Frage zum Wegerecht - früher Acker, jetzt Wohngebiet, Wegerecht unverändert?

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4 Antworten

Grundsätzlich bedeutet ein Wegerecht, dass der Eigentümer auf dem Grund den Durchgang "dulden" muss..... aber nicht instandhalten! Also keine Panik.

Wenn dein Nachbar aus wichtigen Gründen einen breiteren Weg braucht, muss er alle Kosten dafür selbst übernehmen!! und auch die Schneeräumung oder sonstige Massnahmen. Er hat natürlich auch alle Folgen dafür zu tragen, wenn es z.B. Änderungen an der Kanalisation oder der Bepflanzung braucht. Er müsste auch für die Änderung der Treppe alles bezahlen.

Gibt es mehrere Benützer dieses Wegerechts, so müssen sie die Unterhaltskosten gemeinsam tragen. Will jedoch nur einer einen breiteren Weg, dann muss er diesen Komfort aus der eigenen Tasche bezahlen.

Hol dir einen aktuellen Grundbuchauszug. Der kostet etwas an Gebühren. Da siehst du dann genau, was zur Zeit geltendes Recht ist. Nur das was im aktuellen Grundbuchauszug steht, an Rechten und Pflichten ist massgeblich.

http://www.nachbarstreit.com/2012/01/17/wegerecht-wer-hat-fur-die-schneeraumung-und-instandhaltung-zu-sorgen/

Wahrscheinlich wird dein Nachbar es sich nochmal überlegen, ob er einen neuen Weg braucht, wenn er erkennt, dass er alles selbst bezahlen muss.

Lieben Gruss mary

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Wenn im Grundbuch die Lage und Breite des Wegerechts nicht eingetragen ist gilt der entsprechende Vertrag, der Grundlage für die Eintragung war. Wenn das der Vertrag ist, den Dir der Nachbar vorgelegt hat, bekommt er immer Recht.

Wenn in diesem Vertragt nicht geregelt ist, wer den Weg unterhält, reinigt und ausbaut, musst Du Dein Eigentum in Ordnung halten und auch die Grundsteuer zahlen. Ohne vertrag kann der Nachbar "nur" die sichere Benutzbarkeit des Weges einklagen, d.h. Schneeschippen, ausbauen etc. musst Du ihn immer.

Nutzen darf der Nachbar die Wegerechtsfläche aber nur als Zufahrt zur Nutzung seines Hauses, nicht zum Parken etc. Insoweit solltest Du ihn fragen, wozu er die 4m Breite benötigt. Nach Baurecht muss die Zufahrt nur 3m breit sein (Für die Lastwagen der Feuerwehr).

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Geh zu einem Anwalt und lasse Dich beraten. Halbwissen dürfte Dir nicht weiterhelfen und könnte verdammt teuer werden.

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salty68 27.03.2013, 09:35

Falls deer neue Nachbar weiter mit rechtlichen Konsequenzen droht werde ich das auch tun, aber voher würde ich mich gerne selbst schlau machen. Das Amt ist leider keine Hilfe gewesen.

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miezepussi 27.03.2013, 11:11
@salty68

Ich schrieb ANWALT nicht Amt. Und erst einmal nur eine Rechtsauskunft einholen, das ist auch möglich. Ob Du weitere Schritte unternimmst und welche das sein werden, kannst Du dann immer noch entscheiden.

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Ich würde mic beim zuständigen Amt über die Eintragung de Wegerechts erkundigen. Dort müsste auch die Art des Wegerechts eingetragen sein. Die können meist auch bei solchen Fragen helfen.

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salty68 27.03.2013, 09:33

Das Grundbuchamt hat angeblich nur den Vertrag, der als Grundbucheintrag gilt. Rechtsauskünfte geben die nicht, hatte auch nicht den Eindruck, die Mitarbeiterin docht keine Fachkraft ist.

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