Fragen zu gesunder Ernährung?

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4 Antworten

Kann man komplett ohne Zucker Leben (bzw. wie sieht es mit Fruchtzucker aus)?

Nein, außer du ernährst dich von Luft.

Obst und Gemüse (natürlich in möglichst unverarbeiteter Form) sollte ja grundsätzlich Gesund sein, aber gibt es Sachen die man (im regelmäßigen Verbrauch-) meiden sollte?

Nicht unbedingt. Außer du hast bspw. Unverträglichkeiten oder Allergien.

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Ohne nun explizit auf deine weiteren Fragen einzugehen nenne ich dir folgendes:

Gesund ist generell, wenn du...

  • ...deinen Grundumsatz deckst
  • ...deine Mikronährstoffe ausreichend zuführst
  • ...deine Makronährstoffe möglichst optimal verteilst (dge empfiehlt etwa: 30% Fett, 15% Eiweiß, 55% Kohlenhydrate; ich persönlich schraube die Eiweißzufuhr noch etwas hoch, einer gesunden Niere schadet das im Übrigen nicht)
  • ...keinen längerfristigen Kalorienüberschuss erzeugst (je nach Ziel)

Es empfiehlt sich daher etwa 80-90% der Gesamtkalorienaufnahme von unverrabeiteten Lebensmitteln zu beziehen, oft auch als "clean" genannt - zum Rohköstler solltest du allerdings nicht mutieren.

Jedes Extrem ist schlecht. Auch "zu gesund" leben zu wollen ist nicht gut für dich. Jedes Extrem geht mit der Gefahr einher eine Essstörung zu entwickeln. Die Gefahr besteht tatsächlich auch hier.

Orthorexia nervosa wäre hier der "Fachbegriff".

Der Ausdruck Orthorexia nervosa bezeichnet ein populärwissenschaftliches Schlagwort für eine vermeintliche Essstörung, bei der die Betroffenen ein quasi krankhaft ausgeprägtes Verlangen hätten, sich möglichst „gesund“ zu ernähren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Orthorexia_nervosa

Zwar gilt der Zwang zu gesunder Ernährung (noch) nicht als Krankheit wie Bulimie oder Magersucht. Trotzdem können Mangelernährung und soziales Abseits drohen.

Demnach sind die Anzeichen von Orthorexie nicht immer eindeutig. An erster Stelle stehen für Betroffene Gesundheit und Ernährung. Sie überlegen oft stundenlang, ob und welche Nahrung sie heute zu sich nehmen, woher die Nahrungsmittel stammen, ob sie bestimmte Inhaltsstoffe enthalten – womöglich Spuren von Zucker oder Weißmehl, Gluten und Fruktose.

Orthorektiker unterwerfen sich diesen strengen Regeln, obwohl bei ihnen zumeist gar keine Allergie oder Unverträglichkeit vorliegt. Akribisch forschen Betroffene nach, ob es sich tatsächlich um Bio-Ware handelt. Andere Orthorektiker wiederum planen und prüfen ganz genau, wie viel Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett sie mit einer Mahlzeit zu sich nehmen.

Von gesundem Essen besesse

In seinem Wahn, sich gesund zu ernähren, misstraut der Orthorektiker häufig allem, was er nicht selbst von sicherer Quelle erworben oder hergestellt hat. Deshalb nimmt er sich seine gesunde Ration mit, wenn er unterwegs ist, in die Arbeit und sogar auf Einladungen.

Ist dieses Verhalten für Familie, Kollegen und Freunde meist schon belastend genug, versuchen Orthorektiker im zweiten Schritt häufig, andere von ihrem Ernährungswahn zu überzeugen. Wer beim Essen einem Menschen mit Orthorexie gegenübersitzt, der ständig das eigene Essverhalten kritisiert und an jedem Bissen herummäkelt, fühlt sich unangenehm bedrängt. Denn der Orthorektiker fühlt sich allen anderen überlegen, die sich normal ernähren und will sie von seiner "Essensreligion" überzeugen.

https://www.lifeline.de/essstoerungen/orthorexie-id146045.html

"Gesund" ist also auch immer ein ausgeglichenes Verhältnis. Wenn du also 80-90% deiner Gesamtkalorienzufuhr aus großteils unverarbeiteten Lebensmitteln beziehst und damit auch die o.g. Punkte in etwa erfüllst kannst du den Rest, also etwa 10-20%, auch gut und gerne durch Süßigkeiten, Fast-Food etc. decken. Das wäre immernoch gesund, du würdest nicht zunehmen und wirst nicht krank.

Ich hoffe ich konnte dir mit meiner etwas anderen Antwort weiterhelfen. Auch wenn sie nicht auf jede einzelne Frage explizit einging und zudem etwas von den Standard Antworten abweichen wird.

Alles Gute!

Lg

HelpfulMasked

Frage 1: Ja. Fruchtzucker ist nicht gesünder als normaler Zucker. Er ist halt nur oft in kalorienarmem Obst verpackt. Als purer Saft oder reiner Fruchtzucker ist er aber quasi dasselbe wie Softdrinks.

Leben ohne Zucker ist aber gesundheitlich nicht nötig. Leben OHNE Kohlenhydrate ist quasi-unmöglich, mit relativ wenig Kohlenhydraten geht.

Frage 2: Fisch und Eier sind nichts übertolles, aber gutes Essen. Man kann ohne Probleme beides nicht essen. Eine Konsumgrenze ab der es ungesund ist kann man kaum genau nennen. Normalerweise kann man beides auch tägöich essen. Die Form ist egal.

Frage 3: Alle drei.

Frage 4: ....nicht dass ich wüsste. Abwechslung schadet nie.

Frage 5: keine Ahnung. Ich steh auf klassische Küche, die ist auch nicht immer ungesund.

Versuche es Vegan :)

- Da fallen gleich die ganzen ungesundem Fette, Cholesterin etc. weg.

- Dann achte einfach möglichst viel frisches Obst, Gemüse, Nüsse, Samen etc.

- viel frisch kochen

- möglichst abwechslungsreich

- achte vermehrt auf mehrjährige Pflanzen zum konsumieren (z.B. Nüsse anstatt Weizen)

- versuche Getreide nicht zu häufig zu konsumieren, das sind Kohlenhydrate die im Körper zu Zucker werden

- du kannst auf weißen, braunen oder Rohrohrzucker verzichten, aber es ist sehr schwierig es komplett zu tun, da fast überall was drin ist. Du kannst dich aber drauf beschränken nur das nötigste zu nehmen das du brauchst wo eben Zucker drin ist. Benutz zum süßen vermehrt Fruchtsüße oder Dinge wie Agavendicksaft

- einfach viiiel trinken!

Alles in allem fühlt man sich mit vegan einfach freier und leichter. Eine Last fällt ab, es ist extrem gesund (Krebsrisiko wird fast komplett eliminiert, ebenfalls Diabetes, Osteoporose und solche Geschichten) und nebenbei macht man noch die Welt ein kleines Stückchen besser.

Last but not least: Wenns dich mal überfällt lass es zu, so ein bisschen Junk-Food ab und zu hat noch niemandem geschadet. In Maßen nicht in Massen ist die devise ;)

Falls ich was vergessen habe, du fragen hast oder ein paar geile Rezepte willst, meld dich einfach :)

1. Ja, man kann ohne Zucker leben, ist aber in der heutigen Zeit relativ schwierig, da in verarbeiteten Lebensmittel immer und überall Zucker drin ist.

2. Bei Fisch stellt sich die Frage nach der Belastung mit langfristig gesundheitsschädigenden Schwermetallen.

3. Kokos-Milch und Natur-Joghurt sind sicher gesund. Allerdings sind das regelrechte Kalorienbomben. Wenn jemand also auch auf sein Gewicht achten muss, diese Produkte eher in Massen zu sich nehmen. 
Vollkornbrot ist das beste Brot, das man essen kann. Dabei aber sicherstellen, dass es wirklich Vollkorn ist. Vollkornbrot darf laut Lebensmittelverordnung bis zu 50% Weissmehl enthalten. Am besten selber machen.

Man kann auch ohne Kohlehydrate leben. Indigene Völker wie die Inuit lebten Jahrtausende lang nur von Fisch und Robbenfleisch. Da wo die Inuit leben, wächst kein Gemüse.

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