Frage zur Berechnung Kindesunterhalt?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Die Freundin hätte erst Anspruch auf Unterhalt,wenn er den gesetzlichen Unterhalt laut seinem Nettoeinkommen für vorrangig unterhaltsberechtigte gezahlt hat,in dem Fall für die minderjährigen Kinder !

Natürlich stünde der Freundin dann ALG - 2 zu,wenn der Kindsvater nach Zahlung des gesetzlichen Unterhalts euren gemeinsamen Bedarf mit seinem restlichen anrechenbaren Einkommen nicht mehr decken könnte.

Dann ist aber nicht nur die Freundin mit Kind bedürftig,sondern der Kindsvater auch,weil sie durch das gemeinsame Kind eine BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) bilden und wie du schon richtig gesagt hast,ist er bzw.sie dann zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet.

Sollte der Kindsvater hier tatsächlich nur noch über seinen Selbstbehalt von 1080 € Netto verfügen,dann besteht auf jeden Fall Anspruch auf zusätzliche Unterstützung.

Vorrangig wäre hier Wohngeld und Kinderzuschlag,oder dann eben als Aufstockung ALG - 2 bzw.Sozialgeld fürs Kind.

Denn bei angenommen min. 1500 € Brutto stünde ihm im SGB - ll ein Freibetrag auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu und das wären derzeit 330 €,diese würde das Jobcenter theoretisch von seinem zur Verfügung stehenden Nettoeinkommen abziehen,es würde sich also bei angenommen 1080 € ein anrechenbares Einkommen von max. 750 € ergeben.

Alleine der Regelsatz für den Lebensunterhalt von 2 Erwachsenen liegt derzeit bei 736 € ( 2 x 368 € ) ,es blieben dann vom Mann max. 14 € übrig der angerechnet werden könnte und dann kommt noch der Regelsatz fürs Kind von derzeit min. 237 € dazu.

Dem Kind stünden dann vorerst schon mal noch etwa 223 € pro Monat zu,selbst wenn das Kindergeld von derzeit 192 € als Einkommen des Kindes zählt und dieses abgezogen wird,bestünde weiterhin ein Bedarf von vorerst etwa 31 €.

Dann käme das Elterngeld von 150 € als Einkommen der Mutter dazu,wovon normalerweise 30 € Versicherungspauschale berücksichtigt werden müssten,demnach blieben hier nur 120 € anrechenbares Einkommen übrig,würde also nach Abzug der etwa 31 € Restbedarf noch einen Überschuss von ca. 90 € ergeben.

Dieser deckt dann ganz sicher die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) nicht ab,denn diese gehören auch zum Bedarf nach dem SGB - ll und somit würde noch Anspruch auf irgend eine Leistung bestehen,am Ende dann ggf. auf eine Aufstockung vom Jobcenter.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Frau hat einen Unterhaltsanspruch an den Mann - aber der ist nachrangig.... und muss erst dann erfüllt werden, wenn nach Ableistung der vorrangigen Unterhalte für alle seine minderjährigen Kinder noch ausreichend Geld übrig ist.... 

Ist das nicht mehr der Fall, so muss die Frau für sich selbst staatliche Unterstützung beanspruchen.

Denn laut Alg2 steht ihr ja kein Geld zu, sobald der Mann für sie aufkommen kann.

Wenn der Mann nach Zahlung der Kindesunterhalte für seine beiden älteren Kinder und Anrechnung des Unterhaltes für sein jüngstes Kind noch mehr als 1200 Euro zur Verfügung hat, so hat auch die Frau noch Anspruch auf "Betrreuungsunterhalt" von ihm. 

Wenn das Jugendamt die Frau bei der Berechnung aber einfach außer Acht lässt, wovon soll die Frau dann leben

Sie muss sich selbst kümmern..., ihre Ansprüche gegen den Mann selbst durchsetzen (- oder ggf. nachweisen, dass der Mann nicht ausreichend leistungsfähig ist, um ggf. staatliche Unterstützung für sich beantragen....)

Wovon sollten denn ansonsten die älteren Kinder des Mannes leben, wenn ihnen der Frau wegen ggf. der Unterhalt gekürzt würde?....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von tanatara
22.02.2017, 08:37

Von dem Geld, wovon die Mutter der beiden Kinder ungefähr doppelt so viel halt, als wie der Mann mit seiner Familie zusammen… ich weiß, dass interessiert niemanden! :(

0

Minderjährige Kinder stehen beim Mindestunterhalt im Rang vor der betreuenden Mutter ( §1609 BGB https://dejure.org/gesetze/BGB/1609.html ).

Denn laut Alg2 steht ihr ja kein Geld zu, sobald der Mann für sie aufkommen kann. 

Beim Alg2 werden die Unterhaltsverpflichtungen berücksichtigt, sprich vom Einkommen abgezogen.


wovon soll die Frau dann leben

Es kann ein Anspruch auf Harz 4 entstehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

janun ich hoffe der Mann hat angegeben dass er für jetzige Partnerin samt Kind aufkommen muß. Hierbei wäre es für die Arge eine Bedarfsgemeinschaft. Ansonsten sollte er mal beim Sozialverband VDK anfragen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, die Frau steht ganz am Ende an der Kette. Kindesunterhalt kommt VOR Erwachsenenunterhalt.

Die Frau hat offenbar auch vor der Schwangerschaft nicht gearbeitet wenn sie nur den Sockelsatz Elterngeld bekommt.

Wenn sie einen Versorger gesucht hat hätte sie sich einen suchen müssen der mehr verdient und noch kinderlos ist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von tanatara
22.02.2017, 08:39

Die Frau war Selbständig und ist somit zu Beginn der SS gleich ins Alg2 gerutscht… daher nur der Mindestsatz!

0

Was möchtest Du wissen?