Frage zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

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8 Antworten

Eine Vorsorgevollmacht ersetzt eine Betreuung und ist einfacher. Das Bundesministerium für Familien hat Vordrucke auf seiner Homepage. Man kann den Ehemann einsetzen und im Verhinderungsfall, falls er selbst dement oder tot ist, die Kinder. Der Ehemann sollte aber auch eine machen.

Hier ist ein Formular für Gesundheitsvollmacht und Vorsorgevollmacht. Deine Mutter kann die Person bestimmen, welcher sie am meisten vertraut. Egal ob sie zur Familie gehört oder Ehegatte ist oder eine gute Freundin. ..https://www.patientenverfuegung.de/files/gesundheitsvollmacht-aktuell.pdf

Es gibt auch ein Zentralregister im Internet, wo man die Vollmachten hinterlegen kann. Nur wenn man Wohneigentum besitzt oder eine Firma, sollte man unbedingt einen Notar aufsuchen.

Eine Patientenverfügung ist komplizierter. Es gibt keine Vordrucke, nur Satzbeispiele. Man kann seine Hausärztin fragen.

Weil, soviel ich weiß, sind Ehepartner immer berechtigt, sich gegenseitig zu vertreten. Vielen Dank im voraus!

Das stimmt nicht. Es ist aber dennoch ohne Weiteres möglich, die Vollmacht zu bedingen bzw. zu befristen. Aber nicht sehr empfehlenswert in dieser Konstellation.

Es ist nicht notwendig, aber am sinnvollsten, eine Vorsorgevollmacht vom Notar erstellen zu lassen. Darin kann man angeben, wer als erstes die Interessen des Patienten vertreten soll, zusätzlich können eine oder mehrere Ersatzpersonen angegeben werden. Der Verwandheitsgrad spielt dabei keine Rolle, rein theoretisch könnte man auch jemanden benennen, der nicht zur Familie gehört.

Man kann das Schreiben auch selber verfassen, ohne Notar, das wäre ebenfalls gültig. Würde aber auch einen Notar und vielleicht eine Beratung beim Arzt empfehlen, vor allem für eine Patientenverfügung, denn darin muss deine Mutter ja angeben, in welchen Fällen die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt werden sollen. Das so einfach ohne medizinische Kenntnisse zu machen, halte ich für schwierig.

Der Ehepartner ist nicht automatisch berechtigt.

Will sie, dass Du das machst, dann muss sie Dich benennen.

Will sie erst den Ehemann und dann Dich berechtigen, dann muss sie es so vermerken.

Bedenkt, dass ein oder zwei Zeugen unterschreiben müssen - z. B. Ärzte. Und, dass die angegebene/n Person/en wissen müssen, wo die Originale sind. Eine Kopie reicht nicht zur Vorlage im Ernstfall.

Hallo JensMarholdt,

nein, da täuscht du dich.

Ehepartner bzw. nächste Angehörige sind nicht automatisch berechtigt, sich gegenseitig zu vertreten.

Ich habe da mal einen Bericht gesehen. Da hatte der Mann keine Vorsorgevollmacht oder Patientenvervügung Und wurde dann zum Pflegefall. Vom Gericht wurde dann ein Pfleger bestimmt, der seine angebliche Meinung vertreten sollte. Die Ehefrau hatte keinerlei Rechte. Und da sie nicht Mitinhaberin des Kontos war - es lief nur auf seinen Namen - konnte sie nicht mal ans Geld.

Aus diesem Grunde habe ich schnellstens eine Patienentenverfügung und Vorsorgevollmacht abgeschlossen, dass meine Tochter alle Rechte bekommt.

In eurem Fall könntet ihr den Ehemann als Erstberechtigten und dich als Zweitberechtigten, für den Fall dass der Ehemann nicht mehr lebt, abschließen.

Das Beste wäre, das über einen Notar zu regeln, dass es hieb- und stichfest ist.

Alles Gute

Virginia

Stimmt weitestgehend. Allerdings wird nicht mehr einfach irgendwer vom Gericht bestellt, der die Angelegenheiten regeln soll. Es wird immer versucht jemanden aus der Familie zu benennen.

(Ich durchlebe grad genau das. Mein Vater hat keinerlei Vollmachten ausgestellt und ich darf jetzt alles regeln. Bislang klappt das noch ganz gut ohne irgendwelche Vollmachten. Habe aber grad heute mit jemanden von einer "Betreuungsstelle" telefoniert, der mir gesagt hat, dass ich ein Formular zur Beantragung der Betreuung beim zuständigen Amtsgericht einreichen muss, wenn Papa eben nicht mehr in der Lage ist, alles selbst zu regeln. Allerdings bestimmt das Amtsgericht erst jemanden, wenn ein akutes Problem vorliegt. Vorher brauche ich nichts zu beantragen.)

Sinnvoll ist es auf jeden Fall, soetwas frühzeitig zu regeln.

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Erkundige Dich beim Amtsgericht bei der Betreuungsstelle ! Ich denke , du liegst mit deiner Meinung falsch !

Muss man sowas nicht sowieso mit einem Notar machen? Dann solltest du ihn fragen.

Nein, muss man nicht...

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Nein, ist nicht nötig.

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