Frage zur deutschen Grammatik: Zum / Nach

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Die deutsche Sprache ist so gewachsen, dass sie bestimmte feststehende Begriffe hat. Diese lassen sich schlecht mit Logik oder Verstand begründen.

Es gibt einen Örtlichkeitstyp, der "zu Hause" heißt. Dies ist der Ort, wo die handelnde Person wohnt oder beheimatet ist. Man sagt eben "zu Hause sein", "etwas zu Hause haben", "jemanden zu Hause empfangen", "nach Hause gehen", "etwas nach Hause tragen". Dabei ist "zu Hause" stationär und "nach Hause" in Richtung auf das Zuhause hin und dann dort hinein.

Bei anderen Örtlichkeitstypen benutzt man meistens die Präpositionen "in" bzw. "zu". Das würde für "das Haus" und "den Park" zutreffen. Bei anderen Örtlichkeitstypen benutzt man "auf" statt "in", z.B. "ich gehe auf den Markt", aber trotzdem "zu": Ich bringe das zum Markt."

Vor Städtenamen verwendet man die Präpositionen "in" und "nach". Vor Inselnamen verwendet man "auf" und "nach". Wenn die Insel einen festen Artikel hat, heißt es dagegen "auf der" und "auf die".

"Nach Hause" ist ein feststehender Begriff. Du würdest aber sagen "mit zum (Ferien)haus" und bezeichnet nicht direkt ein Ziel.

"Zum" bedeutet soviel wie "zu dem", sprich; du sagst "Ich nehme den Ball mit zu dem Park". Der Unterschied begründet sich oft in den Fällen (DAS Haus und DER Park).

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