Fragen zu Möglichkeiten nach der Hochzeit, Krankenversicherungen, etc.?

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7 Antworten

Du kannst nicht einfach in die PKV wechseln. Solange du in einem Beschäftigungsverhältnis stehst und unter der Beitragsbemessungsgrenze verdienst, bist du pflichtversichert in der GKV. Aus der Beschäftigung heraus erhältst du Mutterschaftsgeld vor und nach der Entbindung und nimmst du das Elterngeld in Anspruch, bist du für die gesamte Zeit des Mutterschaftsgeldbezuges und des Elterngeldbezuges beitragsfrei in der GKV versichert. Erst wenn diese Zeit vorbei ist, kannst du, wenn du dich nicht beim Arbeitsamt arbeitslos meldest sondern weiter zu Hause bleiben möchtest, in der PKV versichern. Das will aber gut überlegt sein, denn dann muss auch euer Kind selbst PKV versichert werden. Auch wenn dein Mann beihilfeberechtigt ist und ihr nur die Restkostenversicherung abschließen müsst, kann das einiges kosten.

Ein Anspruch auf kostenfreie Familienversicherung bei dir in der GKV hat euer Baby dann, wenn dein Mann unter der Beitragsbemessungsgrenze verdient.

Bedenke, würdest du jetzt wechseln (was wie o.g. nicht geht) dann würdest du für die gesamte Zeit, egal ob Schutzfrist oder Elterngeld den Beitrag für dich und dein Kind zahlen müssen.

Da kannst du dir locker die eine oder andere Behandlung auf Privatrechnung machen lassen.

Außerdem schau genau bei deiner Krankenkasse, die Leistungen gerade für junge Familien sind oft richtig gut.

So elitär wie man denkt ist die PKV auch nicht mehr- und jede Rechnung, die dein Mann bekommt, muss er erst einmal auslegen, kann sie dann erst bei der Beihilfe einreichen und kleine Rechnungen müssen in der Regel gesammelt werden, da die meisten Beihilfestellen erst ab Rechnungsgesamtbeträgen von über 200,-- Euro aktiv werden. Ihr müsst eigentlich immer ein Monatsgehalt auf einem Extrakonto haben, um die Rechnungen zu bezahlen, bei der PKV und der Beihilfe einzureichen, die Rückläufe zu überwachen, die Kostendämpfungspauschale und ggf. Eigenanteile tun ihr übrigens.

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Kommentar von Apolon
04.04.2016, 17:48

 Solange du in einem Beschäftigungsverhältnis stehst und unter der Beitragsbemessungsgrenze verdienst, bist du pflichtversichert in der GKV.

Bitte beachten, maßgebend ist die Jahresarbeitsentgeltgrenze und nicht die Beitragsbemessungsgrenze.

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Hallo Julia,

Glückwunsch, da wird sich ja einiges verändern in deinem Leben.

Deine Krankenversicherung kannst du aber nicht so einfach verändern, wie bereits schon gesagt wurde. Wenn du angestellt bist und nicht über ein entsprechend hohes Einkommen verfügst, musst du in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben.

Eine Beihilfeberechtigung über deinen Zukünftigen hast du auch nur dann , wenn du unter einer bestimmen Einkommensgrenze im Jahr liegst (z.B. 18.000 EUR in NRW, das ist immer sehr unterschiedlich) oder gar nichts verdienst. Das wäre z.B. dann der Fall, wenn du in Elternzeit bist,Hausfrau bist und deshalb kein Einkommen mehr hast. Solange dein Arbeitgeber dir deinen Job freihält, bist du gesetzlich versichert. 

Bitte berücksichtige auch, dass die Kosten für deine bereits bestehende Schwangerschaft bei der Privatversicherung deines Ehemannes möglicherweise ausgeschlossen werden, sofern du dich dort wirklich versichern könntest.  

alles Gute für dich und viele Grüße

Bettina vom Barmenia-Team

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@juliaAlva,

wenn du im Arbeitsleben stehst als Angestellte musst du dich gesetzlich pflichtversichern (es sei denn, du hast ein mtl. Brutto-Einkommen von über 4.687,50 € - dann kannst du dich privat versichern).

Allerdings hast du die Möglichkeit eine private Zusatz-Krankenversicherung abzuschließen. Ob dies zu Beihilfetarifen möglich ist, kommt auf das Beihilfeland, wie auch auf dein jährliches Brutto-Einkommen an.

Allerdings wird vor der Geburt des Kindes keine private Krankenversicherung (auch keine Zusatzkrankenversicherung) möglich sein, da auf Grund der Gesundheitsfragen dies während der Schwangerschaft nicht möglich ist.

Das Kind kann aber sofort ab Geburt über die PKV deines Mannes mitversichert werden.

Nach der Geburt empfehle ich eine Anwartschaftsversicherung + Kranken-Zusatztarife für dich. Dazu solltet ihr Kontakt zu der KV deines Mannes aufnehmen und euch umfassend beraten lassen.

  wenn ich nach dem Mutterschaftsurlaub (1 Jahr) nicht direkt zu meinem Arbeitsplatz zurück kehre und noch ein Jahr dran hängen möchte? Wie läuft es da mit der Versicherung?

Bedeutet, dass du dann nicht mehr gesetzlich pflichtversichert bist und dich somit bei der PKV deines Mannes über eine Beihilfe konforme Restkostenversicherung von 30 % (Ausnahme Hessen und Bremen) versichern kannst.

Gruß

N.U.

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Kommentar von Apolon
04.04.2016, 17:50

Ergänzung:

wenn die mtl. Einkünfte deines Mannes über 4.687,50 € liegen, dann sollte das Kind auch in der PKV versichert werden, denn bei der GKV wäre dann nur eine freiwillige Versicherung möglich, mit einem Eigenbeitrag von ca. 80 €,

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Deine bzw. Eure Optionen hängen vom Einkommen ab.

Wenn Du als Angestellte pflichtversichert bist, d.h. unter der JAEG verdienst, kannst Du nicht jn die PKV wechseln. Wenn Du freiwillig gesetzlich versichert bist (d.h. über der JAEG verdienst) könntest Du theoretisch wechseln, das aber nicht sinnvoll während der Schwangerschaft.

Wenn Dein Mann über der JAEG verdient (und Du pflichtversichert bist), gibt es keine Option auf kostenlose Familienversicherung des Kindes über Dich in der GKV. Dann muss das Kind über Deinen Mann privat restkostenversichert werden (zu 20 %). Dein Kind ist genauso wie Dein Mann beihilfeberechtigt (sogar zu 80%), und eine entsprechende private restkostenversicherung iegt vom Beitrag bei ca. 40 Euro monatlich.

Wenn Dein Mann unter der JAEG verdient (und Du pflichtversichert bist), gibt es beide Optionen, entweder beitragsfrei familienversichert über Dich oder über Deinen Mann wie eben beschrieben.

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Mein Partner und ich heiraten nächsten Monat.

Mein Beileid.

Ich würde aber gerne nach der Heirat ebenfalls zu PKV wechseln, da z.B.
im August meine erste Geburt ansteht und ich die Vorteile einer PKV
nutzen würde. 

Wenn du mehr als 56.250,- € brutto im Jahr verdienst, kein Problem.

Ansonsten bist du versicherungspflichtig in der GKV, auch bei einer Elternzeit.

Ist es vernünftig mich bei meinem Mann in der Privaten
Krankenversicherung mitversichern lassen oder soll ich weiterhin eine
GKV nutzen?

Die Frage stellt sich ggf. nicht, wenn dein Einkommen zu niedrig ist.

Wie ist es, wenn ich nach dem Mutterschaftsurlaub (1 Jahr) nicht direkt
zu meinem Arbeitsplatz zurück kehre und noch ein Jahr dran hängen
möchte? Wie läuft es da mit der Versicherung? 

Elterngeld-Bezieher sind versicherungspflichtig in der GKV, wenn sie vorher ebenfalls schon versicherungspflichtig waren.

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Ich würde aber gerne nach der Heirat ebenfalls zu PKV wechseln, da z.B. im August meine erste Geburt ansteht und ich die Vorteile einer PKV nutzen würde.


Geht ohne weiteres nicht. Du bleibst weiter gesetzlich versichert, außer du verdienst über, ich glaube für 2016, 56000 EUR Brutto im Jahr. Alternativ kündigst du deinen Job und wirst Hausfrau.


Ansonsten bin ich selbst Lehrer und auch privat krankenversichert, so wirklich Vorteile hat man da nicht, das wird häufig etwas überschätzt. Der Nachteil ist, dass man alle möglichen Behandlungen angedreht bekommt und deren Nutzen nicht wirklich abschätzen kann. Bei der gesetzlichen Kasse kann man wenigstens sehen, alles was eine IGel-Leistung ist, ist in der Regel unnütz.

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Kommentar von Apolon
04.04.2016, 17:44

 Der Nachteil ist, dass man alle möglichen Behandlungen angedreht bekommt und deren Nutzen nicht wirklich abschätzen kann.

Sorry - aber man muss auch als Privatpatient sich nicht jede möglich Behandlung andrehen lassen.

Fast jede Private Krankenversicherung arbeitet mit einem medizinischen Dienst zusammen, wo man sich zu Behandlungen beraten lassen kann um dann abzuwägen ob diese sinnvoll sind, oder nicht.

Gruß N.U.

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ich kann es jetzt nur aus sicht der GKV sagen... meine frau und ich waren beide GKV jeder für sich da beide arbeiten. Sie ist dann in Mutterschutz und jetzt 2 jahre ELternzeit in der sie nachwievor selbstversichert ist nur ohne einkommen und beiträge... unser kind ist auch über meine frau versichert... war alles kein problem und wir haben nahezu alle informationen von der Krankenkasse bekommen... die haben auch gesagt dass wir nicht familienversicherungen machen müssen sondern alles so bleiben kann wie es ist... ansonsten musst du mal bei der PKV von deinem mann anrufen und einfach mal nachfragen was man da alles machen kann... dafür werden die leute am telefon schließlich bezahlt^^

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Kommentar von Apolon
04.04.2016, 17:45

 meine frau und ich waren beide GKV

Und was hat dies jetzt mit der privaten Krankenversicherung eines Beamten zu tun  ????

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