Frage zur Erst Versorgung - Bitte bitte beantworten! :)

8 Antworten

Hey...also so wie du es beschreibst kann man es machen...aber das muss man von Einzelfall zu Einzelfall entscheiden. Es gibt da ein internationales System, das PHTLS heißt.

Dabei würde ich dir empfehlen: Punkt 1 und 2 Übernehmen.

Ab dann gilt das CABCDE-Scheme zur Erkennung und Versorgung lebensbedrohlicher Blutungen. 

C: Lebensbedrohliche offene Blutungen stillen

A: Atemwege frei machen und sichern ( Guedeltubus, maneulle Fixierung der HWS ggf. Stiffneck

B: Beurteilung der Atmung: Lunge gleichseitig belüftet? Sauerstoffgabe! Ggf. Therapie eines Spannungspneumothoraxes

C: Beurteilung der Haut und des Pulses, schnelle Traumauntersuchung (Thorax, Abdomen, Becken, Oberschenkel), Anlage Beckenschlinge, wenn ausreichend Ressourcen Vorhanden Zugang erwägen-> Bei nicht limitierbaren Blutungen Transportpriorität!.

D: Beurteilung der Neurologie: GCS, Pupillenstatus

E: Temperaturmanagement, Immobilisation, wenn Pat. bewusstlos, mit entsprechendem Schmerzmuster, mit Kommunikationsbarrieren oder starken Schmerzen die WS-Schmerzen überlagern könnte.

Diese Maßnahmen haben absolute Priorität und stehen vor allem anderen. wenn es bei C Auffälligkeiten gibt, ist ein schnellstmöglicher Transport anzustreben. Gggf. müssen dann erweiterte Maßnahmen zurückgestellt werden!

Wenn bei den vorangegangenen Punkten alles okay war, oder aber der Patient stabilisiert wurde und soweit es parallel möglich ist, geht es mit folgenden Punkten weiter.

-Erhebung einer Anamnese

- Behandlung nicht lebensbedrohlicher Zustände

- Vollständiges Monitoring

-> Dies kann ggf. auch auf dem Transport erfolgen.Wenn ihr auf dem SanDienst mit dem ersten ABCDE durch seid, wäre ein Monitoring und ein Zugang natürlich schick, dann verliert der Patient weniger Zeit. Bitte beachte: Ständige Neuüberprüfung des Patientenzustandes.

Zum Thema Schocklage: Diese wird bei Traumapatienten nicht mehr empfohlen. Der Grund: Durch den Blutverlust kommt es zu einem adrenalininduzierten Schock. Die Gefäße verengen sich und das Blut bleibt in den Extremitäten stocken. Es kommt dabei zur Bildung von Mikrogerinnseln und die Schocklage bringt hier einfach nichts. Vielmehr führt diese zu einer Verstärkten Belastung des Herzens und einer verschlechterten Ventilation. 

Stattdessen sollte eine Volumentherapie erfolgen, der Zieldruck liegt bei > 80mmHG.

Beim SHT gilt, dass der Patient von einer guten Versorgung profitiert und ggf. noch vor Ort eine Narkose benötigt. Bei den Zieldrücken ist hier eine Normotension anzustreben, bei Polytraumen mit SHT sollte ein Mittelweg gewählt werden. ( permissive Hypotension).

das Vorgehen entspricht der NotSan-Ausbildung, die Maßnahmen sind natürlich der entsprechenden Quali anzupassen.

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ich hab sani a und sani b ausbildung ich würde sagen es ist alles richtig blos über die helmabnahme sind sich viele streitig ... man muss ihn abnehmen um hlw zu machen oder ewentuelle verletzungen zu verbinden . andererseits kann man auch einiges kaputt machen wenn man ihn auszieht .... wiegesagt da sind sich viele streitig aber deine forgehensweise stimmt ;)

Ok danke :) weil uns wurde es so gelehrt: "Atmung vor Querschnitt" - im EH Kurs wurde es uns so gesagt; Bei Bewusstsein Helm drauf lassen - bei Bewusstlosen den Helm sofort ab und reanimieren.

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Sorry, aber in Bezug auf die Helmabnahme bei Bewußtlosen gibt es nichts zu diskutieren. Das Ding kommt runter. Beim Abnehmen kann nichts kaputt gehen was nicht schon vorher kaputt gewesen wäre. Alles andere ist Quatsch. Lass Dich von Deinem Ausbilder noch mal richtig schulen.

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Was hast du für eine Ausbildung? Warum bist du dir unsicher? Das ist ja schon eine ganz schön umfassende Versorgung...

Wahrscheinlich haben hier auch Leute Ahnung davon, aber im Allgemeinen findet man hier zu sowas selten fachlich korrekte Antworten.

Kann man als Notarzt/Notärztin bei einem HWS-Patienten mit einem SHT auch ein Spineboard verwenden?

schönen abend!

Kann man als notarzt / notärztin anstatt der vakuummatratze auch ein spineboard verwenden? hat das differenzierungen oder ä. ?

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Patient krampft, warum?

Im SanDienst wird ein Patient behandelt. Geschehen: Zusammenprall (Kopf)mit Fahrzeug, Sturz, Alkohol war auch dabei.

Der P. ist bewusstlos, nicht ansprechbar, zeigt aber Streck- und Beugereaktionen und Abwehrverhalten (auch gegen die Seitenlage-Verbringung). Dazu kommt schubweise Krampfen.

Blutdruck u 110/70, Puls steigend 100-111, SpO² konstant 99%.

Das SanTeam vermutet ein SHT und im Zusammenhang damit auch das Krampfen. Es ist definitiv nicht Epilepsie-typisch tonisch-klonisch, auch wesentlich schwächer ausgeprägt.

Warum krampft der Patient? Was passiert?

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Rettungsdienst KVB?

Hallo ich brauche eure Hilfe ich bin 19 fast 20 Jahre habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und möchte gerne zum RD oder zur BF oder Hauptamtlich in einer FFw arbeiten ich darf aber durch eine Sehbehinderung kein Führerschein machen habe Lehrgänge TM 1+2 Sprechfunk jetzt gerade mache ich den Taucher und AGT und TH folgt

wer kennt Kreisverbände oder Feuerwehren wo ich Hauptamtlich arbeiten kann oder die einen damit trotzdem annehmen würden?

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Warum keine Schocklage bei "5 Bs"?

Ich habe gelernt, dass bei Patienten mit Bewusstlosigkeit, kardiogenem Schock und Wirbelsäulenverletzungen sowie den sogenannten "5 Bs" (Verletzung von Birne (Kopf), Brust, Bauch, Becken, Beine) keine Schocklage hergestellt werden soll.

Die ersten drei Punkte leuchten mir ein, auch das erste B (z.B. SHT, Schlaganfall) erscheint mir plausibel, um intracerebrale Blutungen nicht noch zu verstärken.

Aber warum unterlässt man die Schocklage bei Brust-, Bauch- oder Beckenverletzungen? Auch, um Blutungen in die entsprechenden Körperteile nicht noch zu verstärken? Ist es dann aber nicht wichtiger, den Kreislauf aufrecht zu erhalten und eine Bewusstlosigkeit zu verhindern?

Bei Bein- und Beckenbrüchen könnte ich mir noch vorstellen, dass eine Bewegung an der Fraktur unterbunden und dem Patienten unnötige starke Schmerzen erspart werden sollen. Aber wie sieht es dann nach einer Ruhigstellung (Vakuummatratze, Trage) oder mit dem unverletzten Bein aus (hab mal gehört, es soll jemand durch die San-Prüfung gefallen sein, weil er das unverletzte Bein hochgelagert hat - gibt es also noch einen anderen Grund dafür, die Schocklage zu lassen, oder nur ein Gerücht)? Immerhin kann der Blutverlust bei solchen Brüchen recht erheblich sein und eine Schockbekämpfung ist doch recht wichtig...

Vielleicht weiß ja jemand mehr oder jemand vom Rettungsdienst kann sagen, wie das in der Praxis gehandhabt wird und kann kurz erklären warum!?

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Notarzt/Rettungsdienst ernstes Thema wieso so negative?

Altenheim Notfall, ruf ich an, pampige Telefonzentrale wenn man das Alter des Patienten nennt. Habe auch gehört das sich mal ein Rettungsdienst extrem viel Zeit gelassen hat um mal endlich voran zu gehen bzw. zu erscheinen obwohl bekannt war, dass ein Bewohner erstickt aufgrund Aspiration und blau ist. Ist der Notarzt dabei, reagiert dieser extrem sauer, wenn sich der Zustand eines alten Menschen kurzfristig verbessert hat obwohl dieser kurz davor Atemnot hatte und lange nicht mehr ansprechbar war. Oder wenn man ihm keinen extrem Fall nennt. Ungern nimmt das Rettungsdienst alte Patienten mit. Situationen müssen permanent extrem kritisch sein. Also wieso ist das so? Wir Pflegekräfte müssen uns ja absichern aber bekommen regelrecht angst, wieder so fertig gemacht zu werden von Notärzten bzw. vom Rettungsdienst. Ich meine, die verdienen doch ihr Geld, was wünschen die sich? Nur rum hocken und nirgends wohin fahren? Die stempeln uns immer als unwissendes nach hinten geschultes Pflegeperson hin. Obwohl ich mal einfach immer nur das getan habe was ein Bereitschaftsarzt gesagt hat,- Rettungsdienst holen! Mich regt das Ganze sehr auf zumal die zu viert sind und auf einen Einzigen in der Nacht richtig Dampf ablassen. Wäre der Patient daran gestorben und ich hätte nichts getan, wäre ich dran! Jemand ne Erklärung?

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Behandlung/Transport durch Rettungsdienst/Notarzt verweigern

Ich habe eine blöde Situation auf der Arbeit erlebt. Eine Person kommt in eine Notlage (Kreislauf spinnt/umgekippt) und es ruft jemand anderes (ein RettSan!) gegen den Willen des Patienten einen RTW/Notarzt (Patient hat große Angst vor dem Rettungspersonal und befürchtet Panikattacke/Zustand kann sich durch Anruf enorm verschlimmern). Kann man die Behandlung und den Transport verweigern oder hat dies Konsequenzen? Versuchen die Leute vom Rettungsdienst den Patienten zu überreden oder akzeptieren sie ein eindeutiges "Nein" (v.a. in Bezug auf eine vorherige Bewusstlosigkeit)? Gibt es "Zwangsbehandlungen"?

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