Frage zur Mittelhochdeutschen Grammatik (kontrahierte, starke und schwache Verben)?

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1 Antwort

Die Bezeichnungen stark/schwach bei den Verbklassen gehen auf Jakob Grimm zurück:

  • Viele Verben sind so "stark", dass sie die Zeiten (Imperfekt, 2. Partizip) aus sich heraus bilden können, indem sie sich einen anderen Stammvokal geben ("Ablaut") und keine zusätzlichen Endungen (-te, -t) benötigen.
    Bei diesen Verben zeigen sich verschiedene Systeme, daher wurden sie in 7 "Ablautklassen" eingeteilt (singen -sang-gesungen; geben-gab-gegeben; bleiben-blieb-geblieben...)
  • Andere Verben sind "schwach" und können sich im Stamm nicht verändern, sondern benötigen eben die Endungen -te, -t, um die Zeiten zu bilden ( fragen-fragte-gefragt; regnen-regnete-geregnet)

Eine kontrahierte (=zusammengezogene) Verbform ist z.B. mhd. stên aus stehen, geschên < geschehen, mhd. gereit < gerëdet, mhd. * du gist, ër git* zu gëben ...

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