Fragen an Migranten?

5 Antworten

Migranten, die schon länger in Deutschland leben, könnte man fragen: "Wann fühlt Ihr Euch deutsch? Wann fühlt Ihr Euch spanisch?", usw.

Es kann z.B. gut sein, dass sie sich bei einem Besuch in Spanien (nur ein Beispielland) "deutsch" fühlen, weil sie bestimmte Sachen dort kritisieren, die den Einheimischen kaum auffallen.

In Deutschland kann es umgekehrt sein, dass sie manche Dinge anders sehen als ihre deutschen Bekannten, irgendwie "spanischer".

Bei dieser Frage geht es aber NICHT darum, zu erkunden, ob jemand schon "innerlich komplett deutsch" geworden ist: Das ist Schwachsinn, meiner Meinung nach.

Ich habe selbst Migrationshintergrund und weiß aus eigener Erfahrung: Man wird immer "beides" bleiben, also mehr als eine Identität haben. Und das bleibt auch so, wenn sich auch die Gewichtung im Laufe der Zeit verschieben kann.

Das scheint für manche Leute ohne Migrationshintergrund manchmal schwer verständlich zu sein: Das Ziel ist NICHT, eine Identität abzulegen. Damit macht man die eigene deutsche Identität aber nicht irgendwie schlecht - sie ist einfach nicht die einzige, die man hat.

Nun ja, ich habe das dumpfe Gefühl ihr setzt Migranten mit Flüchtling gleich (und so werden auch mal wieder unsere deutschnationalen besorgten Bürger hetzen).

Mein Bekannter ist Spanier, er wohnt seit Jahren in Deutschland und ist damit auch ein Migrant - aber eben auch ein EU Bürger der aufgrund der EU Freizügigkeitsregelung hier aufhält. Ihm könnte man fragen, was die Gründe für sein Umzug nach Deutschland sind, wie wohl er sich fühlt, was ihm hier fehlt und er in Spanien hat, was in Deutschland besser ist als Spanien. Ja sogar, was können Deutsche von Spanier lernen (Paella sehr gerne, aber nie wieder Krakenarme mit Saugnäpfe dran, nie wieder)

Wir wissen, dass Migranten Familien sind, die aus dem Ausland nach Deutschland kommen und nicht zwingend Flüchtlinge sind.

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@BastianGauss

Dann ist ja alles klar. PS: Es müssen nicht immer Familien sein. Der Spanier kam auch alleine und gründete hier eine Familie.

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@Jewi14

Ok. Hast du eine Frage, die du deinen Freund fragen könntest, die wir ihnen fragen könnten.

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@BastianGauss

Er dürfte zeitlich das mit euren Fragen nicht hinbekommen. Kind, Familie und auch noch ein Restaurant mitführen, da bleibt nicht viel Zeit. Ach ja, um die Sache noch komplizierter zu machen: Seine Freundin ist in Madrid geboren, der Vater Italiener, die Mutter Deutsche, die Freundin ist auch Deutsche und betreiben ein italienisches Restaurant. Das nenne ich mal Mulikulti ;-)

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@Jewi14

Wir wollen nicht ihn interviewen, sondern wir haben schon eine Familie, die wir interviewen

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Warum versucht ihr nicht die lage in eurem Land wieder hinzubekommen?

Was sollte der Schwede von nebenan denn in seinem Land ändern? Was läuft da falsch?

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@derNils1999

Er hat doch ganz eindeutig "MIGRANTEN" geschrieben und eben gerade NICHT "Flüchtlinge"...

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Ich soll jetzt meinen Spanier fragen, warum er die Lage nicht in seinem Land hinbekommt?

Nun ja, du bist genau der, von dem ich sprach und Migranten = Flüchtlinge ansehen.

Wie gut, dass ich keinen Deutschen kenne, der in Spanien lebt, sonst könnte ich deine unsinnige Antwort zeigen.

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@Jewi14

Ein Deutscher, der nach Mallorca ausgewandert ist, hat mir mal gesagt, dass der ausschlaggebende Grund das Wetter war. Allerdings fällt mir nichts ein, wie er das hier ändern könnte...

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@Jewi14

Wir wissen dass Migranten keine Flüchtlinge sind. Wir selber sind in einem privat Internat in der Schweiz und betreuen zu dritt zwei Flüchtlingsfamilien. WIr versorgen sie täglich mit Lebensmitteln und haben auch für beide Familien eine Wohnung. Zusätzlich haben wir die möglichkeit beide familien mit 5000 euro monatlich zu unterstützen dank unserer eltern. Für uns bedeutet das geld nicht viel und wir haben spass dabei die familien zu unterstützen. wir finden es respektlos uns als typisch deutsche zu bezeichnen die nur an flüchtlinge denken. wir beschäftiogen uns sehjr mit dem thema und hoffen dass du nicht so vorurteile gegen alle deutschen hast.

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@ErsterSchnee

Ja in der Schweiz sind wir Migranten. Aber wir gehen auf ein deutsch katholisches Internat welches hauptsätzlich für deutsch-schweizer ist. Wir leben eigentlich in Deutschland, gehen in der Schweiz zur Schule, sind im Sommer in Malibu und im Winter in Frankreich. Also sind wir in einer gewissen art migranten.

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@BastianGauss

Ihr geht in der Schweiz auf eine deutsche Schule... Also seid ihr integrations-unwillig? Wollt oder könnt ihr euch nicht anpassen? 😂

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@ErsterSchnee

Natürlich wollen bzw können wir uns anpassen. Ich habe nur gemeint, dass auf dieser Schule hauptsächlich deutschsprachige Schüler sind da diese meist katholisch sind. Unsere Schule hat durch das Schulgeld ein eigenes Flüchtlinslager mit Schule erbaut, wodurch wir sehr vielen schon geholfen haben. Wenn das nicht anpassungsfähig ist weiss ich auch nicht. Ausserdem unterstützen wir mehrere Tierheime in Rumänien und sind auch stark an der hilfe von Kindern in Afrika und den Berrggorillas interessiert.m

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