Fragen zu Juden

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8 Antworten

Die Daten hatte die Gestapo aus den Akten der Jüdischen Kultusgemeinden. Die wurden aufgefordert, ihre Mitgliederkarteien abzuliefern und haben das auch brav und folgsam getan.

Aus diesem Grunde kamen auch einige Leute ungeschoren davon, die zwar jüdischer Herkunft waren, aber als konfessionell ungebeunden Personen evtl. nicht mehr in diesen Karteien waren. Ich kenne selbst eine Familie, deren Grossvater bei den Quäkern Mitglied war und daher schon lange aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten war. Er wurde später wie jeder Deutsche zur Wehrmacht eingezogen und sogar zur SS. Als geborener Jude!

Die Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinden und ihrer Reichsführung mit der Gestapo war es, was die totale Erfassung der Juden erst möglich machte.

Genaueres kannst Du bei Raoul Hilberg, die Vernichtung der europäischen Juden, nachlesen. Ein Klassiker,der schon 1963 veröffentlicht wurde.

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Die Religionszugehörigkeit der Einwohner Deutschlands wurde in Volkszählungen 1933 und 1939 erhoben. 1939 mussten sogar Angaben zu allen vier Großelternteilen gemacht werden. Auf Falschangaben standen Gefängnisstrafen. Aus den Volkszählungsdaten wurde eine umfassende Judenkartei erstellt. Einzelheiten siehe unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Volksz%C3%A4hlung_im_Deutschen_Reich_1939

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aus den Zivilstandsregistern des Staates, dort war religion normalerweiser angegeben und aus den Mitgliedsregistern, Geburtenregistern der jüdischen Gemeinden. die wurden beschlagnahmt und ausgewertet.

Deshalb musste man probieren, sich einen falschen Pass mit nicht-jüdischer Identität zu besorgen.

Im Krieg hatten nicht mehr alle Leute Papiere, da konnte man ev. auch ohne Pass durchschlüpfen. Aber grundsätzlich konnte die Polizei auch Angaben überprüfen. Es war aber nicht so einfach, wie es heute ist, mit computer, etc.

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Die haben einfach gesagt, wenn der Vater oder die Mutter Juden sind ist das Kind Jude, sogar nicht beschnittene Männer, die christlich getauft waren.

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Sie haben jeden Juden befohlen einen gelben Stern als Kette zu tragen, so haben sie Juden erkannt und nicht wegen körperliche Merkmale.

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"J" für Jude In allen jüdischen Pässen musste gut sichtbar der Stempel "J" stehen. In Pässen und anderen Dokumenten mussten jüdische Männer den Namen "Israel" und jüdische Frauen den Namen "Sara" einfügen. So sollte es Juden unmöglich gemacht werden, ihre Identität zu verheimlichenl.

Quelle: Buch Holocaust von Angela Gluck Wood

Auf der Strasse mussten sie ja sowiso immer einen Davidstern tragen.

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das stand doch damals in den Papieren jeder person.

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