Fragen an die Schach-Experten (siehe Beschreibung)?

7 Antworten

  1. Einen leichten Vorteil hat weiß. Das kann man schwer leugnen. Nur verläuft er, je länger das Spiel dauert, im Sand. Je länger das Spiel dauert, desto weniger kann man die Brettstellungen einüben. Man kann nur darauf vertrauen, dass das eigene Eröffnungsspiel ein gutes Fundament für das weitere Spiel bietet.
  2. Kann man so nicht sagen. Anfängern zeigt man häufig Eröffnungen mit dem Bauern vor dem König zwei voran.
  3. Ich finde en passant ist eine gute Regel, da die Bauern so ausgelegt sind, dass sie nur einen Schritt machen dürfen, außer von der Grundlinie und ein gegnerischer Bauer sonst nicht die Möglichkeit hätte, ihn zu schlagen.
  4. Stell dir das so vor, dass der König nicht springt, sondern durch das Schach gezogen wird. Das ist eine allgemeine Regel, dass der König nicht auf ein vom Gegner kontrolliertes Feld gezogen werden darf. Auch diese Regel finde ich plausibel.

Was ist en passant?

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@MippelMeppel

En passant = Im Vorbeigehen (aus dem Französischen) ist eine spezielle Schlagart des Bauern, die dann möglich ist, wenn ein gegnerischer Bauer aus der Grundstellung heraus am eigenen Bauer vorbeizieht. In diesem Fall darf der eigene Bauer den gegnerischen Bauern schlagen.

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@Nachdenklicher2

Schade so rein von der Beschreibung her kann ich dir leider nicht folgen.

Ich habe erst ein paar Mal Schach gespielt und kenne gerade mal die Grundregeln und die Rochade und das wars auch schon. Ich habe nur ein einziges Mal gewonnen und auch nur, weil der andere gepennt hat und ich zufällig richtig gezogen habe. Ich musste mehrmals hinsehen, um mich zu überzeugen, dass ich seinen König festgesetzt habe. 😂

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@MippelMeppel
Schade so rein von der Beschreibung her kann ich dir leider nicht folgen.

Ist ein wenig schwer zu verdeutlichen die Regel.

Ich habe erst ein paar Mal Schach gespielt und kenne gerade mal die Grundregeln und die Rochade und das wars auch schon.

Jeder fängt mal klein an. Musst nur mehrmals spielen gegen Mensch oder Computer. Dann wirst du auch ein guter Spieler.

Ich habe nur ein einziges Mal gewonnen und auch nur, weil der andere gepennt hat und ich zufällig richtig gezogen habe. Ich musste mehrmals hinsehen, um mich zu überzeugen, dass ich seinen König festgesetzt habe

Glück hat man eben nicht nur im Leben, sondern auch im Spiel.

Auf YouTube habe ich gefunden, wie "en passant" funktioniert. Hier der Link:

https://www.youtube.com/watch?v=1dSQN4QwO7E

Oder du kannst bei YouTube im Suchfeld eingeben: EN PASSANT SCHACH DEUTSCH

Da kannst du dir dann zum Thema "en passant im Schach" einige Video-Clips ansehen. Auch zu anderen Themen gibt es sehr hilfreiche Video-Clips. Z. B. zum Thema ENDSPIEL gibt es auch hilfreiche Video-Clips.

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Das ist eine Frage mit 4 Unterfragen.
Zu 1. Ja, weiß hat einen leichten Vorteil. Die Punktquote für Weiß liegt laut Datenbank bei 50 bis 60%, je nach Eröffnung und entsprechend für Schwarz bei 40 bis 50%.
Zu 2. Die beste künstliche Intelligenz, die es gibt, Alpha Zero, hat eine leichte Präferenz für d4. Aber so wie Alpha Zero spielt, ist es für einen Menschen äußerst riskant, denn Alpha Zero hat sich, beginnend mit 1.d4, eine Eröffnung präpariert, bei der er meist einen oder zwei Bauern opfert. Im Prinzip ist es Geschmacksache, ob man mit e4 oder d4 beginnt.
Zu 3. und 4. Natürlich könnte die FIDE die Regeln ändern. Aber die Grundregeln haben sich über Jahrhunderte hinweg etabliert und machen schon ihren Sinn. Die jetzigen Regeln gelten sein etwa 500 Jahren, wobei es bis in das 19. Jahrhundert hinein eine Streitfrage war, wie Patt zu bewerten ist.

... eine Streitfrage war, wie Patt zu bewerten ist.

Ich würde ein Patt mit 0,25 Punkten für den Verursacher bewerten und mit 0,75 Punkten für den Nicht-Verursacher des Pattes.

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@Nachdenklicher2

ja, es war auch lange Zeit (im 17. und 18. Jahrhundert) in England die Regel, dass der Pattverursacher weniger als einem halben Punkt bekommt, sogar mit Verlust bestraft wird. Siehe hierzu den Wikipedia-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Patt
Aber letztlich war die Mehrheit dagegen. Intuitiv ist es einfach so: Den Pattsetzenden mit Gewinn zu belohnen, würde dem Ziel im Schach, den König so anzugreifen, dass es keinen Ausweg mehr gibt, nicht gerecht werden; ist also abzulehen. Den Pattsetzenden mit Verlust zu bestrafen, wird aber dem Wesen des Schachs ebenso nicht gerecht, denn er hat nur reguläre Züge gemacht und sein König ist ja noch nicht mal angegriffen.

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@Rowal

Gibt es überhaupt eine theoretische Möglichkeit, das Patt ganz aus den Schachspiel zu entfernen? Dann hätte man das Problem mit den Patt nämlich nicht. Aber ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das gehen soll, das Patt aus den Schachspiel zu entfernen. Vielleicht ist es doch möglich. Damit müssten sich wirklich mal Experten beschäftigen und eine geniale Lösung präsentieren.

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@Nachdenklicher2

Da sehe ich ebenfalls keine Lösungsmöglichkeit. Mit dem Patt wird man leben müssen, aber es besteht eben das Problem, dass die Ergebniswertung etwas willkürlich ist, da die Partie weder mit matt noch mit Aufgabe noch mit Remisvereinbarung zustande gekommen ist.

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Ist Weiß im Vorteil, auch das ganze Spiel hinweg, weil es beginnt?

Der Anzug ist ein tendenzieller Vorteil. Die Partie wird aber meist durch andere Faktoren entschieden. Und je länger (Anzahl der Züge) die Partie dauert, desto mehr verschwindet dieser Anzugsvorteil.

Welche Eröffnung ist besser, mit d2-Bauern oder mit e2-Bauern (auf d4 bzw. e4)?

Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Eröffnungszüge für Weiss. Der 1. Zug alleine macht noch nicht sehr viel aus. Wobei mancher Eröffnungszug tatsächlich eher problematisch einzuordnen ist (Randbauer, also a4 oder h3 oder h4. Springerzug nach a3 oder h3). Anfängern wird i. d. R. immer geraten, mit e4 zu eröffnen, da so eine schnelle Entwicklung meist erfolgen kann, das Spiel anfangs etwas "einfacher" gestaltet werden kann. Wird mit d4 eröffnet, gibt es meistens geschlossenere/kompliziertere Spiele.

Könnte man die Regel "en passant" weglassen?

Könnte man ;-) De facto lassen viele Anfänger/Hobbyspieler diese auch weg, schlichtwegs weil sie diese garnicht kennen. Ich würde aber unbedingt dazu raten, die Originalregeln immer beizubehalten. Besonders schwer zu lernen ist "e. p." ja auch nicht.

Könnte man die Rochade auch dann zulassen, wenn der König vorher im Schach stand (jedoch nicht bei Schachgebot)?

Wenn ich diese Frage nicht missverstehe, dann beschreibt das doch genau einen Teil der Rochaderegeln. Es ist nämlich unerheblich, ob der König zuvor schon einmal im Schach gestanden hat, das Rochaderecht verwirkt er ja (in dem Fall) nur, wenn er sich bewegt/wegzieht (was ja nicht in jedem Fall erfolgen muss, da man ein Schachgebot durch schlagen der Schachgebenden Figur alternativ beantworten kann oder wahlweise durch dazwischenziehen).

Hier nochmal die Regeln zu den wohl am häufigsten falsch gespielten/interpretierten Regeln:

Rochade: https://de.wikipedia.org/wiki/Rochade

en passent: https://de.wikipedia.org/wiki/En_passant

Die Gangart des Bauern an sich lässt auch einige Missverständnisse zu, die e.-p.-Regel ist davon ja bloss ein besonderer Teilaspekt.

Weitere beliebte Fehler/Regelverstöße:

"Patt" - ein weites Feld. ;-)

Unklarheit über den 1. Zug eines Bauern (einige kennen die Möglichkeit des Doppelzuges überhauptnicht oder sind der Meinung, dass dieser nur mit einem der 8 Bauern gemacht werden dürfte).

Umwandlung: Hier gibt es Ansichten, dass die verwandelte Figur "geschützt" seie (nicht direkt wieder geschlagen werden kann, ggf. aber sogar dauerhaft) oder/und man zusätzlich noch einen neuen Bauern bekommt. Dass man nicht verwandeln dürfe, wenn dadurch der Gegner im Schach/Schachmatt stehen würde. Auch gibt es Regelerfindungen, dass die Umgewandelte Figur nicht mehr ziehen darf, dass man dem Gegner eine Figur wahlweise (oder zusätzlich) vom Brett nehmen kann. Man muss ggf. auch damit rechnen, dass jemand die Umwandlung überhauptnicht kennt.

Einige sind auch davon überzeugt, dass "Ka De" (Gardez, "Schach der Dame") wenigstens angesagt werden muss (man muss nicht einmal "Schach" ansagen!) oder/und automatisch verschiedene Reaktionen (der Dame) verlangen würde (analog dem Schachgebot). Gerade Kinder sind dabei unendlich erfindungsreich^^

Anfänger wenden teilweise die Gangart der Figuren nicht korrekt an. Vor allem das Schlagen wird schon mal auch als "überspringen" gehandhabt (wie beim Damespiel quasi). Überhaupt gibt es einige drollige Varianten, dass z. B. man keine gleichen Figuren schlagen kann oder nur "niedere".

Das Schachregelwerk ist für vor allem Kindern nur grobe Richtlinie. ;-)

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  1. Ein Vorteil von Weiß ist nicht zwingend. Wenn beide Seiten genau spielen ist es immer Remis.
  2. Beide Varianten haben ihre Vorteile. Die d- und e-Linie sollte bauernmäßig grundsätzlich gezogen werden.
  3. En Passant kannst du spielen, musst Du aber nicht. Regel ist Regel, die Regel kann man nicht weglassen.
  4. Die Rochade ist dann zulässig, wenn der König aktuell kein Schachgebot hat, bei der Rochade kein Feld überwinden muss, wo er ein Schachgebot hätte, der König und derbetreffende Turm noch nicht bewegt wurden.

Günter

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Nein. Gegen jeden Angriff von weiß gibt es passende Verteidigungsstrategien. Ich persönlich spiele viel lieber schwarz als weiß.

2) Es ist egal. Es kommt auf die folgenden Züge an. Beides kann eine sehr gute Eröffnung sein, man kann aber auch beidesmal sehr viel sehr falsch machen.

3) Man könnte. Regeln hat sich nur jemand ausgedacht. Aber wozu?

4) ist es dann denn überhaupt verboten? Wenn ich zum Beispiel einen Springer dazwischen ziehen konnte?

Ich kenne nur diese Rochade-Bedingungen:

Turm noch unbewegt

König unbewegt

Kein Schachgebot

Kein bedrohtes Feld zeischen König und Turm

Kein besetztes Feld zwischen König und Turm.

"Kein bedrohtes Feld zwischen König und Turm" ist nicht ganz richtig. Es darf nur keines der Felder, auf denen der König steht oder über die er zieht, bedroht sein. Bei der langen Rochade zieht der König ja nicht ganz bis zum Turm und somit kann dort ein Feld zwischen König und Turm durchaus gerade bedroht werden.

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@priesterlein

Stimmt, bei der großen Rochade zieht der König ja nicht auf b. Sondern nur auf c. Ein gegnerisches Pferdchen auf A3 wäre also kein Hindernis.

Bei der kleinen Rochade zieht der König ja über alle Felder bis neben den Turm, auf G.

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Und noch eine Bedingung: der König darf vor der Rochade nicht einmal in Schach gestanden haben

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@priesterlein

Ich meine, diese Rochade-Bedingung: der König darf vor der Rochade nicht einmal in Schach gestanden haben, schon einige mal in diversen Schachprogrammen erlebt zu haben.

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@OdyFour

Ich meine, diese Rochade-Bedingung: der König darf vor der Rochade nicht einmal in Schach gestanden haben, schon einige mal in diversen Schachprogrammen erlebt zu haben.

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@Nachdenklicher2

Diese Regel kenne ich wie gesagt nicht. Was sind das denn für Programme, die ihre eigenen Regeln aufstellen?

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@OdyFour

Wenn es diese Regel nicht gibt, dann habe ich etwas verwechselt, sorry. Habe es noch einmal ausprobiert mit einen Schachprogramm, und tatsächlich gibt es die von mir vermutete Regel gar nicht.

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@priesterlein

Wenn es diese Regel nicht gibt, dann habe ich etwas verwechselt, sorry. Habe es noch einmal ausprobiert mit einen Schachprogramm, und tatsächlich gibt es die von mir vermutete Regel gar nicht.

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