Frage zum Unterzucker

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4 Antworten

Ich würde den Begriff "Unterzuckerung" vermeiden. Der erinnert (auch Dich) offenbar an die Krankheit Diaebetes und das ist irreführend.

Tatsächlich ist der Zuckerspiegel im Blut - wie der von so gut wie jedem anderen Stoff auch - nicht gleich bleibend. Wann immer neuer Zucker kommt, wird auch Insulin produziert, um ihn umzuwandeln. Drum gibt es nach jeder Mahlzeit mit Zucker einen Schub nach oben und dann ein Abfallen nach unten.

Üblicher Speisezucker wird nach und nach durch nach und nach produziertes Insulin abgebaut. Die freigesetzte Menge Insulin ist passend, weil sie nicht übermässig ist.

Traubenzucker hat nun die Eigenschaft, dass er dem Blutzucker sehr ähnlich ist (ist ja das pflanzliche Gegenstück dazu). Er geht darum noch viel schneller ins Blut als der gewöhnliche Speisezucker, der erst zu Blutzucker modifiziert werden muss. Er ist also quasi sofort mit aller Masse auf einmal da. Wenn dann Insulin ausgeschüttet wird, ist das auch eine entsprechende Masse. Die Insulinproduktion läuft dann quasi in Sonderschichten und es werden wie für den "normalen" Speisezucker natürlich Nachschubmengen für den nachkommenden Zucker produziert.

Es kommt dann aber an Zucker nichts mehr nach (weil der Traubenzucker ja sofort verbraucht ist) und deshalb zerlegt die eigentlich zu grosse Menge Insulin dann zuviel Zucker.

Ein Rauschzustand ist das am allerwenigsten. Extreme Unterzuckerung bedeutet eventuell Schwäche, Schwindel, Schwitzen und Müdigkeit.

Eigentlich müsste der freie Verkauf von Traubenzucker verboten sein. Das ist ein Notfallmedikament.

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Wenn du Traubenzucker (oder allgemein Süssigkeiten mit viel Zucker) isst, produziert dein Körper viel Insulin. Wenn er sich darauf einstellt, dass jetzt auch viel Zucker kommt, aber plötzlich keiner mehr da ist, führt das zu einem Unterzucker. Einen Rauschzustand spürst du dabei alllerdings nicht. Der Blutzuckerspiegel steigt erst an und fällt dan ab, was sich in Hunger, Kopfschmerzen und so weiter äussern kann

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Kommentar von derdorfbengel
11.10.2011, 13:51

Das ist richtig!

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Traubenzucker bewirkt nicht direkt das Gegenteil.

Wenn jemand unterzuckert ist, dann sorgt Traubenzucker für schnelle Abhilfe. Das funktioniert aber nur, wenn danach dann etwas "Ordentliches" wie beispielsweise Brot gegessen wird. Nur so lassen sich die Reserven nachhaltig auffüllen. Ansonsten macht man das Ganze durch die erhöhte Insulin-Ausschüttung infolge der Zuckeraufnahme nur noch schlimmer.

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unterzuckerung passiert mehrfach am tage, z. b. wenn du hungergefühl bekommst, es ist das zeichen deines körpers, das er energie benötigt, deswegen essen wir auch...traubenzucker (aber nicht nur) liefert schnell etwas energie, deswegen wird er benutzt...

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