Fragen zum Beruf "On-Board-Kurier"

8 Antworten

Hallo, hier mal eine kurze Info von einem langjährigen On Board Courier und Branchenkenner und eine Info zu Sameday Logistics, nachdem diese Firma hier mal wieder Werbung betreibt.

Von der Firma Sameday Logistics würde ich die Finger lassen. Diese Firma vergütet absolut schlecht und deutlich unterhalb vom Branchendurchschnitt. Wie ich festgestellt habe, nutzt Sameday Logistik auch immer wieder öffentliche Foren um Kuriere zu suchen. Hinter den meisten Beiträgen steht Sameday selbst. Das ist nicht üblich, da der OBC Job sehr begehrt ist und Firmen ausreichend Bewerbungen erhalten um Ihren Bedarf zu decken. Allerdings hat Sameday dort einen höheren Bedarf um Kurier zu finden, die zu den schlechten Konditionen arbeiten. Viele schmeißen es auch schnell wieder hin, wenn sie sich das ganze nach dem ein oder anderen OBC durchrechnen. Stress und ärger und wenn unterwegs etwas schief geht, bleibt ihr auf euren Kosten sitzen!

Deshalb arbeitet Sameday Logistics fast nur mit Studenten, den kein Kurierdienst könnte zu den Konditionen Personal stellen. Und auch selbstständige sagen dort nein danke.

ja

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Vollzeit ist eigentlich nicht wirklich machbar, zumal die Aufträge nicht wirklich planbar sind. Man kann also nie wirklich sagen, ob in einer Woche ein Auftrag kommt, oder nicht. Somit musst Du auch mal damit rechnen ein paar Wochen keinen Einsatz zu haben.

Wobei aber genau diese Medical-Einsätze von denen Du sprichst noch am meisten planbar sind, das heißt, in der Regel erhälst Du hier ungefähr eine Woche vorher Bescheid, was ansonsten wirklich nie bei Onboard der Fall ist.

Aber genau bei diesem Einsätzen wird nur ein sogenanntes Taschengeld bezahlt. Das ist zwar nicht gar so schlecht, aber auf die Zeit umgerechnet, doch relativ wenig. Du müsstest im Schnitt einen Auftrag pro Woche dieser Art machen (und das ist unmöglich,weil dazu gibt es zuviele Kuriere), und wärst 3 bis 4 Tage die Woche unterwegs um einigermaßen über die Runden zu kommen.

Bei den restlichen Onboardaufträgen trennt sich hier die Spreu vom Weizen eindeutig bei der Bezahlung.

Währenddessen die oben genannten Medicaleinsätze von Haus aus mehr als Taschengeld zu sehen sind, wird bei vielen leider genau das auch auf alle übrigen Aufträge übertragen.

Leider wird hier insgesamt tendenziell immer schlechter bezahlt, was auch klar ist. da man zu Hauf neue Kuriere haben kann.

Dennoch gibt es ein paar sehr wenige die noch fair mit Ihren Kurieren umgehen und auch hinter einem stehen.Die gilt es eben nur zu finden.

Hej,

das ist nur selten was für nebenbei! Diese Buden wollen eine mtl. Vermittlungspauschale. Diese liegt je nach Bude zwischen 500 und 750 Euro. Dazu kommen noch wie Du ja schon bemerkt hast die private oder freiwillig gesetzliche Krankenversicherung! Dafür zahlst Du mtl. zwischen 150 und 300 Euro. Die Berufsgenossenschaft will auch noch Kohle von Dir. Zwischen 300 und 500 Euro jährlich solltest Du hier kalkulieren! In Deine Finanzbuchhaltung solltest Du außerdem noch den Verschleiß und als Biker(Fahrradkurier) zusätzlich den erhöhten Nahrungsbedarf kalkulieren. Arbeitszeiten liegen im Normalfall zwischen 9 und 12 Stunden je nach dem wie viele Aufträge Du geschafft hast! Die fetten Zeiten mit der dicken Kohle sind leider schon lange vorbei. Mal läuft es bombe und dann kommen wieder ein zwei schlechte Monate wo Du am liebsten alles hinschmeißen willst. Als Biker kommt die Gefahr der Unfälle dazu. Meißtens reicht das was Du dann von der Krankenversicherung und der Berufgenossenschaft bekommst gerade mal so. Wenn Du nicht fährst verdienst Du also auch nichts. Eher schlimmer - Du verlierst Geld denn die Vermittlungspauschale wird trotzdem fällig! Ist also ein Job der Härte verlangt. Viel Ärger und Stress sind vorprogrammiert. Dagegen sollte man also resistent sein! Einige Buden wollen nur ~300 Euro mtl. für die Vermittlung dafür zahlst Du dann aber zusätzlich einen bestimmten Prozentsatz von Deinem Verdienst. Alles in allem kein Job den man nur 2 Tage in der Woche machen kann! Hoffe konnte Dir einen guten Einblick in den Alltag eines Kurierunternehmers geben. Zum Schluss noch... das heißt selbständig ohne das zweite "st" weil es das berufliche selbständig ist und nicht von es macht sich selbstständig kommt was soviel bedeutet wie abhauen ;)

Greetz, Singlespeedler PMasta

Hi!

Danke für die Antwort, allerdings bezog ich mich auf "On-Board-Kurier", als Begleiter überwiegend international im Flugverkehr eingesetzt :) Schau dir dochmal den Link an (hyperlink hat nicht geklappt, daher copy / paste bzw. auf der LH Karriere Seite mal nach on board Kurier suchen. vielleicht fällt dir dazu auch noch was ein :)

MfG

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@thecoil

Ist doch trotzdem time:matters also ne Bude wie alle anderen auch. Schau doch mal auf der time:matters Seite. Da steht doch eindeutig das sie keinen eigenen Fuhrpark haben. Also musst Du dich selbständig machen. Das bedeutet das Du all die Kosten hast die ich aufgezählt habe. Die einzige Frage ist nur noch wie hoch deine Vermittlungspauschale bei time:matters ist. Ruf doch mal an und frage nach. Ohne machen auch die das bestimmt nicht denn wovon sollen die denn leben wenn du die Aufträge bezahlt bekommst? So läuft das nämlich im Kurierbusiness auch bei time:matters... -Kunde ruft an- Kunde will Paket von A nach B transportiert haben (von mir aus aus Belgien nach Berlin)- time:matters sagt oke und vermittelt den Auftrag an die verschiedenen selbständigen Kuriere weiter bis zur Auslieferung. Da Du hier niemanden finden wirst der direkt bei time:matters arbeitet bleibt nur die Möglichkeit das Du bei der Bude mal anrufst und Dich nach den Konditionen erkundigst. Wie gesagt denke ich das es genau so laufen wird. Das ist genauso wie bei GO, Messenger, Twister usw. die im übrigen auch mit time:matters zusammenarbeiten und die Aufträge wiederrum an Ihre selbständigen Kurierunternehmer weiterleiten! Hast Du denn mal geschaut was das On-Board bedeutet. Nicht das Du denkst das dass irgendwas mit dem Flugzeug zu tun hat. ON haben die meisten Kurierfirmen in Ihrer Firmenbeschreibung und bedeutet nicht mehr als Overnight, also Auslieferungen zum nächsten Tag. Kann hier natürlich anders sein aber dann bleibt Dir immernoch nur der Griff zum Hörer um Dich mal nach den Konditionen bei time:matters zu erkundigen. time:matters ist übrigens keine Tochter der Lufthansa!

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@PMasta

Hmm, Du meinst dieses medzinding? Davon habe ich dann doch keine Ahnung! Wozu musst du dann selbständig sein? Ruf am besten wirklich mal bei time:matters an!

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@PMasta

Aber auch dann ist das natürlich nichts für nebenbei wenn du dir mal das Profil anschaust!

- Sie haben Erfahrungen als On-Board-Kurier und können sich für medizinische Themen begeistern

- Sie sind wohnhaft in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Flughafens, so dass Sie im Bedarfsfall eine umgehende Erreichbarkeit gewährleisten können

- Sie sind in der Lage, jederzeit flexibel und angemessen auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren

- Sie sind über einen längeren Zeitraum flexibel verfügbar

- Sie besitzen eine Kreditkarte und einen gültigen Reisepass, idealerweise auch verschiedene Visa, Vielfliegerstatus oder Bahncard

Glaube kaum das Du das nachweisen kannst?!?! Wenn doch und Du zeitlich wirklich so flexibel sein kannst dann bewirb dich!

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