Frage zur Religion: Lamm Gottes

23 Antworten

Jesu ist das "Lamm Gottes", das zur Schlachtung benutzt wurde (Joh.1,29; Mk.14,24; Röm.6,23).

Das war die Beschämung Gottes an die Menschheit, dass Er Seinen Sohn opferte, damit wir Menschen bereuen und "umkehren" (Jes.30,15; 2.Kor.7,10).

Er will uns ja Sein Reich vererben (Röm.8,17), nachdem der "Gott dieser Welt" , welcher die Menschheit verführt (Offb.12,9), gefangen ist (Offb.20,2).

Christen opfern keine Lämmer. Das Lamm Gottes ist ein Symbol für Christus, der sich selbst hingibt. Nachdem der Glaube der Christen lehrt, daß in Christus Gott selbst Mensch geworden ist, ist die Hingabe Christi auch die Selbsthingabe Gottes. Lämmer oder Schafe sind dafür bekannt, daß sie nicht um ihr Leben kämpfen, wenn sie zum Schlachten gebracht werden, sondern eben "lammfromm" bleiben und den Metzger - oder unblutiger: den Schafscherer - einfach machen lassen. Daneben ist das Lamm ein Symbol des jüdischen Passah-Festes. Weil die frühe Christenheit Analogieschlüsse zwischen der Selbsthingabe Christi in seinem Leben und Sterben und der Schlachtung des Passahlammes gezogen hat, kam es zu dem Bild vom Lamm Gottes. Es ist ein Bild, eine Metapher, um einen komplexen Inhalt kompakt auszudrücken. Gruß, q.

Als Jesus am Kreuz starb, zerriß der Vorhang vor dem Allerheiligsten im Tempel. Bis zu diesem Zeitpunkt durfte nur der Hohepriester einmal im Jahr ins Allerheiligste, nämlich am großen Versöhnungstag. Der Vorhang, der eine Art Teppich war, zerriß von oben nach unten, so dass feststeht, dass hier kein Mensch dies erledigt haben kann. Es war vielmehr so, dass Gott selbst darauf aufmerksam gemacht hat, dass der alttestamentliche Opferdienst bzw. Schattendienst nun durch Jesus durch sein stellvertretendes Opfer (Opfer an unserer Stelle) am Kreuz erfüllt ist, weil er das einzige echte Gotteslamm ist, durch den Sünden tatsächlich weggenommen werden können.Nur Jesus konnte dieses Opferlamm sein, weil er keine eigene Schuld tragen musste. Wäre er selbst sündig gewesen, könnte er logischer Weise nicht die Sünden anderer tragen, weil er die eigene tragen müsste. Beides gleichzeitig geht nicht.

Es gibt keine andere Möglichkeit, Unrecht aus der Welt zu schaffen, außer durch die Vergebung durch Jesus Christus und Gott. Es ist nicht möglich durch ein einfaches: "Entschuldige bitte" Schuld loszuwerden. Auch Wiedergutmachung tilgt Unrecht nicht, es mildert nur die Folgen für den, der unter dem Unrecht leiden musste.Das ist übrigens unabhängig von jeglicher Kirche oder Konfession. Man kann sich nicht vom Unrecht verabschieden, in dem man sagt:"Es gibt keinen Gott"!

Außerdem ist es so, dass die unmittelbare Folge des Unrechts bzw. der Sünde der Tod ist. Das ist keine Strafe, sondern der Eintritt einer Gesetzmäßigkeit, die normalerweise nicht durchbrochen werden kann- außer eben durch den Glauben an Jesus. Beispiel: Wenn ich Gift zu mir nehme, dann wird dieses wirken, ob ich daran glaube oder nicht. Und ich werde, wenn es tödlich ist, daran sterben, ob ich glaube oder nicht. Das Gift ist die Sünde. Deshalb ist es durchaus überlegenswert, ob man sich nicht einmal mehr Gedanken darüber macht. Selbst wenn man nichts von diesem Sachverhalt weiß oder wissen will - weil man grundsätzlich dagegen ist - werden die Folgen eintreten. Das kann unter Umständen sehr lange dauern, aber letztlich ist das durch keine menschliche Maßnahme - außer dem Glauben an Jesus -abwendbar.

Was möchtest Du wissen?