Fragen rund um" Hartz 4"

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5 Antworten

ALG II wird Ende Dezember nochmal gezahlt. Wenn Dein Kollege Ende Januar 2014 Lohn bekommt, muss er es allerdings zurückzahlen - das ist auch in Raten möglich. Erhält er erst im Februar Geld, muss er nichts zurückzahlen.

"Das Überbrückungsgeld wird für die Dauer von sechs Monaten geleistet."

http://www.sozialhilfe24.de/gesetze/anspruch-auf-ueberbrueckungsgeld/anzeigen488.html

Von Zurückzahlen steht da nichts.

Einstiegsgeld ist eine KANN-Leistung. Wenn also der Jobcentermitarebeiter "Nein" sagt, gibts auch nichts.

Kannst Du nachlesen bei

gegen-hartz.de/hartz-4-ratgeber/einstiegsgeld-bei-hartz-iv.html

Scaver 28.11.2013, 01:52

Richtig, Überbrückungsgeld muss man nicht zurück zahlen. Bekommt man aber nur als Existenzgründer, also wenn man sich Selbständig macht.

Steht so auch in deinem Link:

§57 Anspruch auf Überbrückungsgeld (1) Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden oder vermeiden, haben zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung Anspruch auf Überbrückungsgeld.

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Die ALG2 Leistung ist eine Vorauszahlung. Das Geld muss lt. Gesetz am 01. des Monats für diesen Monat zur Verfügung stehen.

Aber ja, er bekommt für Januar noch das Geld und muss es in der Regel auch nicht zurück zahlen, da er vermutlich erst im Februar sein erstes Gehalt bekommen wird, da Gehalt ja immer rückwirkend gezahlt wird.

Überbrückungsgeld ist etwas anderes und gibt es nur für Existenzgründer, also Leute, die sich Selbständig machen. Für den Januar bekommt er seine normale ALG 2 Leistung weiter.

Einstiegsgeld ist eine Ermessensleistung, über deren Gewährung der Fallmanager entscheidet. Es besteht kein einklagbarer Rechtsanspruch darauf.

bekommt man/ er die Leistungen (Hartz 4) am 31.12.2013 nochmal ausgezahlt

Formal betrachtet muss es zwar ausgezahlt werden, aber falls im Januar Einkommenszufluss zu erwarten ist, kann es gut sein, dass der Sachbearbeiter die Leistungen vorläufig einstellt, da Rückforderungen eine nervigere Sache sein können, als Nachzahlungen

Meine also/ meine Frage ist:bekommt man das Geld immer rückwirkend, oder im voraus?

Im Voraus

würde ihm ZUSÄTZLICH zum Überbrückungsgeld "Einstiegsgeld" zustehen (Geldleistung der ARGE, die meist über einen Zeitraum von einem halbem Jahr gezahlt wird)?

Nein

Zu Überbrückung einer Deckungslücke am Monatsanfang kann er einen Darlehensantrag stellen; ist in der Regel kein Problem.

sind dann evtl. Minimalraten möglich?

Was sind Minimalraten? 10€, 20€?
Kann er vergessen. Unter 40€ wird da nicht viel gehen. Und fällt er dank seines Einkommens deutlich aus dem Leistungsbezug, wird es mit Sicherheit mehr werden.

Scaver 28.11.2013, 01:50

Zu Überbrückung einer Deckungslücke am Monatsanfang kann er einen Darlehensantrag stellen; ist in der Regel kein Problem.

Stimmt nicht, dafür ist das Einstiegsgeld da!

Was sind Minimalraten? 10€, 20€? Kann er vergessen. Unter 40€ wird da nicht viel gehen. Und fällt er dank seines Einkommens deutlich aus dem Leistungsbezug, wird es mit Sicherheit mehr werden.

Auch falsch. Theoretisch kann ALLES vereinbart werden, mit dem der Sachbearbeiter und der Leistungsbezieher einverstanden sind. Ob 10 oder 100 Euro im Monat... egal. Es gibt aber eine gesetzliche Deckelung über die der Sachbearbeiter nicht gehen kann, wenn der Leistungsbezieher dagegen ist und das sind 10% des Regelsatzes. Der Regelsatz liegt bei 384 Euro, 10% sind 38,40 Euro.

Unter 40 Euro geht also IMMER!

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Ja, er bekommt die Hilfe nochmal ausgezahlt und das Geld wird im vorraus angewiesen. Zu deinen restlichen Fragen kann ich leider keine genaueren Angaben machen

Hi,

meiner Kenntnis nach bezahlen Sie im Voraus.

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