Fragen bzgl. Religion ( Theodizee- frage )

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Leid lenkt uns in die Richtung die Gott uns gehen lassen will. Das muss nicht immer so sein, aber es ist auch ein Mittel, dessen Gott sich bedient. Viele heutige Christen sind auch durch Leid überhaupt erst zur Erkenntnis der Wahrheit gekommen die sich Gott für jeden Menschen von Herzen wünscht (1. Timotheus 2, 1-4). Wir sollen als Kinder Gottes nicht leidensscheu sein. Schon allein der Umstand, daß wir einen ''Schatz in irdenen Gefäßen'' haben (2. Korinther 4,7) lässt uns leiden. Wir leben in einer verkehrten, gottesfeindlichen Welt, in einem zur Sünde neigenden Körper. Wir werden krank, sind angefochten und nicht wenige halten Christen für fromme, einfältige Spinner. Das alles lässt uns leiden. Aber es stärkt letztlich auch unseren Glauben und bestätigt unsere Gotteskindschaft. Und wo wir Fehler machen, oder manchmal vergessen wer wir sind und wovon Gott uns in seiner Gnade und Liebe befreit hat, da macht uns der HERR durch seine Erziehungsmaßnahmen wieder klar, daß er unser Bestes will und dies nicht in der Welt oder mir selbst zu finden ist, sondern allein in Gottes Nähe und durch den Glauben an seine Wahrheit und sein Reich (Matthäus 6,33).

Das Leben der Christen ist sinnvoll - auch wenn sie das manchmal, wenn sie leiden, nur schwer glauben können oder auch wollen. Aber es ist Gottes Versprechen, daß seinen erlösten und erkauften Kindern alles zum Besten dienen muss (Römer 8,28). Paulus betonte, daß wir dies als von Gott nach seinem Ratschluss Berufene wissen dürfen. Alle Ehre gehört Gott. Die Auferstehung ist der Beweis der Vergebung der Sünden. Ohne Auferstehung wäre alles sinnlos, weil man dann unerlöst bleiben würde. Aber Jesus ist auferstanden! Und die Gläubigen sind mit ihm gestorben und mit ihm auferstanden. Jesu Leiden am Kreuz und seine leidvolle, aber treue Mission in dieser gottesfeindlichen Welt ist letztlich für die Christen zum Heil geworden. Und wer Jesus nun nachfolgt, der leidet auch in mancherlei Hinsicht. So wie es Jesus ergangen ist, so auch seinen Nachfolgern. Sicherlich niemals so wie Jesus gelitten hat, aber jeder auch auf seine Weise und wie er es ertragen kann - Gott wacht darüber. Es nennt sich Heiligung, ohne die man Gott nicht sehen wird. Alles Gute.

Warum erlaubt Gott, dass Christen leiden?

Dies ist eine schwer zu beantwortende Frage, besonders dann, wenn sie in einer Zeit physischer, emotionaler oder finanzieller Verzweiflung gestellt wird. von David Larry

Als Diener von Jesus Christus werden wir oft gebeten, Menschen Trost zu spenden, wenn sie durch verschiedenartige Leiden gehen. In Leidenszeiten werden wir gebeten, Nahrung, Unterkunft oder Kleidung zu spenden. Aber in Zeiten des Leidens werden wir auch zusätzlich zur Bitte um Behebung physischer Not manchmal auch um eine Erklärung gebeten zur Frage, warum Gott erlaubt, dass Christen leiden. Dies ist eine schwer zu beantwortende Frage, besonders dann, wenn sie in einer Zeit physischer, emotionaler oder finanzieller Verzweiflung gestellt wird. Manchmal wird die Frage auf solch eine Weise gestellt, dass der Charakter Gottes in Frage gestellt wird.

Die Vorstellung von leidenden Christen in einer industrialisierten, westlichen Kultur ist oft ganz anders als die von leidenden Christen in einer wirtschaftlich ärmeren Region dieser Welt. Was sollte als Christen unsere Erwartung in Bezug auf Leiden sein? Einigen Christen wird beigebracht, dass ihnen, sobald sie Christen werden, in ihren Leben kein Leid mehr zustoßen sollte. Ihnen wird beigebracht, dass Leiden von Christen durch Glaubensmangel verursacht wird.

Hebräer 11 wird oft das „Glaubenskapitel“ genannt. Darin werden gewisse Menschen wegen ihres vertrauenden Glaubens gelobt. Unter den Menschen, die in Hebräer 11 aufgeführt sind, sind solche, die Not litten, die verfolgt, misshandelt, gefoltert, geschlagen und getötet wurden (Heb 11, 35-38). Es ist eindeutig, dass ihr Leiden nicht durch Vertrauensmangel verursacht wurde, da sie im „Glaubenskapitel" aufgeführt sind.

Leiden ist eine Folge der Sünde. Aber nicht alles Leiden ist ein direktes Ergebnis der Sünde im Leben des Christen. Während seines irdischen Dienstes stieß Jesus auf einen Mann, der blind geboren war. Die Jünger baten Jesus darum, den Ursprung der Sünde zu identifizieren, die verursacht hatte, dass der Mann blind geboren wurde. Die Jünger nahmen an, dass das Leiden von der Sünde des Mannes oder vielleicht von der Sünde seiner Eltern verursacht wurde, da der Mann blind geboren wurde. Als Jesus darum gebeten wurde, die Sünde zu identifizieren, die die Blindheit verursacht hatte, antwortete er: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden" (Joh. 9,1-4). Manchmal erlaubt Gott Leiden im Leben von Christen, um eine Gelegenheit zu geben, das Evangelium von Jesus Christus zu präsentieren.

Die Christen, die im ersten Jahrhundert lebten, erwarteten sicher kein christliches Leben ohne Leiden. Der Apostel Petrus schrieb folgendes an seine Brüder und Schwestern in Christus (1.Pet. 4,12-16): „Geliebte, laßt euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges; sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit[der Geist] Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht. Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt; wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache!“

Leiden sollten im Leben eines Christen nichts Unerwartetes sein. Gott entfernt das Leiden nicht immer aus unserem Leben. Der Apostel Paulus litt unter Schmerzen. Er bat Gott dreimal darum, ihm dieses Leiden wegzunehmen. Aber Gott entfernte das Leiden nicht, weil das Leiden ein Werkzeug war, das Gott verwendete, um den Apostel Paulus für seinen Dienst vorzubereiten (2.Kor. 12,7-10). Gott entfernt nicht immer unser Leiden, aber wir wissen, dass Gott uns durch unser Leiden tröstet und stärkt (Phil 4:13).

Manchmal kennt nur Gott den Grund für unser Leiden. Gott hat eine Absicht für unser Leiden, ungeachtet, ob er uns seine Absicht enthüllt. Wir wissen, dass Gott unser Leiden zu unserem Besten und zu seinen Ruhm gebraucht (Röm. 8,28). Als Gottes Diener sind wir nicht in der Lage, die Frage zu beantworten, warum Gott Leiden in jeder besonderen Situation zulässt, aber wir wissen, dass Gott erhaben ist und alle Situationen vollständig unter Kontrolle hat (Dan. 4,25). Und dieser Gott wird von Liebe motiviert, weil Gott Liebe ist (1.Joh. 4,16).

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Wir wissen, dass uns Gott mit einer bedingungslosen Liebe liebt (1.Joh. 4,19) und dass Gott uns niemals aufgibt oder verlässt (Heb. 13,5b). Während wir unseren leidenden Brüdern und Schwestern dienen, können wir ihnen authentisches Mitgefühl und Unterstützung erweisen, indem wir uns in ihren Prüfungen um sie kümmern. Der Apostel Paulus erinnerte die Kirche in Korinth daran, einander in Zeiten des Leidens zu trösten.

Er schrieb (2.Kor. 1,3-7): „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unsrer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.

Haben wir Bedrängnis, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung, die sich wirksam erweist in standhafter Erduldung derselben Leiden, die auch wir erleiden; werden wir getröstet, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung; und unsre Hoffnung für euch ist gewiß, da wir wissen: Gleichwie ihr Anteil an den Leiden habt, so auch am Trost.“

Die Psalmen sind gute Ressourcen für jeden Leidenden; denn sie drücken Trauer, Frustration und Fragen zu unseren Prüfungen aus. Wie die Psalmen zeigen, können wir den Grund für das Leiden nicht sehen, aber wir kennen die Quelle des Trostes. Die Quelle des Trostes für alles Leiden ist Jesus Christus, unser Herr. Möge unser Herr uns stärken, während wir leidenden Menschen dienen. Möchten wir alle Trost in unserem Herrn, Jesus Christus, während Zeiten des Leidens suchen und bleiben wir in ihm bis zum Tag, wenn er permanent alles Leiden aus dem Universum entfernt (Offb. 21,4).

http://www.wcg.org/de/artikel/?id=322

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das lässt sich eigentlich nicht nur in einem satz zussamenfassen. wenn du dir die geschichte von hiob ansiehst, wirst du erfahren, dass er ein reicher mann war, viele töchter und söhne hatte und ein angesehener mann war und an gott (jahwe) glaubte. satan war der ansicht, dass er nur deshalb an gott glaubte, weil er dies alles hatte und bat gott um die erlaubnis hiob zu prüfen. er stürzte ihn ins unglück, tötete seine kinder, ließ das haus zusammenstürzen, die herden vernichten. hiob aber blieb seinem glauben treu, weil sein glauben an gott nbicht auf reichtum oder glück basierte. daraufhein liess der teufel von hiob ab und gott "schenkte" ihm wieder kinder und reichtum. 2. durch die auferstehung christi wird alles leid überwunden.

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... Richtig, und der Fall Hiobs lässt sich auf alle Menschen erweitern, denn Satan behauptete ja, die "Menschen" (also nicht nur Hiob) würden alles hergeben, wenn es um ihr Leben ginge, auch ihren Glauben - und deswegen müssen auch wir beweisen, dass wir unter Schwierigkeiten treu bleiben.

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