Fragen zur Funktionsweise der Gangschaltung und Kickdown?

7 Antworten

Der Drehzahlmesser misst immer die Motordrehzahl, also die Drehzahl der Kurbelwelle (unten im Motor) bzw. die Drehzahl der Eingangswelle im Getriebe.

Bezüglich der Getriebeauslegung gilt es einen Kompromiss aus Zugkraft und Geschwindigkeit zu finden. Je schwächer der Motor und je schwerer und windunschnittiger das Fahrzeug, desto kürzer muss die Übersetzung tendenziell sein. "Kürzer" heißt = Mehr Drehmomentumwandlung Motor / Antriebsräder, aber auch weniger Geschwindigkeit bei gleicher Drehzahl. Selbst die allerschwächsten Motoren schaffen heutzutage im zugkräftigsten Gang, dem 1. Gang, mindestens stadttypische Geschwindigkeiten.

Üblich sind beispielsweise bei einem VW Up mit 60 PS (um mal eines der schwächsten Fahrzeuge zu nennen) 49 km/h im 1. Gang, 92 km/h im 2. Gang, 141 km/h im 3. Gang, 187 km/h im 4. Gang und 225 km/h im 5. Gang, jeweils im Bereich des Drehzahlbegrenzers (6500 U/min.). Da dieses Fahrzeug nur 160 km/h schnell läuft, kann man klar erkennen, dass man es hier mit einem ökonomisch ausgelegten Getriebe zu tun hat. Es wird also im Sinne der Effizienz auf eine maximal gute Drehmomentwandlung verzichtet, im Gegenzug sinkt die Motordrehzahl und der Verbrauch.

das ist wie beim radeln. wenn du z.B. einen steilen berg rauf radelst, schaltest du ein paar gänge runter, damit du nicht so schwer treten musst. dafür schaltest du wieder rauf, wenn du z.B. an einem leichten gefälle richtig speed machen willst. sonst würdest du dich totkurbeln. dem automotor geht es im wesentlichen nicht anders.

was den unterschied zwischen automatischen und mauellen getrieben betrifft: das automatikgetriebe wählt auf grund diverser daten wie geschwindigkeit, motordrehzahl etc. den richtigen gang aus. moderne automatikfahrzeuge wissen, wie sich der motor fühlt und was er will und beeinflussen die gangwahl noch mal zusätzlich...

aber auch ein noch so gutes steuergerät weiß eben nicht immer, was der fahrer vorhat z.B. wenn er zum überholen beschleunigen will, dafür gibts den kickdown, einen schalter am ende des gaspedals. wenn du also vollgas gibst, dann schaltet das steuergerät je nach dem einen oder auch zwei gänge zurück.

zu deiner nebenfrage. der drezhahlmesser misst die drehzahl am motor, nicht an den rädern. sonst wäre er ja sinnlos, denn er würde ja einfach parallel mit dem tacho gehen.

lg, Anna

Die besagt nämlich, dass beim drücken des Kickdown-Schalters in den kleinsten Gang geschaltet wird, die Drehzahl dort hoch geht und man an Geschwindigkeit dazu gewinnt. Wie ist das möglich, wenn der erste Gang eigentlich kaum Geschwindigkeit bietet?

Es wird nicht in den kleinsten Gang geschaltet sondern in den niedrigeren Gang sofern die Drehzahl ausreicht.

Beispiel:

  • Nehmen wir an du hast ein Auto mit Automatikgetriebe und der Motor dreht bis 6000 Umdrehungen. Gang 1 reicht bis 40kmh, Gang 2 reicht bis 80kmh, Gang 3 reicht bis 130kmh, usw. Gehe davon aus du fährst gerade im 3ten Gang mit 70kmh. Bei einem Kickdown wird das Automatikgetriebe nicht in den ersten Gang runterschalten sondern in den zweiten - es hätte keinen Sinn und wäre schädlich.

Außerdem noch eine kleine Nebenfrage: Wenn man von Drehzahl spricht (der gleiche, der auch im Tacho angezeigt ist), spricht man da von der Eingangsdrehzahl (also die, die vom Motor kommt) oder die Ausgangsdrehzahl (die, die von den Gängen (bzw. Übersetzungen)) kommt?

Das ist die Drehzahl der Motors, hat nichts mit den Rädern direkt zu tun.

Genau. Und das Drehmoment wird an der Kurbelwelle gemessen. Die Kraft errechnet sich aus Drehmoment mal Drehzahl.

Im großen Gang bei niedriger Geschwindigkeit hat man wenig Drehzahl, daher auch wenig Kraft. Drum gibt es kleinere Gänge, die bei niedriger Geschwindigkeit eine höhere Drehzahl und damit mehr Power ermöglichen. ;)

Beim Kickdown ist wird 1-2 Gänge heruntergeschaltet und zwar so, dass die maximale Kraft zur Verfügung steht.

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