Fragen zu Schützenverein und Waffen

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Was im Gesetz steht und was in manchen Vereinen tatsächlich möglich ist sind leider oft zwei verschiedene Schuhe.

Vom Gesetz her darfst du mit 14 sowohl mit Luftdruck-, als auch mit Kleinkaliber Feuerwaffen sowie mit Schrotflinten schießen.

Manch ein Vereinsfürst ist aber der Meinung, unser in Teilen äußerst dämliches Waffengesetz ist noch nicht streng genug und entscheidet kurzerhand selbst, wer wann was schießen darf und wer nicht. Da werden dann selbst Erwachsene quasi gezwungen, erst ewig lange mit der Luftplitsche rumzuspielen, bis man ihnen dann gnädigerweise was größeres erlaubt....

Zum Glück gibts in Deutschland reichlich Schützenvereine, meist auch mehrere in Reichweite, sodas man einem Verein der sich noch bescheuerter anstellt als das sowieso schon blödsinnige Gesetz es vorschreibt einfach den Rücken kehren kann.

Man muß sowieso eigentlich unterscheiden zwischen " Schützenvereinen " und " Schießsportvereinen "......

Beim ersteren steht meist eine angebliche Tradition im Vordergrund, man läuft ständig in lustigen Uniformen herum und alles dreht sich um irgendwelche Feierlichkeiten....., nebenbei wird vielleicht ein bisschen mit Luft oder KK geschossen.

" Schießsportvereine " sind eher sportlich, aber auch Spaß-und freizeitmäßig orientiert. Da wird dann alles mögliche geschossen, häufig auch auf anderen Schießständen und es gibt im Verein selbst oft einzelne Gruppen, die jehweils ihre eigenen Disziplinen betreiben.

Da werden dann selbst Erwachsene quasi gezwungen, erst ewig lange mit der Luftplitsche rumzuspielen, bis man ihnen dann gnädigerweise was größeres erlaubt....

Schon mal daran gedacht, dass es vielleicht gar nicht so dumm ist, einem Neueinsteiger die sichere Handhabung einer Schusswaffe erst mal anhand von Luftpistolen/-gewehren zu zeigen? Sicher muss das nicht "ewig" dauern, aber eine schlechte Idee ist das nicht. Beschweren werden sich darüber vorrangig Leute, die möglichst schnell was möglichst Gefährliches in der Hand haben wollen...

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@Maro95

Den angeblichen Vorteil dieser " erst-Luftpumpe "- Idee konnte mir noch niemand belegen.

In meinem ehemaligen Verein gab es überhaupt keine Luftpumpen. Neulinge bekamen zuerst eine KK-Einweisung und sobald sie sich vernünftig angestellt haben gab es GK. Das konnte durchaus schon innerhalb weniger Tage passieren.

Ergebnis....: ein relativ kleiner Verein mit einer sehr hohen Leistungsdichte. Auf unseren Spaß-Wettkämpfen und Pokalturnieren sind Ringzahlen normal, die manch Landesverband nicht einmal bei seinen offiziellen Meisterschaften hinbekommt.

" Unsere " Schützen qualifizierten sich im übrigen oft genug schon im ersten Jahr für Landesmeisterschaften.....

Im übrigen bekommen sogar Gäste nach zwei...drei Terminen mit der KK-Pistole problemlos was größeres wenn wir ihnen das zutrauen ( und das ist meistens so...).....: seit über 10 Jahren gab es mit dieser Praxis ( und das bei durchschnittlich 6 bis 8 Gästen pro Woche ) keine Probleme. Weder bringen die Gäste sich auffallend oft um, noch zerlegen sie den Stand.

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@Maro95

Schon mal daran gedacht, dass es vielleicht gar nicht so dumm ist, einem Neueinsteiger die sichere Handhabung einer Schusswaffe erst mal anhand von Luftpistolen/-gewehren zu zeigen?

Wieso? Sichere Handhabung kann man auch an richtigen Schusswaffen zeigen. Geschieht in Armeen und Polizeien in der Welt auch nicht anders.

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@sejler

Den angeblichen Vorteil dieser " erst-Luftpumpe "- Idee konnte mir noch niemand belegen.

Ganz einfach, falls doch mal etwas schief gehen sollte, "verirren" sich nur einige wenige Joule und nicht 180. Ist das so schwer zu verstehen?

Deine Ausdrucksweise sagt mir, dass Luftdruckwaffen für dich Kinderkram sind und ein "richtiger" Sportschütze auch was "Richtiges" (möglichst gefährliches) in der Hand haben muss. Das halte ich für verdammt unsportlich, um nicht zu sagen für ziemlich dämlich.

Ob man Neulinge nun mit Luftdruckwaffen oder ungeladenen Kleinkalibern einweist und trainieren lässt, ist mir dabei relativ wurst. Mir geht es um Sicherheit.

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@Maro95

Mir geht es um Sicherheit.

Ja is klar......., mit dem Todschlagbegriff " Sicherheit " kann man so ziemlich alles begründen.

Ganz einfach, falls doch mal etwas schief gehen sollte, "verirren" sich nur einige wenige Joule und nicht 180. Ist das so schwer zu verstehen?

Wenn man nur einige wenige, grundsätzliche Regeln beachtet geht da nix " schief ". Genau aus diesem Grunde steht ja auch bei der Einweisung eine Aufsichtsperson keinen Meter neben dem Neuling.

Tatsache ist...: es gibt keine besondere Häufung von Unfällen dadurch, daß Neulinge mit KK oder GK anfangen, anstatt mit der Luftplitsche.

Es gibt sogar nicht einmal überhaupt eine erwähnenswerte Zahl von solchen Unfällen. Deiner Theorie nach müßte es ja in BDS- oder BDMP-Vereinen ständig zu gefährlichen Zwischenfällen kommen, davon kann aber nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Es existiert hier schlicht keinerlei Notwendigkeit, erst mal x-lange mit Luftplitschen rumzuspielen.

Deine Ausdrucksweise sagt mir, dass Luftdruckwaffen für dich Kinderkram sind.......

Kinderkram ist das falsche Wort....., sie interessieren mich bloß eben nicht.

.......und ein "richtiger" Sportschütze auch was "Richtiges" (möglichst gefährliches) in der Hand haben muss.

Was beim Sportschießen richtig und was falsch ist, darüber erlaube ich mir kein Urteil. Ich entscheide bloß darüber was mich interessiert und was nicht. Und die " Gefährlichkeit " eines Sportgerätes interessiert mich dabei noch weit weniger als die Farbe. Ich schieße bestimmte Waffen aus historischem, sportlichem oder technischen Interesse und behandle sie sicherheitsmäßig alle gleich. Deswegen spielt die " Gefährlichkeit " keine Rolle.

Für mich persönlich ist eine Waffe um so interessanter, jeh größer die Schwierigkeiten sind damit präzise zu treffen. Aber so wie ich meine persönlichen Vorlieben nicht anderen Leuten als das Maß aller Dinge aufdiktieren werde erwarte ich das eben auch von anderen.

Das halte ich für verdammt unsportlich, um nicht zu sagen für ziemlich dämlich.

Ich glaube nicht das du mich gut genug kennst um zu entscheiden, ob ich " dämlich " bin oder nicht. Diese Ausdrucksweise belegt mir aber ein Mal mehr die leider häufig anzutreffende Arroganz der Luftpumpenfreunde gegenüber den Schießsportlern aus dem GK-Bereich.

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Welche Waffen fallen zum Beispiel unter Kleinkalieber?

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@ranane

Mit dem Begriff " Kleinkaliber " ist im Schießsport ausschließlich die Patrone .22 lfB gemeint.

Es gibt diverse unterschiedliche Disziplinen die mit Kleinkaliberwaffen geschossen werden, jeder der verschiedenen Schützenverbände hat z.T. mehrere Disziplinen im Programm.

Geschossen wird mit Einzelladerpistolen, halbautomatischen Pistolen, Revolvern und verschiedenen Gewehren, darunter auch Unterhebelrepetierer und halbautomatische Selbstlader.

Gängige Entfernungen sind 25....50 oder 100 Meter, es gibt in einigen Verbänden aber auch dynamische Disziplinen in denen auf Fallplatten oder bewegliche Ziele geschossen wird.

Es wird aber bei weitem nicht jede Disziplin in jedem Verein angeboten, was im jehweiligen Verein geschossen wird hängt zum einen davon ab welchem Verband der Verein angehört, dann davon für was der jehweilige Schießstand zugelassen ist und nicht zuletzt davon, wie der Verein orientiert ist.

Als Mitglied eines Vereins darf man alle Disziplinen schießen ( und letztendlich auch Waffen dafür besitzen ), die in der Sportordnung des jehweiligen Verbandes aufgelistet sind, auch wenn vieles davon in dem Verein in dem man Mitglied ist nicht möglich wäre. Es ist durchaus nicht unüblich, verschiedene Disziplinen in unterschiedlichen Vereinen zu schießen.

Man kann auch in mehreren Vereinen Mitglied sein und die dürfen auch unterschiedlichen Verbänden angehören.

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Siehst du nun, was passiert, wenn man mit Waffen nicht verantwortlichbewusst umgehen kann? Waffen sind kein Spielzeug. Und selbst in den USA wollen die ein schärferes Waffengesetz, weil zu viel passiert.

Die Differenzierung "Schießsportverein" und "Schützenverein" stimmt auch nicht. Es gibt immer "schwarze Schafe", die nur rumballern. Wenn man auf anderen Schießständen schießt, dann sind das reelle Wettkämpfe unter den Vereinen.

"eigene Disziplinen". Es ist klar, jede Waffenart ist eine eigene Disziplin. Es gibt Waffen, die der eine lieber mag als die anderen.

Ich sehe schon, du hast nicht kapiert, dass es hier auf Leistung und Zusammengehörigkeit ankommt. Wer nur rumballern will, ist in diesen Verein nicht am rechten Platz.

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in der Regel kannst du da mit 14 alleine Schiessen, jedoch nur Luftgewehr und Luftpistole. Solche waffen besitzt der Verein in der Regel auch und du brauchst dir vorerst keine eigene kaufen. Luftgewehre und Luftpistolen sind ab 18 erlaubnisfrei zu Kaufen.

jedoch nur Luftgewehr und Luftpistole.

Kleinkaliber geht auch.

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Mit 14 darfst du mit Einverständnis deiner Eltern mit Airsoft-, Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen schießen. Ab 18 dann auch größere Kaliber.

Mit 14 darfst du Airsoftwaffen erwerben, die eine Bewegungsenergie von nicht mehr als 0,5 Joule besitzen. Ein sportliches Schießen ist damit aber nur auf recht kurze Distanzen (unter 10 m) möglich.

Airsoft- und Luftdruckwaffen mit bis zu 7,5 Joule darfst du erlaubnisfrei ab 18 kaufen. Ebenfalls mit 18 darfst du, Eignung, Zuverlässigkeit etc. und Bedürfnis vorausgesetzt, Kleinkaliberwaffen erwerben. Größere Kaliber dann ab 21.

Mit 14 darfst du mit Einverständnis deiner Eltern mit Airsoft-, Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen schießen.

Nicht richtig, Luftdruck geht schon ab 12.

Und "Airsoft" ist kein Schießsport.

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@stinkertum

Ja, und weil es ab 12 erlaubt ist, darf er das mit 14 schießen. 14 ist nämlich größer als 12, falls dich das überrascht. Ich habe nicht geschrieben, dass es erst ab 14 erlaubt ist. Genau lesen bitte...

Und wieso ist Airsoft kein Schießsport? Weil ABS-Kunststoff unter deiner Würde ist? Airsofts sind per Definition Schusswaffen und wenn man damit Sport betreibt, ob nun Skirms, AIPSC oder sonst was, darf man das wohl als Schießsport bezeichnen.

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