Fragen zum Alkoholentzug

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13 Antworten

Hallo grete222,

ohne ärztliche Hilfe geht es nicht. Selbst wenn dein Schwager kalt entziehen würde, wäre er nicht geheilt. Denn die Gründe für seine Sucht wären dann immer noch aktuell. Ohne therapeutische Aufarbeitung der Suchtgründe wird es keine Heilung geben, bzw. cleanes Leben. Ein Entzug läuft folgendermaßen ab: Zuerst kommt die Entgiftung 2-4 Wochen stationär und dann die eigentliche Therapie in einer Suchtklinik. Da dein Schwager aber noch gar kein Suchteingeständnis hat nützt das alles nichts. Solange er verheimlicht und dabei unterstützt wird, wird er weiter konsumieren. Dadurch dass deine Schwester das Verheimlichen mit macht, muss ich dir leider sagen hält sie ihn in der Sucht. Angehörige von Suchtkranken müssen sich immer auch mit der eigenen Co-Abhängigkeit beschäftigen. Ich rate dir, gehe mit deiner Schwester zu einer Suchtberatungsstelle in deiner Stadt, denn hier ist erstmal das Wohl deiner Schwester im Vordergrund. Jede Handlungsweise die einen Süchtigen unterstützt in seinem Konsum hält ihn weiter in der Sucht. Ich wünsche Euch alles Gute und vor allem Erfolg auf diesem harten Weg.

mit alkoholentzug ist nicht zu spaßen es gibt ja nicht umsonst entzugskliniken, im schlimmsten fall fällt er euch ins dilirium. er soll zum arzt gehen, sich bestätigen lassen das er ein alkoholproblem hat und dann ab in eine entzugsklinik. meiner meinung nach am sinnvollsten ist es eine entwöhnung(10-16wochen) und nicht nur eine entgiftung(10tage). in der klinik hat er auch therapeuten mit denen er quatschen kann bzw. muss. alles andere, also zu hause entzug zu machen ist quatsch und wie gesagt auch gefährlich!!

So ganz auf die leichte Schulter nehmen würde ich das nicht. Nicht so sehr die Menge machts, sondern die Regelmässigkeit. Wobei 6-7 Bier ja doch eine ganze Menge ist. Ein trockener Entzug ist nicht anzuraten weil es dabei sogar zu Krampfanfällen kommen kann. Vileicht gibt es in deiner Nähe eine Suchtberatungsstelle die euch weiterhelfen können. Evtl. auch eine Gruppe der Anonymen Alkoholiker oder vom "Freundeskreis". Ich wünsche euch alles Gute und Einsicht beim Betroffenen um sich helfen zu lassen.

ich denke, dass vor den Gefahren des kalten Entzuges genug gewarnt wurde und ebenfalls gute Antworten zum Thema helfen ohne, dass der Betroffene wirklich etwas ändern will. ICH kann und will nicht beurteilen, ob der Mann Alkoholiker ist, aber wenn seine Angehörigen darunter leiden dann sind auch die Betroffene - nämlich als Angehörige von Alkoholikern! Ich würde vorschlagen, dass Du und Deine Schwester mal eine Suchtberatungsstelle und/oder eine Selbsthilfegruppe für Angehörige (z.B.: Alanon: http://www.al-anon.de/

Der wichtigste Schritt scheint ja schonmal getan zu sein: Das Erkennen, dass er ein Problem hat und das er es ändern möchte. Zumindest geh ich davon aus, dass er das wirklich will und nicht nur jaja sagt, weil die Frau Stress macht. Sich Hilfe zu suchen, wenn man es nicht allein schafft, macht viel Sinn, ist aber mindestens genauso schwer zu schaffen. Du solltest ihm vielleicht klarmachen, dass es keine Schande ist, Hilfe anzunehmen, um sich zu ändern. Ich habe davor weit mehr Respekt, als wenn man versucht, alles allein zu regeln und es dann doch nicht schafft. Und ich glaube, es klappt allein auch eher schlecht. Vielleicht könnte er ja in eine Selbsthilfegruppe gehen, wenn er nicht zu einem Therapeuten oder Arzt will. Dann lernt er Menschen kennen, die dasselbe durchmachen oder durchgemacht haben, und die mit ihm Erfahrungen austauschen können. Anonyme Alkoholiker oder so. Da muss er sich nicht schämen, denn man ist ja quasi "unter sich"..

würde ich lieber langsam abbauen. Die Zeit, die er sonst mit trinken beschäftigt ist, sollte er natürlich sinngebender verbringen. Langsam bedeutet: pro Woche pro Tag 1 Flasche weniger, also 1. Woche statt 6 nur 5 Flaschen; 2. Woche statt 5 nur 4 etc. Wenn es pro Tag ein bis 2 Flaschen sind ist es (nicht ok) aber besser. VOn da aus kann er weiter machen

Hallo,

Ganz ehrlich, man kann niemandem helfen, der sich nicht helfen lassen möchte. Da kann sie noch zu so vielen Ärzten etc. laufen, sofern Dein Schwager, sich nicht von selbst innerlich dazu entschließt aufhören zu wollen, kann man auch reden, machen und tun, wie man will, immer mit dem gleichen Resultat, das derjenige nicht mitmacht und somit der Erfolg ausbleibt.

Mein Tipp, wenn er es selbst nicht möchte, muss man ihn einfach fallen lassen, bis er von selbst aufwacht und Hilfe sucht. Manche müssen erst tief fallen, bis der Groschen fällt. Hört sich jetzt vielleicht hart an, ist aber sehr ernst und vor allen Dingen nicht persönlich böse gemeint.

lg siggihund

Hyde4 21.12.2010, 20:57

Das stimmt. Wenn er es nicht von sich aus will, könnt ihr da nix tun. Dann bleibt nix anderes übrig.

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Helli01 21.12.2010, 20:58

alkoholiker sind kranke und keine verbrecher, deine antwort ist scheiße

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Pantex 21.12.2010, 21:36
@Helli01

Das hat nichts mit "Verbrecher" zu tun. Manche müssen wirklich erst hart aufschlagen, ehe sie begreifen, daß es mit ihrem Leben so nicht weitergehen kann. Angehörige leiden unter der Trinkerei und können nicht helfen. Das einzige, was ihnen bleibt, ist etwas für sich selber zu tun, damit sie nicht weiter in den Strudel hineingezogen werden.

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Markus1803 21.12.2010, 22:41
@Pantex

@Helli Die Antwort ist absolut nicht Scheiße, sondern trifft den Nagel auf den Kopf des Sturen ;-)

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Wünsche Deiner Schwester Kraft und überzeuge Sie, daß Sie sich dringend Selbst Hilfe suchen soll.

Es ist nahezu unmöglich einem Suchtkranken zu helfen, ohne daß Dieser die Hilfe wirklich will. Denn was Dein Schwager momentan tut, ist das alte "Jaja schon recht, ich mach alles was Du willst - wenn ich dafür in Ruhe weitersaufen kann" Spiel. Hab ich selbst lange genug mit meinem Umfeld gespielt.

Das ist ein Spiel daß Deine Schwester nicht gewinnen kann.

Ihre einzige Chance besteht darin, auszusteigen. Und mal dringend eine Selbsthilfegruppe wie z.B. Al-Anon, Kreuzbund, Guttempler, Blaues Kreuz oder Freundeskreis aufzusuchen.

Ein Entzug zuhause kann bei der Menge, die Du beschreibst, starke körperliche Entzugserscheinungen hervorrufen, die bis zum Kreislaufkollaps führen können. Davon ist unbedingt abzuraten!

Aber auch mit der "Methode", langsam abzubauen, wird er keinen Erfolg haben. Dazu ist er schon zu stark an den Alkohol gewöhnt.

Ohne ärztliche Hilfe wird er kaum davon loskommen, fürchte ich. Zumindest eine 3wöchige Entgiftung tut hier not.

In meinen Trinkerzeiten waren 6-8 Bier am Abend "normal". Ohne fachliche Hilfe hätte ich es nie geschafft, abstinent zu werden.

also: 6 bier am tag sind doch nicht viel! und solange kein schnaps im spiel ist, ist das längst nicht so schlimm. ich selbst trinke seit jahren 2-3 pils am abend und mache ab und zu (4 mal im jahr) eine trinkpause von 7 tagen um zu testen ob ich abhängig bin. derzeit habe ich auch so eine abstinenzphase, die noch bis zum 24.12. geht. und....keine entzugserscheinungen ect. also mach dir keinen kopf, das ist normal. und wenn er zudem noch arbeitslos ist...mein gott....was soll er denn sonst den ganzen tag machen!?

Hyde4 21.12.2010, 20:51

Naja...den Konsum solcher Mengen sollte man nicht so verharmlosen..

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mangolecker 21.12.2010, 20:54
@Hyde4

@ hase: das ist ja völliger quatsch was du da sagts! zum einen ist jeder abhängig der regelmäßig konsumiert da ist es völlig egal ob es eine flasche oder 30 am tag sind..."und wenn er arbeitslos ist, was soll er denn sonst den ganzen tag machen?" da geht mir das messer in der tasche auf...

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alterhase001 21.12.2010, 21:08
@mangolecker

ich galube, DU schreibst hier quatsch! abhängigkeit zeigt sich nicht in der regelmäßigkeit sondern vielmehr in entzugserscheinungen!

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mangolecker 21.12.2010, 21:31
@alterhase001

es gibt zwei formen der abhängigkeit: die physiche und die psychische. zur psychischen abhängigkeit brauch ich keine entzugserscheinungen

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Rollostoimetz 25.12.2010, 12:28
@mangolecker

Wer so argumentiert wie Hase, hat bestimmt noch nie den Status des Users verlassen.

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Thommy7474 22.12.2010, 17:09

Schreibst du eine Scheiße!!

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Tassilofrank 23.12.2010, 11:01

Ungeheuerlich. Das ist der dümmste und fahrlässigste Mist den ich seit langem gelesen habe. Mach dir mal einen Kopf wieviel Jugendliche du damit zum Alkoholkonsum verführst. So wie du argumentierst bist du nasser Alkoholiker, ohne Suchteinsicht und Verharmloserei. Entzugserscheinungen sind nicht gleichzusetzen mit Abhängigkeit. Es gibt körperliche und psychische Abhängigkeit. Les erstmal nach und informiere dich, bevor du andere mit in dein Elend ziehst.

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Rollostoimetz 25.12.2010, 12:34
@Tassilofrank

Außerdem; Eine Trinkpause zu machen mit dem Ziel: "Ha danach kann ich ja wieder weitersaufen, weil dann weiß ich ja daß ich nicht süchtig bin..." Sag mal, Hasilein, merkst Du eigentlich wie schräg das klingt?

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6-7 flaschen ist noch nicht wirklich viel, ich denke er könnte mit physischen entzugserscheinungen bei einem kalten entzug davon kommen

Ich danke Euch sehr für die Antworten! Ich hoffe sehr, dass er sich überzeugen lässt professionelle anzunehmen.

lieber langsam abbauen

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