Fragen zum Arbeitsrecht ohne Arbeitsvertrag

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10 Antworten

Kleinbetriebe sind meistens nicht tarifgebunden. Da kann im Prinzip jeder machen, was er will. Nur die gesetzlichen Mindeststandards müssen eingehalten werden.

Auch für Feiertagsarbeit gilt, dass ihr das frei vereinbaren könnt, wie das abgegolten wird.

RyokoLynn 08.01.2013, 12:29

naja kleinbetrieb... es ist eine station einer großen kette

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Kinderwerkstatt 08.01.2013, 12:32
@RyokoLynn

ja, die Station schon. Tankstellen werden aber oft von privaten Pächtern verwaltet und die stellen halt Aushilfen und Leute wie dich ein. je nach Oächter kannst dud a auch ins Klo greifen.

Ich würd auf einen AV bestehen oder zumindest auf den gesetzlichen Regelungen was Arbeitszeiten, Überstunden und Pausen betrifft.

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erste Frage. §5 ArbZG:

Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben

In bestimmten Branchen darf diese Ruhezeit um maximal 1 Stunde unterschritten werden, wenn es einen Ausgleich bei anderen Ruhezeiten gibt.

zweite Frage. Aus einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts:

Arbeitnehmer, die an Sonn- und Feiertagen arbeiten, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Zuschlag zur Arbeitsvergütung

Sobald Du eine Arbeit aufnimmst hast Du auch einen Arbeitsvertrag, in Deinem Fall einen mündlichen.

Zwischen zwei Schichten müssen lt Arbeitszeitgesetz 11 Stunden frei sein.

Anspruch auf Weihnachtsgeld gibt es gesetzlich nicht. Wenn du an Feiertagen arbeitest dann mußt Du dafür sogenannte Ersatzfreie Tage haben.

Anspruch auf Zuschlag besteht nur Nachts.

Was verstehst Du unter Urlaubsausgleich? Urlaubsgeld besteht kein Anspruch, wie beim Weihnachtsgeld.

Anspruch auf gesetzlichen Urlaub hast Du allerdings.

TETTET 09.01.2013, 11:26

Anspruch auf gesetzlichen Urlaub hast Du allerdings.

Vor allen Dingen bezahlten Urlaub.

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Da Du ja eine Aushilfe bist und keine 40 Stunden die woche arbeitest,bekommst Du keine Überstundenzuschäge.Die fallen erst an wenn Du über 40 stunden arbeitest.Weihnachtsgeld ist eine Freiwillige Leistung,die kann wegfallen.Urlaubsgeld müsstest Du bekommen wenn Ihr einen Tariefvertrag angehört.Da ist dann das Urlaubsgelt geregelt

TETTET 09.01.2013, 11:27

Das ist eigentlich alles Quatsch.

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Nein, dir stehen 11 Stunden zwischen zwei Schichten zu. MINDESTENS. Dabei ist es egal, wo und in welcher Branche du arbeitest.

Ob ein Nacht- Feiertags- oder Sonntagszuschlag bezahlt wird, hängt vom Tarif ab. Aber in der Regel ist sowas auch gesetzlich geregelt.

Das Dumme ist jetzt nur, dass du keinen Vertrag hast. Bist du sicher, dass du auch richtig angemeldet bist und der Chef Steuern zahlt? Außerdem: Was tust du, wenn er dich plötzlich kündigt, dann hast du nichts in der Hand.

Kinderwerkstatt 08.01.2013, 12:30

Ja, genau. Und was ist mit Sozialabgaben? ist er angemeldet? oder komt irgendwann die Versicherung und sagt: hey, ihr Chef hat nix abgeführt, jetzt müssen Sie als Arbeitnehmer nachzahlen!

ist meiner Mutter vor Jahren passiert. Sie musste sogar vor Gericht ziehen.

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Benito0330 08.01.2013, 14:08
@Kinderwerkstatt

Krass. Ich hatte Glück, zu mir meinte die Krankenkasse nur, dass ich nicht mehr versichert sei. Da hat mein AN mich nicht mal bei der AOK angemeldet.

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Ich würde auf einen Arbeitsvertrag bestehen, dann gibts wenigstens keine Unklarheiten.

Also, du arbeitest quasi auf Abruf, richtig?

So kommt es, dass du mal Teilzeit, mal Vollzeit und mal "geringfügig" beschäftigt bist?

Bei fehlendem Arbeitsvertrag gelten gesetzliche regeleungen, die jedem Arbeitnehmer zustehen.

Zuschläge werden zwar gesetzlich geregelt (Feiertage, Nachtschichten etc.), allerdings fallen diese bei geringfügigen beschäftigungen meist weg, da sosnt allein durch Zuschläge die grenze überschritten werdne kann. Ob das in ordnung ist, weiß ich auch nicht genau.

Ähnlich ist e smit Urlaub. Normalerweise stehen einem Urluabstage zu, selbst als geringsfügig beschäftigter. Allerdings wird v. a. in der Gastronomie "geduldet", dass man keinen Urlaub hat, au0ßer die Tage, die man eh nicht arbeitet.

Deine Frage zielt draauf ab, ob du Anspruch auf eine "angemessene" freizeit hast. Wenn Du also von der Schicht kommst, dich schlafen legen musst und dnan direkt wieder abreiten musst?

Keine Ahnung. Wie ist das bei Krankenschwestenr oder Ärzten? Die schlafen oft 36 h nicht....Nicht ok, aber leider oft notwendig. Rein gefühlsmäßg wür dich sagen: Mindestens 6 h Schlaf musst du kriegen....

RyokoLynn 08.01.2013, 12:31

naja ich habe trotz allem feste schichten aber keinen vertrag. ich bin nicht auf abruf sondern stehe fest im plan, habe aber wie gesagt keinen vertrag

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Familiengerd 08.01.2013, 13:06
@RyokoLynn

Du hast einen Vertrag - wenn auch nur mündlich; es ist aber die Schriftform vorgeschrieben!

Denn es gibt das Nachweisgesetz; dort heißt es nämlich in § 2 Nachweispflicht, Abs. 1:

Der Arbeitgeber hat spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und dem Arbeitnehmer auszuhändigen.

Es folgt dann die Auflistung dieser wesentlichen Punkte > http://www.gesetze-im-internet.de/nachwg/__2.html

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Maximilian112 08.01.2013, 12:42

Allerdings wird v. a. in der Gastronomie "geduldet", dass man keinen Urlaub hat,

das ist der Traum eines AG, wiederspricht allerdings den Gesetzen. Urlaub ist gesetzlich festgelegt und kann auch nicht vertraglich ausgeschlossen werden.

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Kinderwerkstatt 08.01.2013, 13:04
@Maximilian112

das bestreite ich nicht. Allerdings "dulden" es viele AN der gastronomie, dass sie keinen urlaubsanspruch haben.

In größeren restaurant mag da sanders sein, in ner kleinen Eckkneipe ist es üblich, dass man keinen zusätzlichen "Urlaubsanspruch" anmeldet, wenn man nur an 2 Wochentagen arbeitet.

Obwohl man selbst dann den anteiligen urlaubsanspruch gestzlich einklagen könnte. Aber wer tut das, wenn er zufrieden mit seinem Nebenverdienst ist und den Job behalten möchte?

Als geringfügig beschäftigter AN muss ich eher davon ausgehen, dass mir der Chef bei Anspruchserhebnung aus fadenscheinigen Gründen kündigt und die Fehlzeiten durch jemadn anderen ausgleichen lässt. Es gibt so viele Tricks.....

Ich habe selber an 2 Wochentagen, jeweils 7 Stunden in einer Gastronomie während meiner Elternzeit gearbeitet. Als ich mich wegen einer wiederaufgenommen Teilzeitstelle in meinem Beruf und Veränderungen im Familienablauf (Einschulung 1. Kind, betreunngszeiten im Kindergarten etc.) als angeblich nicht mehr ausreichend flexibel erwies, suchte die Chefin einen Grund mich rauszuekeln. An einigen Tagen in Jahr brauchte ich Urlaub, vorher kein Problem, jetzt schon. Sie gewährte ihn nicht! Als ich sie bei wiederholter Verweigerung (trotz meiner ausführlichen Begründungen wegen der Kinder und zeitnaher Einreichung) auf gesetzliche Ansprüche und zeitgemäße Anmeldung hinwies, sagte sie: Sie habe eben keinen Ersatz oder an dem Tag benötige sie eben 2 Kellner. Wenn ich Ersatz besorgen würde, bekäme ich meinen Urlaub. Da ihre Belegschaft aber eh sehr dünn war (von 8 angestellten Leuten auf geringfügiger Basis arbeiteten jeweils 4 am Abend, 4 am Tag von 10 bis 17 Uhr und von 17 bis 1:00 oder länger) , war das oft nicht umzusetzen, weil man kaum jemanden fand, der für einen einsprang. und die Abendschicht macht ehin und wieder Doppelschichten.... auch nicht gestzlich (von 10-1 Uhr zu arbeiten).

Die Krönung war dann, als ich mir bei einem Fahrradsturz die Kapsel des Daumens anriß mit Verdacht auf Kahnbeinbruch. Die Krankschreibung erkannte sie an, verlangte aber, dass ICH Ersatz für die Dauer meines Ausfalls besorgte. Niemand hatte Zeit. Ich bot sogar an, trotzdem zu kommen (und wußte, dass da sillegal wäre), aber da ich ja kein besteck polieren konnte, wollte sie das nicht. Die Folge war, dass sie einen Termin IHRER KINDER canceln musste und selber einsprang. Ich erhielt kurz darauf die Kündigung.

Ich hätte dagegen vorgehen können, aber das war es mir einfach nicht wert. ich stockte meine Stunden in meinem beruf sowieso bald auf und verzichtete auf den Nebenjob.

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TETTET 09.01.2013, 11:29

Eigentlich hast du also von keinem der gefragten Themen Ahnung, oder?

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Kinderwerkstatt 09.01.2013, 11:36
@TETTET

Was hat es mit "keine Ahnung" zu tun, wenn ich meine (durchaus erkannten) Rechte freiwillig nicht wahrnehme, weil mir der Aufwand zu groß ist?

Es ging ja nur um einen 400 € Job und nicht um meinen Hauptverdienst. ich hatte damals auch keinen schriftlichen Arbeitsvertrag. Und ich kenne sehr viele Aushilfskellner bei denen das ebenso war.

Falls du dich auf meine erste Antwort beziehst - ich wollte sagen, ich bin kein Jurist mit Spezialisierung auf Arbeitsrecht. ich denke aber, ich weiß das, wa sich wissen muss. Und vielleicht hilft ja auch meine Erfahrung anderne weiter.

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Wenn du keinen Arbeitsvertrag hast, arbeitest du rein theoretisch schwarz. Die obligatorische Ruhezeit zwischen den Schichten beträgt mindestens 6 Stunden (+arbeitsweg). Wegen dem Weihnachtsgeld und zuschlag ist es Arbeitgeber-abhängig. Dein Chef kann das Frei verwalten wie er will. Als Coiffeur muss man auch am Samstag und Sonntag arbeiten. Da ist es gang und gäbe.

Musste diese bittere Pille auch schon schlucken im letzten Betrieb wo ich gearbeitet habe.

Kinderwerkstatt 08.01.2013, 12:33

Wenn er Steuern zahlt arbeitet er ganz sicher nicht schwarz!

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Mikkey 08.01.2013, 12:45

Wenn er dort arbeitet und Geld dafür bekommt, hat er auch einen Arbeitsvertrag.

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  1. dein AG kann dich nicht mal so - mal so beschäftigen.
  2. meines Wissens müssen zwischen den Schichten 11 Stunden liegen.
  3. der AG muss nicht. Aber er muss grundsätzlich alle Mitarbeiter gleich behandeln.

abstand zwischen zwei schichten min. 9 stunden !

weihnachstgeld oder sonstige gratifikationen musst du selber aushandeln !

an feiiertagen gibt es immer einen zuschlag.... ( sogar bei mc doof )

RyokoLynn 08.01.2013, 12:28

ich bekomme keinen zuschlag, die tage an den feiertagen wo ich arbeite sind meiner erfahrung nach so wie normale tage abgerechnet (zumindest stand nix eindeutiges in den abrechnungen)

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Kinderwerkstatt 09.01.2013, 11:40
@RyokoLynn

Sollte es aber.

Wenn da nix drinsteht, stimmt schon was nicht. Außerdme meine ich auch, dass du nicht mal so, mal so abgerechnet werden kannst! ist aber äußerst praktisch für den Arbeitgeber.

Auch komisch: Du bekommst eine Abrechnung, aber hast keine Vertrag? Wie willst du die Abrechnung prüfen können, wenn du nicht weißt, woran die angelehnt sind? Hast du denn mal nach einem Vertrag gefragt?

Hört sich für mich so an, als wirst du bewusst im "trüben" gelassen, damit du nicht aufmupfst.....

Also, mein Rat: Wenn dein direkter Chef bzw. der Pächter nix NÄheres verraten will, dann würd eich mich mal an die Tankstellengesellschaft wenden....und da mal nachhorchen.

Wer weiß, was der sich da möglicherweise einstreicht.

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Mikkey 08.01.2013, 12:48

an feiiertagen gibt es immer einen zuschlag

falsch

... sogar bei mc doof ...

Für die gilt auch ein Tarifvertrag, an den sie sich halten müssen.

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