Fragen zu Japan

4 Antworten

Manga-Fans: Wie die ehrenwerten Mitfraganten eigentlich schon sagten, finden sich bunte und auffällige Fans von Manga und Anime vor allem unter den Jugendlichen.

Spätestens mit dem Eintritt in den Berufsalltag wird von der Gesellschaft erwartet, sich konventionell und den allgemeinen Regeln folgend zu verhalten.

Diese Subkulturen beschränken sich in der Regel auch auf entsprechende Szene-Gebiete - man läuft also nicht ständig kostümierten Cosplay-Teenies über den Weg.

Otaku: Der Begriff "Otaku" der in Deutschland von einigen Manga-Fans stolz als eine Art Selbstbezeichnung geführt wird, ist in Japan keineswegs so positiv.

Nicht zuletzt aufgrund der so genannten "Otaku-Morde" ist diese Bezeichnung eher negativ geprägt und beschwört das Bild eines fanatischen, exzentrischen und vielleicht sogar potentiell gefährlichen "Freaks".

Der umgekehrte Trend - Otaku als "coole" Bezeichnung zu sehen, setzt sich zwar durch die Kontakte zwischen westlichen und japanischen Manga-Fans langsam fort, ob diese Bedeutungsverschiebung aber auch in Japan funktionieren wird, oder wieviel Zeit sie benötigt, bleibt abzuwarten

Frauen und Berufe in Japan: Das vermutlich klassische Bild der Büroarbeit in Japan ist die Vorstellung von der OL (Office Lady), die dem Angestellten (Salaryman) Getränke serviert und Papierstapel kopiert und auch sonst , wenig anspruchsvolle Arbeiten zugesprochen werden.

Allerdings hat dieses Bild längst keine absolute Gültigkeit mehr, wie das manchmal von Hardcore-Feministinnen angeführt wird. Nicht zuletzt Japans wirtschaftliche Änderungen führten auch zu einem Anstieg von Frauen im Berufsleben.

Tatsächlich will die derzeitige Regierung beispielsweise bis 2020 die Zahl weiblicher Angestellter, die nach einer Geburt wieder ins Berufsleben zurückkehren von bislang nur 38 auf 55 Prozent erhöhen.

Eine Geburt bedeutete somit bislang meist das gänzliche Ausscheiden vom Arbeitsmarkt, so dass die Zuteilung von wenig bedeutsamen Arbeiten durchaus sinnvoll war - "wer eh Kinder kriegt, braucht keine Karriereleiter"

Um die Kindererziehung trotz des neuen Trends arbeitender Mütter zu gewährleisten, wurde die "Ikumen-Kampagne" ins Leben gerufen, mit den Vätern die Rolle als "Kinder großziehender Mann" (Ikumen) schmackhaft gemacht werden soll.

Das Ziel der Regierung ist es, bis 2020 die Zahl dieser kindererziehenden Männer (ikumen) auf 13 Prozent anzuheben.

Trotz all dieser Pläne auf dem Papier sieht die Realität vielfach immer noch das traditionelle Rollenbild, in dem Männer eine gesellschaftlich höhere Position gegenüber Frauen haben

Japanerinnen und ausländische Männer: Viele interkulturelle Ehen scheitern vermutlich an den falschen Vorstellungen, die westliche Männer von asiatischen Frauen haben.

Statt einer fügsamen, devoten Sklavin treffen sie mit Japanerinnen auf Menschen, die sich sehr diplomatisch und zurückhaltend verhalten können - letzten Endes jedoch das erhalten was sie wollen und sich als harte Haushaltsgeldverwalterinnen herausstellen.

Es muss also deutlich unterschieden werden, zwischen dem Bild, dass die Frauen vermitteln, um ein angenehmes Gefühl zu vermitteln und ihren tatsächlichen Einflussnahme.

Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass zumindest in Japan einige Männer ohne ihre gut kalkulierenden, vorausdenkenden und wirtschaftlich geschickten Frauen, ziemlich dumm dastehen würden.

Für viele Westler sicher ein Gegensatz zum bisherigen Bild der Japanerin.

Kawaii-Girls: Die "Niedlichkeit" oder das was man dafür hält, ist in Japan wirklich auf die Spitze getrieben worden und so wird das ganze natürlich auch als Marketing-Element genutzt.

Dennoch haben natürlich auch Mädchen die den neusten Klimbim und Schnickschnack mit sich tragen, etwas anderes zu tun, als niedlich aus der Wäsche zu gucken.

An kollektives Kichern sollte man sich dennoch gewöhnen, auch wenn das ganze weit weniger offensiv ist, als oft dargestellt (...oder man hat sich so sehr dran gewöhnt, das es gar nicht mehr auffällt).

Allerdings gilt auch hier: Die ganzen "Kogal", "Gyaru", "Yamamba" und sonstige Mädchen-Subkulturen erledigen sich spätestens, wenn mit weiterführender Schule, Berufsleben und/oder Ehe der Ernst des Lebens Einzug hält.

Hoffe, die Antwort war hilfreich. :-)

Äusserst informativ und wahrscheinlich aus der eigenen Erfahrung geschrieben! RICHTIG GUTER BEITRAG. Vorallem kann man hier richtig gut sein (mein) gefährliches Halbwissen auffrischen!

Danke! Ich hasse Halbwissen wie die Pest und auch die Gesellschaft der Erwachsenen verspotten Idioten mit Halbwissen.

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@Karma121

Vielen Dank für das Lob, aber sicher sind auch meine Erfahrungen und mein Wissen sowohl korrektur- als auch ergänzungsbedürftig.

Da ich nicht dauerhaft einem Beruf in Japan nachgehe, sind die Berufsangaben sicher noch durch Personen zu verbessern, die auf dem aktuellen Stand sind.

Ich kenne außerdem niemanden, der die Weisheit mit Stäbch..äh...Löffeln gefressen hat. ;-)

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Nein, wenn man sich normal benimmt kein Thema (und nicht schreiend auf etwaige Anime Läden zuläuft)

Ja (nicht mehr so wie früher aber trotzdem ist Geschlechtertrennung deutlich spürbar)

Nein (Japaner sind allgemein sehr zurückhaltend.Du wirst mal den ein oder anderen "aufgedrehten" sehen, aber in der Regel ist das nicht so. Und Japan ist kein Land für Otakus wo jedes Mädel wie ein süßes Püppchen rumrennt.

Danke, das habe ich mir natürlich schon gedacht, dass alles nicht wie in Mangas und Animes ist.

Vielen Dank für deine Antwort.

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Animefans werden in Japan als "freakig" angesehen. Krasse Ironie nicht? Wenn man bedenkt das diese bekannten Dinger aus Japan kommen. ;)

Ja Frauen werden dort nicht so gut behandelt wie in Deutschland. Wobei Deutschland wirklich eines der tolerantesten Länder gegenüber Frauen ist was es gibt. Also Frauen mangelt es in Deutschland wohl am wenigsten ne? ^^

Aber zurück zu Japan. Ja Frauen kriegen dort nicht immer den Arbeitsplatz den Männer bekommen würden. Aber BITTE kein Grund jetzt die Feministin raushängen zu lassen und hier herumzuschreien ja?

Das die Japaner generell sehr freakig sind ist nichts neues. Die sind sehr verrückt bzw was wir verpönen ist für sie normal. Wie das rülpsen beim Essen (IM RESTAURANTE) als Kompliment an den Koch geht! Eigentlich geben sich die meisten sehr zurückhaltend. Viele sind aber so innerlich wie von mir beschrieben. Musst dir mal die AnimeConventionen ansehen. :D

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