Frage zur Osmose :) brauche Hilfe

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2 Antworten

Betrachten wir ein rotes Blutkörperchen. Dessen Zellwand lässt kleine Moleküle (Wassermoleküle) in beiden Richtungen passieren. Große Moleküle werden nicht durchgelassen.

Fall 1): Durch Zugabe von destilliertem Wasser (enthält keine Salze) ist die Konzentration an Molekülen innererhalb des roten Blutkörperchens größer als außen. Das Bestreben ist, dass die Konzentration an Stoffen innen und außen gleich sein soll. Jetzt diffundiert ("strömt") Wasser in das rote Blutkörperchen. Umgekehrt können die größeren Moleküle zu einer Verdünnung nicht nach außen diffundieren. Die Folge ist, dass das Blukörperchen dem Druck nicht mehr stand hält und platzt. Diese Diffusion in eine Richtung bezeichnet man als Osmose und den dabei auftretenden Druck als osmotischen Druck.

Fall 2) Man gibt eine konzentrierte Salzlösung in die Blutbahn. Jetzt ist die Konzentration außerhalb des Blutkörperchens größer als innen. Nun diffundiert Wasser von innen nach außen, und das Blutkörperchen schrumpft und geht zugrunde.

Aus diesem Grunde gibt man bei starkem Blutverlust eine "physiologische Kochsalzlösung" (Beispiel s. Antwort von Bevarian) zu, um den momentanen Flüssigkeitsverlust (Blutverlust) vorübergehend auszugleichen. Natürlich ist diese Salzlösung kein dauernder Ersatz für das Blut.

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Hoher Blutverlust -> zusammenklappende Gefäße -> nix gut; deshalb wird anstatt wertvoller Vollblutkonserven erst mal eine NaCl/citrat-Lösung gegeben, die auch wieder rauslaufen kann. Flöße man dem Opfer jetzt reines (dest!) Wasser ein, so sinkt die Konzentration der Salze im Blut im Vergleich zum Zellinneren und der liebe osmotischee Druck läßt die Zellen plopp machen...

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