Frage zur ungarischen Sprache?

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Baskisch und albanisch haben mit indogermanischen Sprachen ebenfalls wenig zu tun, estnisch auch nicht, insofern ist das nicht so ungewöhnlich, wie du meinst.

Albanisch ist Indoeuropäisch, allerdings weder Slavisch noch Romanisch sondern eine indoeuropäische Einzelsprache genau wie Griechisch.

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Naja, selbst die Basken haben ihre (völlig abweichende) Sprache gegen Spanisch und Französisch behauptet. Und so riesig ist das Baskenland auch nicht.

Die ungarische Sprache ist auch ein Element, welches eine gewisse Gemeinschaft schafft, und z.B. auch in Rumänien bewahrt wurde (die Szekler sind eine ungarischsprachige Minderheit in Rumänien). Ich denke, auch dass die Schulen konsequent ungarischsprachig waren/sind, hat dazu beigetragen.

In Finnland sind nur manche Küstenregionen schwedisch geprägt (bei Vaasa, in Uusimaa und auf den Ålandinseln. Die Sprachgrenze ist dort scharf (das eine Dorf spricht Schwedisch, das andere 10 km entfernt spricht Finnisch). In Russland gibt es mehrere Minderheiten, die mit dem Estnischen und Finnischen verwandte Sprachen sprechen (manche sind gar nicht mal so klein).

Ungarisch hat - trotz der ugrischen Sprachbasis - viele Lehnwörter aus den verschiedensten Sprachen aufgenommen, aus dem Rumänischen, aus slawischen Sprachen, aus Turksprachen (z.B. kék = blau), sogar aus Sprachen der iranischen Gruppe (z.B. ezer = 1000). Ggf. auch aus nordkaukasischen Sprachen.

Übrigens sind manche ungarischen Wörter eher passend zu samischen Sprachen (z.B. Sámegiella, Nordsamisch). In diesen Fällen weicht mitunter das finnische Wort ab.

Ungarisch njelv (Zunge), Sámegiella njalbmi (Mund)

U. toll (Feder), S. dolgi

U. fül (Ohr), S. beallji [Mansi pal]

Finnisch: Zunge = kieli, Mund = suu, Feder = höyhen, Ohr = korva

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Das kann die Wissenschaft auch nicht erklären. Nur solche könnte man erzählen, dass Ungarn waren ein Steppenvolk, und haben auch andere Völker als Menschen gesehen. Mehr Stämme, mehr Macht. So könnten Ungarn auch später andere Völker assimilieren.

Ganz einfach, die haben sich nicht assimilieren lassen, nur so hätte ihre Sprache verschwinden können.

Im übrigen ist Indogermanisch veraltet. Das heißt eigentlich richtig Indoeuropäisch. In der Wissenschaft wird das jedenfalls so gehandhabt, da in anderen Sprachen die Bezeichnung Indoeuropäisch (IE) verwendet wird.

z.B. https://www.spektrum.de/news/indoeuropaeische-sprachen-stammen-aus-anatolien/1160357

https://www.spektrum.de/news/indoeuropaeisch-kommt-aus-der-steppe/1335235

https://derstandard.at/2000011913324/Der-Streit-um-die-indoeuropaeische-Ursprache-geht-weiter

Weil sie ziemlich früh ein Bewusstsein für den Wert der eigenen Kultur entwickelten und eine ungarische Identität bewahrten. Ein wenig vom alten schneidigen Reitervolk haben sie bis heute bewahrt. Orban trotzt all den blassen Bürokraten in Brüssel und Berlin, welchen die europäischen Völker ein Dorn im Auge sind.

Der Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn gab den Ungarn den Freiraum, auch ein eigenes Staatswesen innerhalb der Donaumonarchie zu bilden. So stützten sich gemeinsame Geschichte, Sprache, Identität und Staat.

Ungarn war selbst ein Vielvölkerstaat.

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Kannst du mal deine dämlichen und widerwärtigen AfD Propagandekommentare unterlassen? DAs nervt.

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