Frage zur Zubereitung eines Babybreis /Getreide-Milchbrei?! Speziell auch an "Flaschenmütter"!

4 Antworten

Deshalb mischt man ja Wasser und Vollmilch. Auch Flaschen Nahrung ist aus Kuhmilch. Du solltest die Angaben vom Hersteller nicht verändern, ein Kind braucht auch Zucker. Allerdings finde ich, ist das Kind noch viel zu klein um abends Getreidebrei zu bekommen, davon wird es nur dick. Gib ihm besser eine Flasche, wenn du nicht stillen kannst.

Flaschennahrung hat Kuhmilch als Basis, sie wurde aber an Bedarf und Stoffwechsel des Säuglings angepasst und weicht daher stark von tatsächlicher Kuhmilch ab.

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Ich habe erst vergangene Woche mit meinem Arzt diesbezüglich gesprochen, da hier im Forum man schon angegiftet wird, wenn man von Kuhmilch und Kindern spricht. Mein Arzt gab mir zu versichern, daß früher dies der Fall war, man jetzt aber schon Kindern ab 5 Monaten Kuhmilch geben kann. Man ist jedoch davon zurückgetreten, nicht eine Vollmilch (sprich 3,5 %), sondern nur noch fettarm (1,5 %) zu geben. Eine Schädigung von Kindern und Erwachsenen durch das Trinken oder Essen von Milch (in Form von Brei) ist nicht gegeben. Ich habe meine Kinder mit Kuhmilch auch "verpflegt". Ich würde fettarme Milch und Wasser (wenn dies auf der Beilage steht) verwenden. Halte dich aber an die Beilage, damit nichts schief geht.

Fett ist sehr wichtig für Babys.

Fettarme Milch ist vor allem für Mager-Babys nicht ideal, weil sie zu wenig Kalorien und Energie liefert. Ein kleiner Buddha verträgt auch mal einen Schluck fettarme Milch im Brei.

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@Spaindo

Das hat aber gerade letztes mein Arzt eben nicht mehr gemeint, meine bekamen immer die 3,5 % !

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@Polo86

von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und vom Forschungsinstitut für Kinderernährung wird Kuhmilch mit 3.5% Fett [max.200 ml] zur Zubereitung des Milch-Getreide-Breies empfohlen.

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@Spaindo

Also dann doch weniger Fett, wenn die Kinder Milch noch zusätzlich trinken oder ?!

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@Polo86

unter einem Jahr sollen Babys keine Kuhmilch trinken sonder nur abgekochte Kuhmilch für den Brei und dafür ist die 3,5% am besten.

Im zweiten Lebensjahr wenn die kleinen normal gewichtig sind ist am besten Kuhmilch 1,5% zum trinken.

Am besten immer Bio- Frischmilch. Da in normaler Milch Antibiotika Rückstände sein können.

HA- Milch ist nicht so gut. Erstens schmeckt sie nicht. Zweitens um die Milch haltbar zu machen, wird sie bei der Verarbeitung für 2 bis 3 Sekunden auf knapp 140 Grad erhitzt. Dabei gehen viele wichtige Vitamine verloren!

Auch ist wichtig:

Im ersten Lebensjahr nicht mehr als 200 ml Milch(produkte) am Tag.

Im zweiten Lebensjahr nicht mehr als 300 ml Milch(produkte) am Tag.

Da die Nieren erst Ende des 2.Lebensjahr komplett ausgereift sind und das Eiweiß noch nicht völlig verwerten können, sonst kann es zu Fettleibigkeit und Nierenproblemen führen. Wenn die kleinen noch Milchprodukte wie Jogurt, Käse, Milchbrei, Sahne etc. essen kommt man ja ziemlich schnell auf die 200/300ml.

Da sie im 2.Lebensjahr die Milch ja nicht mehr in dem Sinne als Nahrung brauchen sondern die Milch eher ein Getränk ist, da sie ja feste Sachen essen, reichen Wasser oder Tee zum trinken völlig aus.

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@Spaindo

statistisch gesehen, wenn man aber zwei Kinder zu hause hat, die gerne ihre Milch trinken und nicht nur 200/300ml pro Tag ?! Meine sind aber vollkommen gesund.

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@Polo86

was hat das denn mit Statistik zu tun?

es geht doch einfach darum das die kleinen in dem alter noch keine ausgereiften Nieren haben die mehr Eiweiß verwerten können... deine Kinder mit eingeschlossen

Klar es werden nicht gleich die Nieren explodieren.... aber die ständige Belastung kann sie in mitleiden Schaft ziehen und das sieht man nicht sofort. Oft kommen die "Nebenwirkungen" erst im Erwachsenenalter. Natürlich trifft das nicht jedes Kind und bei den meisten Erwachsenen bringt man Probleme nicht automatisch in einen Zusammenhang. Aber wenn es schiefgeht, dann ist kommt es unangenehm und ist meistens zu spät um etwas daran zu ändern.

Für Kinder zwischen einem und drei Jahren wird eine tägliche Eiweißaufnahme von ca. 2,2 g pro kg Körpergewicht und Tag empfohlen. Zu viel Eiweiß kann den kindlichen Stoffwechsel und die Nieren überlasten. Manche Kleinkinder kommen inzwischen aber auf bis zu 5 g Eiweiß pro kg Körpergewicht und Tag. Neben den üblichen Nahrungsmitteln wie Fleisch und Wurst, Käse und anderen Milchprodukten stehen oft noch Milchfläschchen oder mehrere Becher Milch auf dem Speiseplan. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt pro Tag nicht mehr als 350 bis 400 ml Milch, denn Kuhmilch hat einen Eiweißgehalt von 3,3 bis 3,4 Gramm pro 100 ml. Da kommen allein durch die Milch etwa 12 g Eiweiß pro Tag zusammen. Wiegt Ihr Kind z. B. 10 kg, dann braucht es nicht mehr als 22 g Eiweiß pro Tag – und die sind rasch erreicht!

Deine Kinder essen doch bestimmt auch gerne Schokotorte... dürfen sie deswegen den ganzen Tag Torte essen? Es gibt doch genug andere leckere Sachen zum trinken

Ich verstehe nicht warum manche Eltern ihre Kinder unnötig Risiken aussetzen..... unwissentlich ok....... aber einfach ignorieren.... sorry verstehe ich nicht. Das hat sich ja keiner ausgedacht weil ihm langweilig war und er einen Hass auf Kühe hatte...... sondern das sind Ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse http://www.babytipps24.de/milch-und-milchprodukte

Eine gute alternative ist Mandel/- oder Getreidemilch.... die hat kein Eiweiß. Wenn die kleinen kleine Milchmäuler sind und mehr Milch am Tag trinken möchten. Komplett auf Kuhmilch sollte man aber auch nicht verzichten wegen dem Calcium, bestimmten Vitaminen etc.

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Ich muss leider anmerken, dass Ärzte oft viel Quatsch von sich geben, wenn es um Säuglingsernährung geht! Vor kurzem habe ich eine Mutter betreut, deren Arzt von ihr verlangt hat, ihr Kind nicht mehr zu stillen. Es war 6 Monate alt und wollte noch keinen Brei essen. Daher sollte es mal ne Runde hungern, dann würde es schon was essen… Im Zweifelsfall sollte man in Ernährungsfragen eher auf die DGE hören!

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Hallo merlinulucy,

ich bin Oecotrophologin und selbst Mutter. Hier mal eine Zusammenstellung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Kuhmilch in der Säuglingsernährung:

Vollmilch als Trinknahrung kann erst nach dem 1. Lebensjahr gegeben werden. Geringe Mengen Vollmilch - wie sie im Vollmilch-Getreide-Brei enthalten sind (200 ml) - können frühestens ab dem 6. Monat gefüttert werden. Sie sind (was den Proteingehalt angeht) unbedenklich. Bei Allergiegefährdung sind jedoch schon kleinste Mengen schädlich! Alle anderen Milchmahlzeiten sollten im 1. Lebensjahr aus Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung bestehen. Achtung: Beikostprodukte auf Milchbasis werden als Zwischenmahlzeit oder Dessert ab dem 7. oder 8. Monat angeboten. Sie bestehen aus Joghurt, Quark bzw. Frischkäse oder Milchpudding. Der Einsatz dieser Produkte ist im Ernährungsplan für das 1. Lebensjahr weder vorgesehen noch erwünscht. Aufgrund möglicher Nachteile sollte auf den Konsum verzichtet werden.
Mit Beginn des zweiten Lebensjahres können Kleinkinder etwa 300 g Milch oder Milchprodukte pro Tag trinken bzw. essen. Wenn Milch den Kleinen nicht schmeckt, ist Joghurt eine gute Alternative. Quark ist dagegen weniger geeignet, weil er viel Eiweiß, aber wenig Calcium liefert.

Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfiehlt, Kuhmilch und Kuhmilchprodukte im ersten Lebensjahr nur in sehr eingeschränktem Umfang und in denaturierter (erhitzter) Form im Rahmen eines Getreide-Milch-Breis einzusetzen. Eine Einführung weiterer milchhaltiger Beikost wird nicht empfohlen.

Kuhmilch ist bedenklich weil: --> Kuhmilchallergie und Neurodermitis (bei genetischer Vorbelastung): die Allergie kann schon bestehen oder sich durch den Kontakt entwickeln. Grund: Bei der noch sehr durchlässigen Darmschleimhaut des Säuglings und aufgrund des unreifen Immunsystems ist die Gefahr einer Sensibilisierung gegen Lebensmittelallergene stark erhöht.

--> zu hoher Proteingehalt: Eine hohe Proteinzufuhr kann die Nieren belasten (höhere Flüssigkeitszufuhr wird notwendig) und zu einer Anregung der Insulinausschüttung führen und darüber hinaus möglicherweise das Risiko für die Entwicklung einer Adipositas erhöhen.

Die Bedenken gegenüber Kuhmilch sind also keineswegs veraltet, sie wurden nur relativiert. Die Presse gibt das leider immer in sehr vereinfachter Form wieder. Auch auf die Lebensmittelindustrie kann man sich hier leider nicht verlassen. Die hält sich nicht an die Empfehlungen. Du hast völlig recht, wenn du Fertigprodukte mit Zuckerzusatz ablehnst! Natürlich brauchen Kinder auch Zucker, aber der natürlicherweise im LM enthaltene Zucker (z.B. Laktose) genügt.

Vollmilch soll es sein, weil Fett für Babys die wichtigste Energiequelle ist. Sie haben einen hohen Bedarf, weil sie sich (im Vergleich zu Erwachsenen) enorm schnell entwickeln. Du musst auch keine Angst haben, dass dein Kind von Vollmilch oder Getreidebrei dick wird. Babys haben noch ein natürliches Sättigungsempfinden, die hören auf wenn sie satt sind. Deshalb darf man das Kind auch nicht zum Aufessen nötigen!

Folgemilch ist überhaupt nicht notwendig, das ist nur Geldmacherei.

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