Fragen bzgl. Arbeitslosigkeit und Schwangerschaft

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du musst dem Amt nichts über deine Schwangerschaft sagen.

Du kannst aber geltend machen das eine Maßnahme nicht in dieser Form erforderlich ist, da entsprechende Defizite bei dir nicht gegeben sind.

Im gesammten SGB II und den dazugehörigen weiteren Büchern findest du keine Stelle, die besagt das es möglich ist den Satz von 364,- € Leistung, für einen Erwachsenen zu erhalten und den Anspruch zum Wohnbedarf für eine Wohnung zu haben. Aber KEINERLEI Gegenleistung nachweisen zu müssen.

Es gibt aber den "A-Typischen Fall" das dies möglich ist.

In diesem Fall ist der Betreffende Leistungsempfänger befreit von:

der Meldung der Ortsabwesenheit

der Pflicht zu Berwerbungen

der Pflicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen

der Pflicht zu Gesprächen mit dem Arbeitsvermittler / Berater

u.a.m.

Der Leistungsempfänger bezieht lediglich die finanzielle Leistung. Von allen anderen Bestimmungen nach dem SGB II ist er befreit. Und diese Befreiung ist nicht nur für kurzfristige Zeiträume. Sondern sie kann ggf über einige Jahre andauern.

Bei dir ist die Sachlage ein wenig anders. Aber es ist nicht so, das die Arbeitsvermittlung dich in jegliche Maßnahme "stecken" kann, wenn eine Fallspezifische Begründung dazu nicht vorliegt.

Gruß Michael

Eine Begründung zu liefern, ist für jeden Vermittler ein Kinderspiel; naja ... eigentlich schüttelt dir ein Vermittler auch zehn widerspruchsfeste Begründungen für fast jede beliebige Maßnhame aus dem Ärmel, wenn er es denn möchte ...

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@VirtualSelf

Und warum konnte der Vermittler das mir gegenüber nicht? Sondern mußte sich auf das einlassen was ich vorgegeben habe?

Weil ich das SGB besser beherrsche als er?

Oder weil einige seiner Kollegen schon Ärger mit ihren Vorgesetzten hatten, da ich Leute entsprechend beraten habe und habe sie begleitet wenn sie auf dem Amt waren?

Begründungen kann er nur dann wie im Kinderspiel aus dem Ärmel schütteln, wenn er einen Gegenüber hat, der sich nicht entsprechend auskennt.

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in der 9. ssw sieht man die schwangerschaft in der regel noch nicht und du bist auch nicht verpflichtet dem neuen arbeitgeber darüber auskunft zu erteilen. du darfst sogar lügen wenn er direkt danach fragt. ich glaube auch mal irgendwo gelesen zu haben das der besondere kündigungsschutz für schwangere auch wärend der probezeit gilt. also versuche einen job zu finden solange die schwangerschaft noch nicht sichtbar ist. ansonsten bleibt wirklich nur noch das beschäftigungsverbot vom frauenarzt.

Gibt es außer dem ärztlichen Attest über Maßnahmeunfähigkeit wegen Schwangerschaftsübelkeit eine Möglichkeit, diese Maßnahme zu umgehen?

Zwei Möglichkeiten: Arbeit oder Verzicht auf Leistungen; du kannst zwar zusätzlich ein Gespräch mit dem Teamleiter deiner Vermittlerin suchen, dürftest aber normalerweise auf taube Ohren treffen, da die in der Regel auf irgendwelche Dünkel und elitäres Getue innerhalb der Grundsicherung nicht besonders abfahren.

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