Fragen zum Messer-Schärfen und Rockwell-Härte!

5 Antworten

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Liebe/r DasChaostier,

Die Angabe der Härte einer Messerklinge in HRC hat nichts mit irgendwelchen "Graden" zu tun. HRC lautet die Meßeinheit der Härte und steht für Hardness Rockwell, benannt nach dem Entwickler der Härte-Meßmethode.

Wenn die Härteangabe also 58 +/- 2 HRC lautet, dann bedeutet das, daß die Härtetoleranz dieser Klingen m. E. recht groß ist, denn 60 HRC ist bedeutend härter, als 56 HRC. Die Angabe bedeutet, daß diese Klingen mindestens 56 HRC hart sind und höchstens 60 HRC hart sind. Es könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Klingen in einer Esse nach Augenmaß gehärtet werden, denn eine Spanne von 4 HRC ist eigentlich recht viel - auch dafür! Es könnte deshalb ein weiterer Hinweis darauf sein, daß der Klingenhersteller verschiedene Stahlsorten verwendet etc.. oder sogar ein Hinweis darauf, daß der Verkäufer von verschiedenen Herstellern einkauft und mit seinen Angaben auf Nummer Sicher gehen will, sich daher nicht so genau festlegen will.

Allerdings sind KLingen in einer Härte von 56 HRC brauchbar - wenn dann noch guter Stahl verwendet wurde, kann die Standzeit noch ordentlich sein und das Nachschärfen wird vermutlich leicht sein.

Um Dir eine vernünftige Antwort zu geben, ist eigentlich die Angabe der Stahlsorte nötig. Allerdings würde ich der Schneide eines Arbeitsmessers für Weichholz und Leder einen Keilwinkel von ca. 20 ° geben, daß ist schon recht "spitz".

Deine Klinge wird bereits einen Grundschliff haben, der entweder flach, hohl oder ballig ist - das siehst Du doch.

Einfach mit ca 240-ziger Korn vorschleifen, dann mit ca 1000-ender Korn scharf machen und ruhig mit 8000-ender KOrn polieren, wenn Du soetwas hast. Die Schneide polieren ist eigentlich ohnehin Pflicht und trägt wesentlich zur Schnitthaltigkeit bei.

Du wirst es schon richtig machen. Nach etwas Erfahrung wird auch bei Dir das Schärfen laufen wie am Schnürchen.

Ich glaube eher, das der Stein 8000 JIS-Körner hat...

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Eine Angabe von +/- 2 Grad HRC finde ich auch sehr grob. Das ist so, als würde ein Autohersteller angeben, dass Auto hat eine Spitzengeschwindigkeit zwischen 150 und 190 km/h!

Generell ist 56 bis 60 HRC gut für ein Messer. 56 HRC kannst Du leichter nachschärfen und die Klinge ist weniger empfindlich - ideal für ein Arbeitsmesser wie Du es brauchst.

Bei 60 HRC wäre die Klinge für deinen Einsatzzweck schon viel zu hart und würde wahrscheinlich irgendwann ausbrechen. Für ein feine Schnitte (Fisch, Fleisch, ...) ist so etwas sehr gut.

Einen 8000er Schleifstein finde ich für deinen gewünschten Einsatzzweck viel zu fein. Ein 300 / 1000er Schleifstein ist da vollkommen ausreichend. Wenn Du es feiner möchtest, dann nimm einen 1000 / 6000er. Je feiner, um so schärfer sollte das Messer aber auch vor dem Nachschärfen sein, damit Du nicht so lange schärfen musst.

Eine gute Schleifstein-Auswahl findest Du auf http://www.kochen-essen-wohnen.de/schleifsteine-wassersteine-kochmesser.html

Für deinen Zweck würde ich Dir einen Schärfwinkel von 20 Grad empfehlen. Japan Messer mit dieser Härte sind meistens auf 15 Grad geschliffen. Der Vorteil ist, dass sie höllisch scharf sind. Der Nachteil wäre in deinem Fall, dass durch den relativ groben Einsatz die Klinge leichter beschädigt werden kann und auch verhältnismäßig leicht stumpf werden würde. Diese Messer sind wie oben schon erwähnt besser für die Küche geeignet!

Ich kann kuechenjunge und natürlich auch Messerschmied nicht wiedersprechen. Allerdings empfehle ich Dir dringendst, das Schleifen nicht mit Deinem "guten Stück zu üben.

Kauf Dir ein billiges Messer, das ähnlich ist und versuche Dich erst daran - Du ärgerst Dich schwarz, wenn Du Dir das Ding verschleifst.

Mir fällt noch ein: 8000er Körnung japanisch oder europäische Körnung? Eine 8000er Japan entspricht ungefähr einer 2000er europäischen Körnung...

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@Kurushiyama

8000 Japan ;-). Ja, das mit dem Übungsmesser ist eine gute Idee!!

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@DasChaostier

Liebe/r DasChaostier,

danke für den Stern. Den Vorschlag mit dem Übungsmesser hatte ich nicht in Erwägung gezogen.

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das soll bedeuten, dass sie nur an wenigen messern gemessen haben, und daher unsicher sind wie hart es genau ist. also zwischen 56 und 60 hrc.

schärfen würde ich es immer nur am stein, und zwar an einem seeeehr feinen. so spitzer winkel wie möglich und hohe körnung. klassisch kann man sehr gut an dem rauen ring an der unterseite von tellern schärfen, da so spitzer winkel wie irgends geht.

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