Fragen zu chemie: Kat-ionen

5 Antworten

Zum Ionenbegriff

Also dein Quelltext ist da etwas schwammig. Ionen sind da eigentlich nicht, denn von einem Ion spricht man nur, wenn ein Elektron weg ist oder eins dazugekommen ist. Das ist bei elementaren Metallen ja nicht der Fall. Die Eletronen sind noch da. Sie sind nur nicht einem Atom fest zugeordnet, sodass man besser von "Atomrümpfen" oder so sprechen sollte.

Zu Frage 2

I) Du beziehst dich sicherlich auf das Splittern eines Salzkristalls (z.B. wenn man mit nem Hammer drauhaut): Hier wird durch Krafteinwirkung von Außen eine Kristallschicht verschoben, sodass nun plötzlich gleichnamige Ladungen (Ionen) sich gegenüberliegen. Diese stoßen sich ab und es kommt zum Bruch.

II) Generell kann man ja alle Feststoffe irgendwie brechen nur das passiert auf atomarer Ebene dann dadurch, dass die Krafteinwirkung von außen größer ist, als die Kraft, die die Atome zusammenhält. Das können dann allerdings verschiedene Kräfte sein, die da auf atomarer Ebene wirken.

III) Im Falle des Metalls hat dein Quelltext dann aber doch noch eine Antwort: Da die Elektronen als "Gas" zwischen den Atomrümpfen hin- und herwabern, können sie sich - im Gegensatz zu den negativen Ladungen in einem Salzkristall - superschnell an die veränderte Lage der Atomrümpfe anpassen, sodass es nicht zu einem Zusammenstoßen gleichnamiger Ladung kommt, wenn man ein Metall (maßvoll) verbiegt. ( * ) Bei einem Salzkristall sind die negativen Ladungsträger (Anionen) fest und könne sich nicht anpassen.

( * ) Wenn man natürlich zu kräftig biegt (man kennt die Handwerkerregel: Nach fest kommt kaputt!), tritt Fall II) in Kraft.

Zu Frage 1

Studiere den Text oben und stelle fest, dass es a) keine Kationen, sondern höchstens Atomrümpfe gibt und 2) dass diese sich durch das Biegen verschieben.

Ich hoffe, das hat die Frage beantwortet! ;)

LG

MCX

1: wenn man metall mit einem harten gegenstand bearbeitet verformt es sich und bricht nicht.

Dies stimmt nicht für jedes Metall bei Raumtemperatur, Bismut z. B. verformt sich nicht, sondern splittert bei entsprechender Schlagstärke. Bei von RT abweichenden Temperaturen sind auch andere Metalle, welche bei RT verformbar sind, spröde, Zinn z. B. ab etwa 162 °C.

wie verändern sich die kationen bei der bearbeitung?

Welche Kationen? Metallbindung kennt keine Kationen.

Doch, auch die Metallbindung kennt Kationen.

" Metallbindung

Da bei einer Metallbindung alle Bindungspartner Metalle sind, geben auch alle Atome Valenzelektronen ab. Die dadurch entstandenen Metallkationen werden durch die jetzt frei beweglichen Elektronen (das sog. Elektronengas) zusammengehalten, es entsteht ein Metallgitter. Im Gegensatz zur Ionenbindung bildet sich das Gitter bei einer Metallbindung verschiedener Elemente im Allgemeinen nicht stöchiometrisch aus. Metalle sind daher allesamt elektrisch leitfähig (Leiter 1. Ordnung), gut verformbar (duktil), gute Wärmeleiter und von metallischem Glanz (vgl. Abbildung Kupfer)."

http://www.chemie.de/lexikon/Chemische_Bindung.html

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Hallo,

ich stimme KittyWu zu: Ein Metall, das keine Bindung eingeht, also ein reines Element, besitzt keine Kationen.Außerdem findet bei der Verformung keine chemische Reaktion, sondern ein physikalischer Prozess statt.Mit den Atomen geschieht nichts, die Lage von einzelnen wird lediglich verändert.

Die Antwort, wieso manche Metalle nicht zerbrechen, ist, dass die Metalle allgemein sehr stabil sind.

Keine Kationen? In einer Metallbindung liegen Kationen und delokalisierte Elektronen vor oder nicht?

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@valentin301

Nein, man spricht dabei auf jeden Fall nicht von Kationen. Kationen lösen sich auch in Wasser, ein Stück Eisen tut das nicht.

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@Zagdil

Aber klar doch: Kationen und delokalisierte Elektronen ("Elektronengas"), das ist Metallbindung

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@valentin301

In einer Metallbindung liegen Kationen und delokalisierte Elektronen vor oder nicht?

Ja. Tertium non datur.

Nein. Da gibt es ebensowenig Kationen wie bei den delokalisierten Elektronen in aromatischen Verbindungen.

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@cg1967

Da gibt es ebensowenig Kationen wie bei den delokalisierten Elektronen in aromatischen Verbindungen.

Dieser Vergleich hinkt, denn die delokalisierten Elektronen in einer Elektronenpaarbindung sind so nicht mit denen in der Metallbindung zu vergleichen. In ersterer werden sie nicht abgegeben, sondern verändern nur ihren Aufenthaltsraum. In einer Metallbindung werden sie aber abgegeben. So entstehen positiv geladene Atomrümpfe, Kationen.

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