Fragen bzgl. Religion ( Theodizee- frage )

13 Antworten

Leid lenkt uns in die Richtung die Gott uns gehen lassen will. Das muss nicht immer so sein, aber es ist auch ein Mittel, dessen Gott sich bedient. Viele heutige Christen sind auch durch Leid überhaupt erst zur Erkenntnis der Wahrheit gekommen die sich Gott für jeden Menschen von Herzen wünscht (1. Timotheus 2, 1-4). Wir sollen als Kinder Gottes nicht leidensscheu sein. Schon allein der Umstand, daß wir einen ''Schatz in irdenen Gefäßen'' haben (2. Korinther 4,7) lässt uns leiden. Wir leben in einer verkehrten, gottesfeindlichen Welt, in einem zur Sünde neigenden Körper. Wir werden krank, sind angefochten und nicht wenige halten Christen für fromme, einfältige Spinner. Das alles lässt uns leiden. Aber es stärkt letztlich auch unseren Glauben und bestätigt unsere Gotteskindschaft. Und wo wir Fehler machen, oder manchmal vergessen wer wir sind und wovon Gott uns in seiner Gnade und Liebe befreit hat, da macht uns der HERR durch seine Erziehungsmaßnahmen wieder klar, daß er unser Bestes will und dies nicht in der Welt oder mir selbst zu finden ist, sondern allein in Gottes Nähe und durch den Glauben an seine Wahrheit und sein Reich (Matthäus 6,33).

Das Leben der Christen ist sinnvoll - auch wenn sie das manchmal, wenn sie leiden, nur schwer glauben können oder auch wollen. Aber es ist Gottes Versprechen, daß seinen erlösten und erkauften Kindern alles zum Besten dienen muss (Römer 8,28). Paulus betonte, daß wir dies als von Gott nach seinem Ratschluss Berufene wissen dürfen. Alle Ehre gehört Gott. Die Auferstehung ist der Beweis der Vergebung der Sünden. Ohne Auferstehung wäre alles sinnlos, weil man dann unerlöst bleiben würde. Aber Jesus ist auferstanden! Und die Gläubigen sind mit ihm gestorben und mit ihm auferstanden. Jesu Leiden am Kreuz und seine leidvolle, aber treue Mission in dieser gottesfeindlichen Welt ist letztlich für die Christen zum Heil geworden. Und wer Jesus nun nachfolgt, der leidet auch in mancherlei Hinsicht. So wie es Jesus ergangen ist, so auch seinen Nachfolgern. Sicherlich niemals so wie Jesus gelitten hat, aber jeder auch auf seine Weise und wie er es ertragen kann - Gott wacht darüber. Es nennt sich Heiligung, ohne die man Gott nicht sehen wird. Alles Gute.

Warum erlaubt Gott, dass Christen leiden?

Dies ist eine schwer zu beantwortende Frage, besonders dann, wenn sie in einer Zeit physischer, emotionaler oder finanzieller Verzweiflung gestellt wird. von David Larry

Als Diener von Jesus Christus werden wir oft gebeten, Menschen Trost zu spenden, wenn sie durch verschiedenartige Leiden gehen. In Leidenszeiten werden wir gebeten, Nahrung, Unterkunft oder Kleidung zu spenden. Aber in Zeiten des Leidens werden wir auch zusätzlich zur Bitte um Behebung physischer Not manchmal auch um eine Erklärung gebeten zur Frage, warum Gott erlaubt, dass Christen leiden. Dies ist eine schwer zu beantwortende Frage, besonders dann, wenn sie in einer Zeit physischer, emotionaler oder finanzieller Verzweiflung gestellt wird. Manchmal wird die Frage auf solch eine Weise gestellt, dass der Charakter Gottes in Frage gestellt wird.

Die Vorstellung von leidenden Christen in einer industrialisierten, westlichen Kultur ist oft ganz anders als die von leidenden Christen in einer wirtschaftlich ärmeren Region dieser Welt. Was sollte als Christen unsere Erwartung in Bezug auf Leiden sein? Einigen Christen wird beigebracht, dass ihnen, sobald sie Christen werden, in ihren Leben kein Leid mehr zustoßen sollte. Ihnen wird beigebracht, dass Leiden von Christen durch Glaubensmangel verursacht wird.

Hebräer 11 wird oft das „Glaubenskapitel“ genannt. Darin werden gewisse Menschen wegen ihres vertrauenden Glaubens gelobt. Unter den Menschen, die in Hebräer 11 aufgeführt sind, sind solche, die Not litten, die verfolgt, misshandelt, gefoltert, geschlagen und getötet wurden (Heb 11, 35-38). Es ist eindeutig, dass ihr Leiden nicht durch Vertrauensmangel verursacht wurde, da sie im „Glaubenskapitel" aufgeführt sind.

Leiden ist eine Folge der Sünde. Aber nicht alles Leiden ist ein direktes Ergebnis der Sünde im Leben des Christen. Während seines irdischen Dienstes stieß Jesus auf einen Mann, der blind geboren war. Die Jünger baten Jesus darum, den Ursprung der Sünde zu identifizieren, die verursacht hatte, dass der Mann blind geboren wurde. Die Jünger nahmen an, dass das Leiden von der Sünde des Mannes oder vielleicht von der Sünde seiner Eltern verursacht wurde, da der Mann blind geboren wurde. Als Jesus darum gebeten wurde, die Sünde zu identifizieren, die die Blindheit verursacht hatte, antwortete er: „Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern; sondern an ihm sollten die Werke Gottes offenbar werden" (Joh. 9,1-4). Manchmal erlaubt Gott Leiden im Leben von Christen, um eine Gelegenheit zu geben, das Evangelium von Jesus Christus zu präsentieren.

Die Christen, die im ersten Jahrhundert lebten, erwarteten sicher kein christliches Leben ohne Leiden. Der Apostel Petrus schrieb folgendes an seine Brüder und Schwestern in Christus (1.Pet. 4,12-16): „Geliebte, laßt euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges; sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt. Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen! Denn der Geist der Herrlichkeit[der Geist] Gottes ruht auf euch; bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht. Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden, oder weil er sich in fremde Dinge mischt; wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache!“

Leiden sollten im Leben eines Christen nichts Unerwartetes sein. Gott entfernt das Leiden nicht immer aus unserem Leben. Der Apostel Paulus litt unter Schmerzen. Er bat Gott dreimal darum, ihm dieses Leiden wegzunehmen. Aber Gott entfernte das Leiden nicht, weil das Leiden ein Werkzeug war, das Gott verwendete, um den Apostel Paulus für seinen Dienst vorzubereiten (2.Kor. 12,7-10). Gott entfernt nicht immer unser Leiden, aber wir wissen, dass Gott uns durch unser Leiden tröstet und stärkt (Phil 4:13).

Manchmal kennt nur Gott den Grund für unser Leiden. Gott hat eine Absicht für unser Leiden, ungeachtet, ob er uns seine Absicht enthüllt. Wir wissen, dass Gott unser Leiden zu unserem Besten und zu seinen Ruhm gebraucht (Röm. 8,28). Als Gottes Diener sind wir nicht in der Lage, die Frage zu beantworten, warum Gott Leiden in jeder besonderen Situation zulässt, aber wir wissen, dass Gott erhaben ist und alle Situationen vollständig unter Kontrolle hat (Dan. 4,25). Und dieser Gott wird von Liebe motiviert, weil Gott Liebe ist (1.Joh. 4,16).

Wir wissen, dass uns Gott mit einer bedingungslosen Liebe liebt (1.Joh. 4,19) und dass Gott uns niemals aufgibt oder verlässt (Heb. 13,5b). Während wir unseren leidenden Brüdern und Schwestern dienen, können wir ihnen authentisches Mitgefühl und Unterstützung erweisen, indem wir uns in ihren Prüfungen um sie kümmern. Der Apostel Paulus erinnerte die Kirche in Korinth daran, einander in Zeiten des Leidens zu trösten.

Er schrieb (2.Kor. 1,3-7): „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in all unsrer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, durch den Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. Denn wie die Leiden des Christus sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.

Haben wir Bedrängnis, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung, die sich wirksam erweist in standhafter Erduldung derselben Leiden, die auch wir erleiden; werden wir getröstet, so geschieht es zu eurem Trost und eurer Rettung; und unsre Hoffnung für euch ist gewiß, da wir wissen: Gleichwie ihr Anteil an den Leiden habt, so auch am Trost.“

Die Psalmen sind gute Ressourcen für jeden Leidenden; denn sie drücken Trauer, Frustration und Fragen zu unseren Prüfungen aus. Wie die Psalmen zeigen, können wir den Grund für das Leiden nicht sehen, aber wir kennen die Quelle des Trostes. Die Quelle des Trostes für alles Leiden ist Jesus Christus, unser Herr. Möge unser Herr uns stärken, während wir leidenden Menschen dienen. Möchten wir alle Trost in unserem Herrn, Jesus Christus, während Zeiten des Leidens suchen und bleiben wir in ihm bis zum Tag, wenn er permanent alles Leiden aus dem Universum entfernt (Offb. 21,4).

http://www.wcg.org/de/artikel/?id=322

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das lässt sich eigentlich nicht nur in einem satz zussamenfassen. wenn du dir die geschichte von hiob ansiehst, wirst du erfahren, dass er ein reicher mann war, viele töchter und söhne hatte und ein angesehener mann war und an gott (jahwe) glaubte. satan war der ansicht, dass er nur deshalb an gott glaubte, weil er dies alles hatte und bat gott um die erlaubnis hiob zu prüfen. er stürzte ihn ins unglück, tötete seine kinder, ließ das haus zusammenstürzen, die herden vernichten. hiob aber blieb seinem glauben treu, weil sein glauben an gott nbicht auf reichtum oder glück basierte. daraufhein liess der teufel von hiob ab und gott "schenkte" ihm wieder kinder und reichtum. 2. durch die auferstehung christi wird alles leid überwunden.

... Richtig, und der Fall Hiobs lässt sich auf alle Menschen erweitern, denn Satan behauptete ja, die "Menschen" (also nicht nur Hiob) würden alles hergeben, wenn es um ihr Leben ginge, auch ihren Glauben - und deswegen müssen auch wir beweisen, dass wir unter Schwierigkeiten treu bleiben.

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Wie kommt es eigentlich,dass bei Fragen, die auch nur im Enferntesten einen Anhaltspunkt für die persönliche Meinung des Fragestellers geben,"Gegner" antworten?

Also, das ist hier fast immer so, also praktisch bei fast allen Fragen von allen Usern, dass z.B. auf Fragen bzgl. Gott / Religion, wenn diese erkennen lassen, dass der Fragesteller religiös ist, überwiegend Atheisten antworten bzw. besser gesagt, ihre "Meinung" kundtun, dagegen ist es wahrscheinlich bei von Atheisten bzgl. religiöser Themen gestellter Fragen wahrscheinlich eher so, dass da überwiegend die Gläubigen antworten. Oder bei Politik, dass auf Fragen von Leuten, die eher sozialstaatlich und an Gerechtigkeit orientiert sind, meistens Leute mit neoliberalen und antisozialen Einstellungen antworten, wohingegen wahrscheinlich auf eine Frage, warum Reiche derzeit so hoch besteuert würden, eher die Befürworter von Vermögenssteuern antworten. Aber wie kommt das ? Eigentlich sollte man doch eher das Gegenteil annehmen,oder ?

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Wie können die verschiedenen Religionen das Theodizee-Problem lösen?

Ich bin überzeugter Agnostiker, d.h. ich bin weder Atheist noch Gläubiger, da man beides also sowohl eine Existenz noch eine Nicht-Existenz bewiesen kann. Ich persönlich schwanke aber eher zu Atheismus. Zu meiner Frage: wie können sowohl feste Gläubige aus jeder Religion aber auch Atheisten das "Theodizee-Problem" lösen. Dieses besagt: Warum gibt es Leid auf der Erde für Unschuldige? Wie zum Beispiel 2-Jährige Kinder in Syrien die durch Giftgas elendig sterben. Entweder ist Gott nicht allmächtig aber gütig, was für aber keinen Sinn macht, denn wie hätte er sonst die Welt erschaffen oder Gott ist allmächtig und könnte uns helfen, macht es aber nicht, weil er nicht gütig womit alle Religionen hinfällig wären. Also wie löst ihr das Problem ??

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Hiob im Koran und der Bibel?

Hey habe mal eine Frage,
schreibe demnächst mein Abitur in Religion. Ein Thema ist Theodizee und Hiob. Hierbei steht auf dem Erwartungshorizont „Hiob in Bibel und Koran“ habe mir beide Texte  durchgelesen aber keine gravierenden Unterschiede ausarbeiten können. Könnt ihr mir da helfen und vielleicht nochmal genau auf den Bezug von der Theodizee und Hiob eingehen wäre mir wirklich eine große Hilfe.
Danke im Voraus

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Theodizee neues Testament

hallo :) ich suche den Erklärungsversuch des neuen Testaments. Wenn ich google kommen keine verständlichen Antworten. Bis jetzt weiß ich nur das das Leid durch die Passion Christi erklärt wird aber soll das heißen, wenn Christus gelitten hat müssen wir auch leiden? Danke

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Wieso lässt Gott das ganze Leid zu?

Hallo,

Wir schreiben morgen eine Arbeit über die Theozidee Frage in Religion. Dort wird höchst wahrscheinlich ein Tsunami als Beispiel genannt und gefragt, warum Gott das ganze Leid zulässt. Möglicherweise müssen wir dies auch noch anhand des Judentums oder des Islams widerlegen.

Mich würde mal interessieren was ihr da antworten würdet.

Ich würde mich sehr über Antworten freuen.

MfG Javada

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