Fragen an die Hundeerziehungsexperten, Dominanzverhalten im kleinen Rudel?

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4 Antworten

Hallo Muggelchen 71,

dein Hund zeigt Dominanz mit Kontrollzwang, sie hat sich in eurem Rudel eine Rangstellung erarbeitet, so ganz langsam und schleichend, ohne, dass ihr es bemerkt habt. Fang nochmal ganz von vorne an. Das bedeutet erst wird mein Ersthund angeleint, gestreichelt, belohnt, dann der, der als Zweites dazu kam, und dann der Dritte im Bunde. Sollte sich dein Hund vordrängeln, weise ihn zurück. Ignoriere penetrantes Verhalten, weise deine Hunde zur Ordnung, wenn sie Attacken gegeneinander fahren. 

Spiele mit allen, konditioniere sie nach Rang, also immer der Althund, dann der Rest.

Sei konsequent. Alles Gute Uwe4830

Hin und wieder funktioniert es auch über eine Wasserpistole.

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Kommentar von Muggelchen71
10.09.2016, 14:04

Hallo Uwe,

ja so halte ich das auch, auch gehe ich zuerst durch die Tür, leine erst an,wenn sie ruhig und gehorsam sind. Dh sie sind nie aufgeregt, weil sie wissen, das ich dann abwarte. Es gibt nie Chaos an der Türe. Alles geht nach Reihenfolge. Dh das mit dem Ableinen hatte ich eine zeitlang falsch gemacht und hab die Neue meist zuerst abgeleint, als ich dann gemerkt habe, das sie die Kleine abgedrängt habe hab ich das sofort geändert.

Es sind so viele Kleinigkeiten und wenn man Hunde im Rudel hat, dann muss man wirklich auf sehr viel achten und jedes Signal deuten.

Sie ist so eine süße Maus und passt irgendwie in unser Chaos voll rein ;-) Ich liebe Herrausforderungen und bin zuversichtlich, dass ich das auch noch hinbekomme.

Wasserspritzpistole ist klasse. Doch meistens hab sie nicht immer da wo sie gebraucht wird ;-)

Die Neue ist ab und zu noch sehr verängstigt. Vertraut mir aber zu 100 % . Geht der Große an den sie sich sehr hält und viel von ihm gelernt hat an einer "Gefahr" vorbei und ich zeige auch keine Angst, dann kommt sie auch problemlos mit. Anfangs war das ganz schlimm. Aber das haben wir auch geschafft. Nur mit Männer hat sie noch Probleme. Allerdings nicht mehr mit meinem Sohn. Das klappt schon super.

Ich werde nun noch mehr auf alles achten.

Vielen Dank!

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Die Kastration der Hündinnen verstärkt die "männlichen Hormone" welche gebildet werden, was bedeutet eine solche Hündin verhält sich als "Rüdin" und es kann durch Kastration Hündinnenunverträglichkeit nicht abgestellt werden.

Im Gegenteil, wird "Stutenbissigkeit" durch fehlende, Stress mildernde Hormone nach Kastration oft noch betont.

Die Vorgeschichte der mittleren Hündin - als wild lebender Hund auf der Straße zwischen - Hunden mit Rangordnungsfindung - spielt eine große Rolle.

Die wichtigste Rolle aber spielst - Du!

Dein Verhalten gegenüber den Hunden im Trio ist - nicht hundisch genug und mit "Gesar Millan Methoden" fehlt auch das Lernen über das arttypische Verhalten bei Kaniden und das Umsetzen von solchem Wissen in Deinen Umgang mit den Hunden.

Jede Beisserei zwischen den beiden Hündinnen wird das Problem extrem verschlimmern! Es kann auch zur Tötung einer der beiden Hündinnen kommen und - dabei kann dann auch der intakte Rüde mitwirken!

Es geht hier nicht um "Eifersucht" sondern es geht um "Abgrenzen" um Sozialgruppenbildung und Sozialgruppenverhalten. Es geht um Instinktsicherheit und Instinktausfälle. 

Das bekommt man nicht mit "Rudelführergedanken" geregelt und es hat auch mit Dominanzdenken wie bei Hominiden nicht das Geringste zu tun.

Du und Dein wissendes Verhalten gegenüber den Hunden bist der Schlüssel zur positiven Bildung einer Sozialgruppe der drei Hunde miteinander.

Das bedeutet, die nun ausgegrenzte Hündin, ob ihrer aufdrängenden Freundlichkeit nicht vorzuziehen, sondern auch einmal stehen zu lassen. Andererseits ruft man bei Engpässen solch einen eilfertigen Hund nicht herbei und bringt ihn so in eine Zwickmühle.

Einziger Rat:

Bitte den Hunden zuliebe - lasse einen IBH-hundeschulen - Trainer bei Dir vor Ort die Situation besehen und analysieren und lasse Dich in Deinen Fähigkeiten zur optimalen Mehrhundehaltung ausbilden und beschulen.

Alles andere führt - zur körperlichen und seelischen Verletzung eines der drei Hunde. Letztlich führt es dann zwngsläufig zur Abgabe eines der Hunde.

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Kommentar von Muggelchen71
09.09.2016, 23:36

Also Abgabe kommt absolut nicht in Frage. Es ist ja nicht nur, das die Zwei aufeinander los gehen. DIe Zwei spielen auch oft miteinander, wobei die Kleine die Mittlere auffordert.

Ich hatte mein ganzes Leben lang immer mehrere Hunde und habe über den Tierschutz Hunde aufgenommen, die sonst keine Chance bekommen hätten. Also extrem bissige Hunde  oder Angsthunde. Immer mit Erfolg.

Diese Kleine wurde mir als Problemhund (bissig gegenüber Menschen) abgegeben. Was aber nicht stimmt. Naja, wir hatten noch keine Situation, kann mir aber vorstellen, dass wenn sie von jemand Fremdes in die Enge gedrängt wird, das sie dann evtl beißen würde. Fremde Menschen machen ihr Angst, da braucht sie Zeit und man muss Geduld haben. Mich liebt sie von der ersten Sekunde an.

Es gab noch nie Probleme beim Fressen, sie liegen oft miteinander und lecken sich gegenseitig das Gesicht. Gehen gemeinsam auf Mäusejagt im Stall.

Eben, das Problem bin ICH! Sobald ich ins Spiel komme und es um mich geht, will die größere umbedingt verhindern, das bes. die Kleine zu mir kann.

Natürlich lerne ich aus meinen Fehlern und bringe die Kleine nicht mehr in brenzliches Situationen.

Hier gibt es keinen gescheiten Hundetrainer, hier ist ein Niemandsland... viel Natur und sonst nix.

Ich liebe jeden meiner Hunde und alle sind absolut gesellschaftsfähig, können mit in die Gaststätte oder in die Stadt. Laufen frei bei den Pferden mit. Haben mit anderen Hunden keine Probleme. Ausser die Mittlere, die hat Angst wenn größere Hunde auf sie zu rennen, dann rennt sie erst mal ein Stück weg. Bis der größere Hund weg ist.

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Wenn sie die kleine zurechtweist, obwohl du die kleine schmusen willst, dann weist du sie zurecht! Aber richtig! Da kannst du schonmal lauter werden.. Dass sie im rudel oben steht, ist klar, aber ganz oben stehst du! Dann darf sie eben nicht auf die bank  oder aufs bett wenn sie dann meint, sie is da oben der boss! Wenn sie die kleine dominieren will und die kleine aber schon unterwürfig ist, sie jedoch die lefze hochzieht, korrigieren!

Und das ist das, was jetzt keiner hören will, und was mich zum bösen macht.. Du weisst nicht, was dieser hund schon erlebt hat! Das leben auf der straße, ist nicht mit dem aufziehen bei uns vergleichbar.. Fressen oder gefressen werden..so schauts halt nun mal aus... Nichts durchgehen lassen, was du nicht willst, aber rein gar nichts!

Du willst nicht erleben, wenn zwei hündinnen wirklich aneinander geraten..

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Kommentar von Muggelchen71
09.09.2016, 23:16

Ich weise sie zurecht, jedesmal, ohne Ausnahme auch mit der Hand (Finger). Sie geht NIE gegen mich, sie würde alles von mir zulassen. Meine drei Hunde sind alle von der Straße und ich hatte schon einige ganz heftige Fälle, auch extreme Angsthunde. Alles ging, aber diese kleine Maus ist so komplett resistent und genau da weiß ich eben nicht mehr weiter.

Unter den Hunden hat normalerweise die Kleine die Hosen an, aber eben die Neue kann das gar nicht ab. Jedoch klappt alles beim Fressen, da warten alle, egal wer ein Leckerlie bekommt, es gibt da absolut keine Probleme. Aber eben ständig diese "Kleinigkeiten". Dinge, die die meisten Hundehalter gar nicht erkennen würden, aber wo ganz klar Fehlverhalten ist, was ich dann korrigiere. Erst dachte ich, es braucht Zeit, doch sie ändert ihr Verhalten nicht.

Sie lebte in Rumänien an einer stark befahrenen Straße, hat dort auch ihre Welpen verloren und wurde selber angefahren, war verletzt. Mehr weiß ich nicht. Sie probiert jegliches Futter zu klauen (aber nicht mehr vom Teller solange man am Essen ist ;-) Meine Hühner lässt sie nun in Ruhe, dafür klaut sie die Eier... Sie ist unheimlich schlau aber eben auch ein kleines Bießt.

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Kommentar von Biba85
10.09.2016, 18:41

Also hab ich zuhause einzelhunde die eine sozialgemeinschaft bilden, und in der sozialgemeinschaft hab ich ein rudel mit mitter und tochter?
Wobei es im sozialgefüge keine rangordnung gibt?!! Eine gruppe, ohne ordnung wäre aber eine meute, oder?

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Kommentar von Biba85
10.09.2016, 19:51

Bzw wäre es doch extremer inzest, wenn da nur 1-2 generationen wären? Und niemals fremdes blut in ein rudel kommen würde?
Oder ist es einfach das wort, das dich stört, dass es allgemein als rudel bezeichnet wird..
Ist das gleiche wie die aussage "du musst rudelführer sein" falsch ist.. Istbder halter kein hund. Und zweitens sind rudelführer antastbar, was ja auch nicht sein soll..
Aber es hilft den leuten zu verstehen..
Nicht falsch verstehen, aber hast du mehr bücher darüber gelesen, oder hunde großgezogen/ausgebildet?

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woher willst du wissen das Hunde nicht eifersüchtig werden können ? Würde mich mal so interessieren wie man das herausgefunden hat

und meine Tips wären:

 wenn du gerad einen Hund streichelst und sie sich dazwischen quetscht einfach wegschubsen und ignorieren

und wenn sie versucht deine andere Hündin zu dominieren sollst du sie ausschimpfen und irgendwie bestrafen (aber nicht schlagen außer sie beißt dich)


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Kommentar von Muggelchen71
09.09.2016, 23:22

Wir vermenschlichen immer alles, es gibt viele Verhaltensforschungen und Eifersucht ist menschliches Denken. Hund ist Hund und Mensch ist Mensch. Da unterscheide ich doch ziemlich.

Jeder meiner Hunde hat seine Zeit mit mir und auch alle zusammen. Wir spielen viel, sind lange auf Tour, sie sind ausgeglichen und in der Wohnung sehr ruhig.

Ich dulde manche Sachen einfach nicht und weise konsequent zurecht, es braucht keine lauten Worten, ich mach sehr viel mit Körpersprache und Handzeichen.

Doch die kleine Zicke reagiert auf nix. Immer und immer wieder knurrt sie los.

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