvorgänge und ca 5 - 10 Schließvorgänge durchführen, dann stirbt sie ab.

  5. Das ist relativ egal. Die Fallen sterben ab und werden in laufe der Zeit zum Substrat. Ob das nun irgendwelchen Vorteil für die Pflanze hat, weiß ich nicht. Aber ich vermute mal, dass das nicht der Fall ist, da VVFn ihre Nährstoffe kaum aus dem Boden aufnehmen, sondern fast ausschließlich durch das Fangen von Beute.

  6. Ja, das hast du, aber das benötigt viel Zeit und Geduld! Lasse deine Pflanze wachsen, bis nicht nur an einer Stelle neue Fallen nachwachsen, sondern an mehrere Stelle. Gibt es nämlich mehrere Wachstumspunkte, kannst du die ganze Pflanze vorsichtig aus dem Substrat holen und ganz unten am Rhizom teilen. (Aufpassen, dass du die feinen Wurzeln nicht beschädigst) Eine ähnliche Metheode wäre, wenn du ein Blatt (inkl Falle) ganz unten am Rhizom (am besten holst du dazu auch die ganze Pflanze aus dem Substrat) abbrichst, wirklich so weit unten wie möglich. Dann steckst du das Blatt einfach neben der Pflanze in das Substrat und nach ca 1 - 2 Monaten wird aus dem einen Blatt eine ganz neue Pflanze. Es dauert aber 1 bis 2 Jahre, bis die Pflanze richtig groß wird. Im Frühling wird deine pflanze vermutlich auch einen Blütenstängel mit Blüte bilden. Ich empfehle dir ihn einfach abzuschneiden, da der Stängel für die Pflanze sehr viel Energieaufwand bedeutet. Viele Züchter machen das so um die pflanzen nicht unnötig zu überanstrengen.

Noch zu erwähnen ist, dass VVFn gerade jetzt in der Herbst/Winterzeit häufig an Lichtmangel leiden. Sorge wirklich für so viel Licht wie möglich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Pflanzen selbst am Südfenster nicht genug Licht bekommen. Deswegen stelle ich meine Pflanzen im Sommer nach draußen, und im Winter beleuchte ich sie mit einer zusätzlichen Pflanzenlampe.

Bei weiteren fragen kannst du dich gerne melden, LG Andi

  1. nein. duirch kochen verschwindet der kalk nicht, höchstens das chlor. denn nimm lieber destiliertes wasser.

  2. am besten du machst so gut wie wenig. in der natur fuscht da auch keiner zwischen rum. einfach vermeiden das sich schimmel bildet.

  3. die bereitschaft der pflanze zu reagieren kann herab gesetzt sein. sie muss nicht immer reagieren.

  4. so machst du die pflanze kaputt. sie zieht das ganze auch ohne fliege drin durch. daher ist das rumspielen das schlimmste was du machen kannst.

  5. siehe 2. liegen lassen. nur wegnehmen wenn schimmeln tut.

  6. bei bester pflege und entsprechenden umweltbedingungen werden die auch mal blühen und samen bilden. oder du lässt sie groß werden und nimmst denn kindel oder richtige ausläufer ab. das dauert alles seine zeit. also nicht einfach wild in der mitte teilen.

mach dich so schlau wie möglich wie die pflage geht. mache nichts zu viel. düngen auf keinen fall. nur spezielle erde nehmen. nicht rumspielen. nicht groß einmischen.

Bei 4. muss ich dir widersprechen. Werden die Fühlborsten nach dem Schließen der Falle nicht mehr gereizt (also durch das Zappeln gefangener Beute), öffnet sich die Falle innerhalb von 1 oder 2 Tagen wieder.

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