Fragen zum Autofahren auf dem Nürburgring?

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5 Antworten

Nun meine Frage, darf da jeder der ein Auto hat einfach fahren?

Nein - jedes Fahrzeug muss zugelassen sein und auch gültigen TÜV und ASU haben.

Jeder Fahrer muss den entsprechenden Führerschein haben.

Auf dem Nürburgring gilt die STVO, wie auch die STVZO.

 Bei Unfällen auf Rennstrecken sind ja meistens entsprechende Geschwindigkeiten im Spiel.

Nein - denn man muss die Höchstgeschwindigkeiten wie auf jeder öffentlichen Straße beachten.

Wenn ein Fahrer die gesetzlichen Regelungen, bzw. Vorschriften bewusst missachtet, hat der Versicherer die Möglichkeit den Fahrer in Regress zu nehmen, bzw. Kasko-Schäden nicht zu ersetzen.

Hallo,

auch bei sog. "Touristikfahrten" auf Rennstrecken wie dem Nürburgring besteht Versicherungsschutz - sowohl in der Kfz-Haftpflicht als auch der Kaskoversicherung.

Allerdings schließen die Versicherer standardmäßig sehr wohl Veranstaltung vom Versicherungsschutz aus, die dem "Erzielen einer Höchstgeschwindigkeit" dienen. Sämtliche Rennveranstaltungen, aber auch Renn-Lehrgänge, etc. fallen unter diesen Ausschluss.

Was man berücksichtigen muss: es gibt noch eine Reihe von Versicherern, die "grobe Fahrlässigkeit" nicht uneingeschränkt mitversichern. Diese Versicherer könnten in einem Fall, in dem der Fahrer auf besonders (grob-)fahrlässige Art und Weise die Regeln zur Höchstgeschwindigkeit, etc. missachtet hat, mit einer Leistungskürzung im Bereich der Kasko drohen. (Die immer wieder geäußerte Ansicht, dass auch KH-Schäden abgelehnt oder regressiert werden, ist dagegen übrigens Unsinn.)

Fazit: In der Tat besteht auch auf dem Nürburgring weitgehend der normale Versicherungsschutz.

Viele Grüße

Loroth

Diese Versicherer könnten in einem Fall, in dem der Fahrer auf besonders (grob-)fahrlässige Art und Weise die Regeln zur Höchstgeschwindigkeit, etc. missachtet hat, mit einer Leistungskürzung im Bereich der Kasko drohen.

Wenn man auf einer Rennstrecke die Regeln der Höchstgeschwindigkeit bewusst missachtet, dürfte es sich nicht mehr um grobe Fahrlässigkeit handeln, sondern um Vorsatz.

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@Apolon

Nein, allenfalls handelt es sich um bedingten Vorsatz.

Vorsatz läge nur vor, wenn der Fahrer mit der klaren Absicht das Fahrzeug zu beschädigen oder zu zerstören, handeln würde.

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auf der nordschleife gilt generell die STVO mit eingen kleinen, ich wills mal sagen ausnahmen. da wäre z.b. die höchstgeschwindigkeit. normalerweise sind geschwindigkeiten über 100 kmh nur auf mehrspurig ausgebauten straßen erlaubt, bei denen die gegenfahrbahn baulich abgegrenzt ist (mittelleitplanke) eine gegenfahrbahn gibt es hier allerdings nicht. da die nordschleife faktisch eine einbahnstraße ist.

es gibt da noch was wegen der versicherung. die meisten versicherungen schließen grob fahrlässiges verhalten aus. darunter könnten auch wettfahrten auf der nordschleife fallen. ich habe allerdings noch eine gute nachricht. sollltest du fremdschaden verursachen, kann die haftpflichtversicherung nicht die regulierung verweigern. jedenfalls nicht komplett. in der regel gilt ein gewisser selbstbehalt von 5.000 oder 10.000 €

nehmen wir mal das folgende szenario an: du kollidierst mit einem anderen fahrzeug. der fahrer des gegenrischen wagens wird leicht verletzt, du auch. das gegenreische fahrzeug ist ein totalschaden. dein Wagen ist reperabel.

deine vollkaskoversicherung würde die regulierung deines schadens verweigern. die haftpflicht würde den schaden bis auf den selbstbehalt in höhe von 5.000 oder 10.000 € begleichen.

dein schadensfreiheitsrabatt würde entsprechend zurückgestutzt. außerdem wird dir deine versicherung je nach dem ggf. den vertrag kündigen. d.h. dass du dir eine neue versicherung suchen müsstest.

lg, Tessa

Wenn du dir nach so einem Unfall auf der Nordschleife noch Gedanken über Kosten machen kannst, dann ist das noch das geringste Problem. Es kommt dort durchaus auch zu Verletzungen und Todesopfern, und keineswegs nur unter "irren Rasern". Die Strecke ist anspruchsvoll, es sind eine Menge "blinde" Kurven und Kuppen dabei, wo das Auto schon mal ganz anderen Kräften ausgesetzt ist als auf einer hundsgewöhnlichen Landstraße. Und sie ist so lang, dass die meisten Menschen Dutzende von Runden benötigen, bis sie sich den Streckenverlauf auch nur halbwegs eingeprägt haben. Außerdem kann es immer zu Ölspuren kommen, nicht zuletzt auch infolge der Unfälle. Und dann die anderen "Touristenfahrer"... da gibt es immer eine bunte Auswahl, sag ich mal.

Mit dem Motorrad gehe ich deswegen schon seit langem grundsätzlich nicht mehr auf die Nordschleife und im Auto eher lieber nur mit einer dedizierten "Ringschleuder" mit Käfig.

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