Frageformulierung an Sachverständigen für Gerichtsgutachten

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8 Antworten

Hier geht es wohl um Werkvertragsrecht; da würde ich ohne Anwalt gar nicht anfangen. Zudem wird der Sachverständige u.a. auch die Frage zu klären haben, ob bestimmte Maßnahmen, die Du Dich anzuerkennen weigerst, evtl. als logische Folge der Beauftragung unweigerlich durchzuführen waren (z.B. eine Tür leicht zu versetzen, weil ein Einbau ansonsten unmöglich wäre etc.).

So sehe ich das auch

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Innerhalb von 6. Mon. kannst Du den Fehler reklamieren und kostenl. eine Nachbesserung verlangen. Behalt einfach ca. 25 % der Kosten zurueck, erst wenn die Nachbesserung abgelehnt wird geht es vor Gericht.

Irgendwie verstehe ich das ganze auch nicht. Empfehle Dir aber den Auftrag genau durchzulesen und dann versuchen mit der Firma einen Termin vor Ort zu vereinbaren. Gericht kostet nicht nur Nerven sondern vor allem Zeit und das mit dem RE zu besprechen. Wenn Du diese Zeit unbedingt und "Stur heil" durchsetzen möchtest/musst? Ich rate Dir jedenfalls als ehem. Schreinermeister davon ab. Solche Kleinigkeiten bringen nichts und der Schreiner möchte sicherlich zufriedene Kunden als verärgerte. Mit einem freundlichem Gespräch erreicht man immer weit mehr! LG aus Wien

Soweit so gut. Irgendwie ist bei dir reichlich viel schiefgelaufen. Allerdings verstehe ich die Zusammenhänge nur bedingt.

Die neuen Türrahmen sind anscheinend tiefer- dafür jedoch nicht so breit.

Hat dich der Schreiner darüber im Vorfeld nicht informiert?

Hast du ein schriftliches Angebot von ihm?

Das nach dem Setzen von Fenstern oder Türen gelegentlich die Tapete nachgebessert werden muss, ist eigentlich nicht ungewöhnlich und ich bin mir nicht sicher, ob der Schreiner dich da unbedingt hätte drauf hinweisen müssen.

Auf jeden Fall brauchst du die Nachbesserung des Einbauschranks nicht bezahlen, wenn sie durch seinen Fehler entstanden sind. Wenn jedoch die Maße der neuen Türrahmen in dem Angebot stehen, wäre es auch für dich vorab ersichtlich gewesen, dass es hier ein Problem geben könnte.

Mir ist aber jetzt nicht ganz klar, für was du einen Sachverständigen benötigst. Kannst du nicht mit dem Schreiner reden? Sicherlich ist er auch an einem zufriedenen Kunden interessiert und wird zu einem Zugeständnis bereit sein.

Die meisten Handwerker machen auch Zugeständnisse. Es gibt aber auch Kunden die es darauf anlegen so wenig wie es nur irgend möglich ist zu bezahlen. Da der geschilderte Vorgang von einem Außen stehenden schlecht beurteilt werden kann, würde ich mich mit Ratschlägen zurück halten. Ich habe in meiner Langjährigen Praxis auch schon einige Spezialisten kennen gelernt die hinterher alles anders haben wollten als es ursprünglich ausgemacht war. Wenn ich schon lese die Farbe der Türdichtungen passt nicht....

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@zorngickel

Ich bin schon lange genug im Handwerk unterwegs und du glaubst gar nicht, wie oft ich schon Zugeständnisse machen musste, obwohl ich im Recht war. Ich kenne solche Kunden wirklich zur Genüge und könnte darüber ganze Bücher füllen. Daher mache ich nur noch alles schriftlich und daher fragte ich auch nach einem Angebot oder Auftrag.

Eigentlich habe ich ja keinen anderen Ratschlag gegeben, als nicht gleich zu Gericht und zum Sachverständigen zu rennen, denn auch ich werde aus dem Geschilderten nicht ganz schlau.

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Lass das vom Gericht klären. Es bringst nichts - außer hohe Kosten - wenn du einen Sachverständigen beauftragst. Dieser wird nicht vom Gericht anerkannt und es wird noch ein Gutachter beauftragt.

Ich muss die Fragen liefern für den Gutachter/Sachverständigen des Gerichts damit dieses entscheiden kann.

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@simone00

Das ist ein Irrtum deinerseits ... du musst "nur" eine Sachverhaltsdarstellung liefern ... und die kann hier keiner für dich machen.

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Zu Gericht und Sachverständigengutachten.

Der Ablauf ist folgendermaßen:

  1. Du gehst (wenn es sinnvoll sein sollte) zu Gericht.

  2. Ein Richter wird deinen Fall prüfen und entscheiden, ob er zur Klärung des Falles ein Sachverständigengutachten braucht oder nicht.

3. Kommt dieser Richter zu der Ansicht, ein solches Gutachten sei nötig, dann beauftrag er, der RICHTER, einen gerichtlich beeideten Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens.

Aber: Du solltest dir gut überlegen, ob du den Fall vor Gericht bringen möchtest, im Falle eines Eigen- oder Teilverschuldens kann dir das sehr teuer zu stehen kommen.

Wieso hast du keinen Anwalt? Ich halte das grade in einem Beweisverfahren für sehr wichtig!

Das ist eine Frage für Nolti

Schon zur Stelle.

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