Fragen zum Berufsbild des Psychologen

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5 Antworten

Psychiater haben Medizin studiert, sind Fachärzte und decken das gesamte Spektrum der Prävention, Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen ab (Psychotherapie ist da nur EINE von vielen Behandlungsmöglichkeiten). Der Psychiater ist, freilich nach dem Hausarzt, die erste Anlaufadresse, wenn ein Verdacht auf eine psychische Erkrankung vorliegt. Er kann eine umfassende fachärztliche Diagnostik durchführen und beraten, welche Behandlung oder welche Kombination von Behandlungen für den Patienten individuell sinnvoll sind.

Psychologen haben Psychologie studiert und verfügen daher über eine wissenschaftliche Berufsvorbildung in Bezug auf die (natur-) wissenschaftliche Erforschung (menschlichen) Erlebens und Verhaltens. In der Regel ist während des Studiums eine oder mehrere Schwerpunktsetzung(en) in einem oder mehreren Tielgebiet(en) der Psychologie vorgeschrieben. Die meisten haben nichts mit Beratung, Gesundheit, Therapie oder Problemen zu tun. Psychologen arbeiten in über 200 sehr verschiedenen Berufen, heute kommen die meisten Absolventen in Bereichen wie Forschung, Personalwesen, Marktforschung und Unternehmensberatung unter.

Nur eine Handvoll Berufe fallen in das Klischee, dass sich Psychologen mit "Problemen" von Menschen beschäftigen. Nur einer dieser Berufe ist (noch) der Psychologische Psychotherapeut. Dazu muss aber nach dem Studium der Psychologie (Dipl.-Psych. oder M.Sc.) mit Ausrichtung im Teilgebiet Klinische Psychologie noch eine mehrjährige Ausbildung in Psychotherapie die mit einem Staatsexamen abschließt absolviert werden. Psychologische Psychotherapeuten behandeln psychische Erkrankungen ausschließlich mittels Psychotherapie, sofern die Erkrankung in den Indikationskatalog für Psychotherapie fällt. Andere Behandlungsformen dürfen sie nicht anbieten.

Künftig soll es Psychologen nicht mehr möglich sein, Psychotherapeut zu werden, da die Ausbildung in nicht-ärztlicher Psychotherapie bald durch einen eigenständigen Studiengang (in dem Teilgebiete der Psychologie nur noch Grundlagenfächer sein werden und in dem ansonsten eine stärkere Bindung an die Medizin bestehen soll) erfolgen soll. Der nicht-ärztliche Psyhotherapeut soll damit zu einem eigenständigen akademischen Heilberuf werden. Auch da dürfen Psychotherapeuten ausschließlich Psychotherapie anbieten.

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Psychologe studiert Psychologie, Psychiater Medizin. Das Medizinstudium endet mit der Approbation (Befähigung Menschen zu behandeln), Psychologie-Studium nicht. Als Psychologe kann man eine Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten machen - die schließt die Approbation ein - man bekommt auch eine LAN (lebenslange Arztnummer) und ist dem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie formal gleichgesetzt. Ebenfalls kann dann mit der Kasse (über die kassenärztliche Vereinigung) abgerechnet werden - die Sätze sind gleich mit den Sätzen der Ärztlichen Psychotherapeuten. Der Unterschied besteht im Verschreiben von Medikamenten (derzeit nur von Ärzten). Auch Psychologen arbeiten in der Psychiatrie. Psychoanalyse ist eine Therapierichtung, neben der Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie ist dies ein anerkanntes (abrechnungsfähiges) Therapieverfahren. Im Gegensatz zu S1Stefan würde ich zu einem Psychologische Psychotherapeuten gehen, da bereits im Studium viele Grundlagen vermittelt werden - das Fachwissen der rein psychotherapeutischen Behandlung ist im Durchschnitt damit größer (aber es gibt, wie in jeder Berufsgruppe, gute und weniger geeignete Personen).

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  • Aber wie sind da die Unterschiede in der späteren Arbeit?

Psychiater können Medikamente verschreiben, Psychologen nicht.

  • Darf ein Psychologe mit einer Therapeutischen Zusatzausbildung genauso Patienten behandeln wie ein Psychiater?

Ja ich glaube das geht

  • Arbeiten in deiner Psychiatrie nur Psychiater oder auch Psychologen?

Beide können in einer Psychiatrie arbeiten oder eine eigene Praxis aufmachen. (Aber so wie ich es kennengelernt habe waren es Psychologen uns Ärzte die dort arbeiten)

  • Was bedeutet ein klinischer Schwerpunkt im Psychologiestudium?

Ich glaube das hat was mit Forschung etc zu tun. Es ist dann nicht das lernen der schon herausgefundenen Tatsachen, sondern mehr heraus finden, Theorien entwickeln...

  • Und was ist eigentlich ein Psychoanalytiker?

Die analysieren die Psyche :D also sie untersuchen das Verhalten, Denkmuster etc um heraus zu finden wie man "tickt"

Ich bin kein Profi und es ist nicht sehr genau, aber... naja :D

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Psychologe hat von nichts Ahnung, und quasselt nur dummes Zeug. Ein Psychiater ist ein Profi. Facharzt eben. Hut ab, wenn die sich durch den Dschungel der Krankheiten wühlen.

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Hier kannst Du Dir ein Bild vom Alltag des Psychologen machen:

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