Fragen zur "Alternative für Deutschland"

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Du solltest Dir keinerlei Sorgen machen, dass Dich irgendjemand als Schmarotzer betrachtet.

Aber zu Deiner Frage: Die AfD möchte unsere Demokratie stärken (Volksentscheide im Bund und in der EU) und unseren (europäischen) Wohlstand schützen. Da der Wohlstand einer Nation die einzige wirklich notwendige Bedingung für einen Sozialstaat bildet kann man die AfD auf jeden Fall als eine "soziale" Partei bezeichnen.

Andere Parteien reden in diesem Zusammenhang viel von Umverteilung, sagen aber nicht, wie die Mittel erwirtschaftet werden sollen.

Die Führung der AfD ist eindeutig neoliberal und für den Abbau von Sozialleistungen. Hier der von Herrn Lucke mitgetragene und von Arbeitgeberverbänden unterstützte Hamburger Appell:

http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_vwl_iwk/paper/appell.pdf

Um innerparteiliche Streitigkeiten und den Verlust von Wählerstimmen zu vermeiden wird die Partei dies aber sicherlich nicht nach außen kommunizieren.

hat sie doch schon, wenn du es hier weitergibst oder bist du Insider? ß)

0

Okay, da mein beitrag anscheinend Spurlos verschwunden ist (bin ich hier bei Gutefrage oder im Zeit kommentarbereich gelandet?) hier nochmal:

Noch hat die AFD kein wirkliches Sozialprogramm, im Wahlprogramm konnte ich nur die "Solidarische Fürderung von Familen" und das "Verhindern der Einwanderung in die Sozialsysteme" finden. Als Referenz kannst du dir anschaun was die CDU/CSU im Programm hat, da ich denke, dass die AFD sich eher an denen anstatt an der FDP (liberal...) oder gar der Partei der Vernunft orientiert. Auch hat Andre Lichschlag der Verleger von Eigentümlich Frei einen Vortrag über die Partei gehalten, da könntest du llt was finden ("Andre Lichtschlag AFD" bei youtube suchen). Wenn du dich weiter in Richtung liberalismus informieren willst kann ich den Blog "Freitum" das Magazin "Eigentümlich Frei" und die Bücher von Roland Baader empfehlen ("Fauler Zauber" sei da lohnend erwähnt). Lass dich von den Leuten hier mal nicht verunsichern, der Liberalismus wird heutzutage fast durch gehend schlecht dargestellt obwohl nur wenige Wissen was das eigentlich ist und wie er eigentlich funktioniert.

Auch hat Andre Lichschlag der Verleger von Eigentümlich Frei einen Vortrag über die Partei gehalten, da könntest du llt was finden ("Andre Lichtschlag AFD" bei youtube suchen). Wenn du dich weiter in Richtung liberalismus informieren willst kann ich den Blog "Freitum" das Magazin "Eigentümlich Frei" und die Bücher von Roland Baader empfehlen ("Fauler Zauber" sei da lohnend erwähnt).

Danke für die Info! ;-)

0

Deutschland ist kein Wohlfahrtsstaat.

Wenn dieser Begriff überhaupt Anwendung finden sollte, dann auf diejenigen Menschen in Deutschland, die sich an den Kosten der Gesellschaft von der sie mehr profitieren als andere, nicht finanziell beteiligen, also Steuerverbrecher. Und schon sind wir bei der AFD und deiner Frage.

Der Grund warum die AFD kein Sozialprogramm hat oder plant liegt in der Natur der Sache. Sie sind nicht sozial, sondern wie die FDP auch der Auffassung, wenn sich alle selber helfen, dann ist jedermann geholfen. Deinen Hinweis, dass du keine all zu große Ahnung von Politik hast, hättest du dir sparen können. Wenn jemand wie du körperlich eingeschränkt ist und beabsichtigt die AFD zu wählen, dann ist es in etwa so, als ob man den Bock zum Gärtner machen wolle. Da bedarf es keiner weiteren Erklärungen.

Und mal ganz unter uns: Es darf für eine Gesellschaft niemals eine Rolle spielen, ob du gesund oder krank, reich oder arm, jung oder alt bist; die Würde des Menschen und seine Teilhabe an der Gesellschaft muss diese Gesellschaft gewährleisten, andernfalls sie auseinanderbricht. Dazu gehört anderen zu helfen die in Not sind oder sich nicht selber helfen können ebenso, wie der Gesellschaft etwas zurück zu geben, was sie für einen selbst getan hat. Und wenn man das auf Europa bezieht, dann kann man nur hoffen, das die AFD ein schlechter Scherz der Geschichte bleibt.

Sie sind nicht sozial, sondern wie die FDP auch der Auffassung, wenn sich alle selber helfen, dann ist jedermann geholfen

Das stimmt eindeutig nicht, dass wäre die Auffassung der liberalen Ideologie, nicht jedoch der neoliberalen Ideologie.

Zumal die Grundposition innerhalb der Partei dazu noch nicht eindeutig geklärt ist. Ich persönlich habe als Parteimitglied Zugang zum internem Forum der Partei und kann sagen, dass es zumindest einige Mitgliedern gibt, die wollen, dass die Partei auch soziale Aspekte verstärkt mit einbringt.

1
@Dracn

Das stimmt eindeutig nicht, dass wäre die Auffassung der liberalen Ideologie, nicht jedoch der neoliberalen Ideologie.

Das Gegenteil ist der Fall. Für Liberale spielte das Soziale immer eine wichtige Rolle. Nur sind solche Leute heute nicht mehr in der FDP wie z. B. Frau Hammbrücher, oder haben wie Baum und Hirsch keine Bedeutung mehr. In der FDP herrscht seit 1982 nur noch der Neoliberalismus, den ich oben skizziert habe.

Wenn ich mir die Parteispende an die FDP in Höhe von 1.100.000,- EURO ansehe, die als Gegenleistung für den niedrigeren Steuersatz der Hotelübernachtungen von 19 auf 7 %, den deutschen Steuerzahler Milliarden Euro jährlich kostet, dann habe ich so meine Zweifel, dass deine These stimmt, dass die Grundposition in der FDP zu sozialen Aspekten noch nicht eindeutig geklärt sein soll.

1
@Immofachwirt

Wenn ich mir die Parteispende an die FDP in Höhe von 1.100.000,- EURO ansehe, die als Gegenleistung für den niedrigeren Steuersatz der Hotelübernachtungen von 19 auf 7 %, den deutschen Steuerzahler Milliarden Euro jährlich kostet, dann habe ich so meine Zweifel, dass deine These stimmt, dass die Grundposition in der FDP zu sozialen Aspekten noch nicht eindeutig geklärt sein soll.

Das ist denke ich auch der Grund, weshalb viele liberal Denkenden Menschen von der FDP zur AfD abwandern. Spricht aber keinesfalls gegen die liberale Ideologie im allgemeinen.

0

Wenn jemand wie du körperlich eingeschränkt ist und beabsichtigt die AFD zu wählen, dann ist es in etwa so, als ob man den Bock zum Gärtner machen wolle.

Ich habe nicht behauptet AfD wählen zu wollen

Und mal ganz unter uns: Es darf für eine Gesellschaft niemals eine Rolle spielen, ob du gesund oder krank, reich oder arm, jung oder alt bist

Das ist nicht die Realität. Das wissen wir alle!

die Würde des Menschen und seine Teilhabe an der Gesellschaft muss diese Gesellschaft gewährleisten, andernfalls sie auseinanderbricht.

Bisher der unübertroffene gutmenschliche Spitzenreiter.

Dazu gehört anderen zu helfen die in Not sind oder sich nicht selber helfen können ebenso, wie der Gesellschaft etwas zurück zu geben, was sie für einen selbst getan hat.

Sehen Sie, hier liegt genau das Problem, wenn man so lebt wie ich: Ich empfange, bin aber nicht in der Lage, auch nur irgendetwas, was aus wirtschaftlicher Sicht wert hätte, zurückzugeben. Das ist parasitär.

Wenn man denn der Meinung ist, man solle denen helfen, von denen eigentlich niemand so recht weiss, warum sie überhaupt existieren sollen - bitte entschuldigen Sie an dieser Stelle meinen Zynismus - dann bitte nur auf verantwortlicher Ebene, d.h. losgelöst von innerstaatlichen Prozessen, etwa auf Basis eines auf Freiwilligkeit basierenden Sozialfonds. Das wäre jedenfalls mein Vorschlag und ich könnte mir vorstellen, dass solches im Rahmen einer neoliberalen Programmatik durchaus Anklang finden könnte!

3
@Manuel2011

Sehen Sie, hier liegt genau das Problem, wenn man so lebt wie ich: Ich empfange, bin aber nicht in der Lage, auch nur irgendetwas, was aus wirtschaftlicher Sicht wert hätte, zurückzugeben. Das ist parasitär.

Nein, dass ist nicht parasitär. Parasitär ist es, wenn einem die Gesellschaft (Staat) eine sichere Kindheit, eine gute Ausbildung und einen guten Job beschert hat, man dann als Manager oder Unternehmer ein Heidengeld verdient und der Meinung ist, nichts zurück geben zu müssen, sondern in seiner Gier noch Steuern hinterziehen muss und Angestellte mit Leiharbeit knechtet.

Das du im Rollstuhl sitzt, ist bedauerlich, aber selbst wenn du wolltest, kannst du daran wohl nichts ändern. Doch Menschen nur nach ihrem wirtschaftlichen Wert für die Allgemeinheit zu bemessen, ist eine schlimmere Behinderung als im Rollstuhl zu sitzen. Weil dieses Menschenbild in letzter Konsequenz dazu führt, dass erst die Eingeschränkten, dann die Kranken, die Alten usw. aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Letztlich auch Andersdenkende und Kinder.

Rein wirtschaftlich gesehen kosten Kinder nur Geld und sind daher überflüssig? Das ist zynisch. Eine Gesellschaft die so denkt ist nicht nur krank, sondern wird gottlob über kurz oder lang aussterben. Weißt du, nicht alles was einen Wert hat, muß auch einen Preis haben. Denk mal darüber nach.

0

Das ist eine gewöhnliche Splitterpartei, der, wie den Piraten, ein gesamtpolitisches Konzept fehlt. Solche Parteien leben ausschließlich durch ihre exaltierten Führer, kommen und verschwinden mit ihnen. Siehe auch die Schill-Partei in Hamburg.

Ich binj kein Piratenanhänger , aber die Piraten haben mittlerweile alle Programmlücken geschlossen . Die Piraten waren auch nie eine Führerpartei , sondern werden völlig zu unrecht immer dafür kritisiert , dass es in der Partei Demokratie gibt. Jede Position wird diskujtiert und nicht wie anderswo einfach abgewunken. Die AFD ist hingegen eine national-liberale Splitterpartei ohne Programm.

0
@MusikPolitiker

Die Piraten waren auch nie eine Führerpartei

Mag sein, aber ich kann mich nur an Nerz und Schlömer erinnern, die in jeder Talkshow waren. Jetzt sind die Piraten ja auch wieder weitgehend am Verschwinden.

0
@MusikPolitiker

Die AFD ist hingegen eine national-liberale Splitterpartei ohne Programm.

Lustig, wurde sie doch gerade vor ein paar Monaten von Null auf Hundert aus dem Boden gestampft, weit weniger als ein Jahr wurden 16 Landesverbände gegründet und mittlerweile ist aus der "ein" Themen Partei eine umfangreiche Partei geworden. Hauptsache es werden von den politisch korrekt geschalteten Medien CDU und SPD hoch und runter gespielt und die anderen 30 Parteien schlichtweg ignoriert. Wenn, dann immer schön mit unlauteren Mitteln dagegen wettern damit das Volk sich nicht mal anders entscheiden wird. Am 22. wissen wir mehr.

0

afd "liberal"??? das ist doch eine bande von leuten, die sich eine stimmung weit rechts von der csu erhofft.

Unverschämt wäre untertrieben

0

Das Problem ist, das solchen Parteien ein gesammtpolitisches Programm fehlt.

und das Leute allgemein kaum bereit sind dazu, das zu lesen und zu verstehen

1

Was möchtest Du wissen?