Frage zwecks BAföG?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Hi,

nein Bafög wird dir nicht gestrichen, aber es wird auffallen, dass es einen Fehler gab. Du hättest daheimwohnend nie 630€ bekommen dürfen, das ist der Satz für Auswärtswohnende. Wenn du jetzt einen Antrag stellst wirst du dich darauf einstellen müssen ca. 2500€ zurückzahlen zu müssen.

Auch wenn der Fehler nicht bei dir lag ist das Geld wohl zu Unrecht gezahlt worden. Das können und werden sie zurückverlangen, da niemand wegen eines menschlichen Fehlers besser oder schlechter gestellt werden soll.

Meiner Schwester ist das gleiche passiert (Jahre bevor ich selbst studiert habe) und da hat sich leider beim Erstantrag auch keiner Gedanken gemacht, dass das viel zu viel Geld ist für daheimwohnend. Konsequenz war, dass 2.400€ sofort zurückgefordert wurden und sie eine Ratenzahlung ausgemacht hat und das mit KfW zurückgezahlt hat. Ich habe mich dann da auch später eingearbeitet und so war es auch korrekt.

Da gibt es auch keinen Weg mehr zurück, da sie jetzt eh schon stutzig geworden sind. Ab dann bekommst du den Satz für daheimwohnende, der wird vermutlich bei 450€ liegen, da daheimwohnend nur 49€ für Mietanteil vorgesehen sind.

proto258 06.11.2015, 20:26

Ich wohne ja nicht "daheim". 

Der Mietvertrag läuft seit 2013 auf meinen Namen. Genauso zahle ich seit 2013 die Miete. 

Meine Mutter wohnt als BEI MIR. Nicht anders herum. Sozusagen als Untermieter. 

0
Fortuna1234 06.11.2015, 20:59
@proto258

Das kann durchaus sein, aber beim Bafög gibt es kein "Ich wohne nicht bei meinem Eltern, die wohnen bei mir". das wird generell ausgeschlossen um jegliche Möglichkeit des Betrugs innerhalb der Familie zu verhindern.

Es ist auch völlig egal, wer Mieter ist. In Familien ist das ausgeschlossen, um zu verhindern, dass alle Eltern den Hauptmieter auf die Kinder umschreiben lassen und dann den höheren Betrag bekommen. Selbst wenn du nur im Eigentum der Eltern lebst, diese aber wo ganz anders wohnen, bekommst du nur den "daheimwohnend-Satz". Auch hier ist das um jegliche Scheinmietgeschäfte innerhalb der Familie zu verhindern.

Die Frage ist: 1) Leben Kind und Eltern zusammen einer Wohnung? Dann lebst du laut BAfög "daheimwohnend". 2) Wohnst du im Eigentum der Eltern, auch wenn diese woanders wohnen? Dann lebst du "daheimwohnend".

Wenn du also im Antrag angegeben hast, du wohnst nicht mehr bei den Eltern (obwohl du gemeinsam mit deiner Mutter eine Wohnung bewohnst) dann waren das falsche Angaben. Und damit klärt sich auch, warum du den falschen Satz bekommen hast. Du hast aufgrund fehlendes Wissen falsche Angaben gemacht und nicht das Amt hat einen Fehler gemacht.

0
Fortuna1234 06.11.2015, 22:01
@proto258

Die Abkürzung für Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der KfW-Studienkredit ist so ziemlich der einzige Kredit, den man als Student ohne Sicherheiten oder Einkommen bekommt. Den nutzen viele bei Engpässen oder wenn es kein Bafög gibt oder man es nicht will.

Einen KfW-Kredit kann man bis zu monatlich 650€ ausgezahlt bekommen. Du kannst die Bafög-Schulden also in diesen Raten zurückzahlen. Darauf lässt sich das Bafög-Amt auch ein.

Bei dir kann es auch sein, dass du aufgrund falscher Angaben noch ein Bußgeld bekommst (Unwissenheit schützt nicht vor Strafe), aber falls das passieren sollte solltest du dir einen Anwalt nehmen. Ich denke bei den Fakten die bei dir vorlagen kannst du auch gut argumentieren, dass du es wirklich nicht besser gewusst hast. Nur um die Rückzahlung des zu viel bezahlten Geldes kommst du nicht drumrum.

0

Was möchtest Du wissen?