Frage zum Umgangsrecht zwischen Oma/Opa und Enkel

7 Antworten

Gestern war ein "Familienhelfer vom Jugensdamt da. dieser sagte, dass sie Eltern immer noch das Recht haben zu bestimmen, wo die Kinder sein dürfen. Es sei denn, man würde dies einklagen.. Das kann doch alles nicht wahr sein! Die Kinder haben schon sooo viel miterlebt und mitgemacht und das ist für mich schon eine Kindergefährdung und sie sollten zu uns in Obhut kommen und die Eltern sollten in dieser Zeit einen Entzug machen. Dann könntne sie ja wieder zusammen leben. Das ist ja das, was sich die Kinder nur wünschen...wieder eine intakte Familie zu sein. Der vorschlag vom Familienhelfer war für den großen Enkel, dass er mit 16 Jahren in ein betreutes Wohnen kommt...und der kleine soll so lange bei den Eltern sein!!! Ich verstehe die Welt nicht mehr!

Hallo,

ihr habt beide Recht. Großeltern haben nur ein Umgangsrecht (wenn sie es einklagen würden) wenn vor dem Verbot des Umgangs durch die Eltern eine Bindung zwischen Großeltern und Kind bestanden hat. Wenn Oma und Opa Bezugspersonen für das Kind sind. Wenn sie z.B. oft mit der Betreuung des Kindes beauftragt wurden oder mit im selben Haus gelebt haben.

Aber auch hier gibt es eine Lücke: wenn ein Elternteil (falls sie getrennt sind) den Umgang verbietet und der Andere es erlaubt, dann kann während der Umgangszeit des erlaubenden Elternteil natürlich Kontakt zu den Großeltern stattfinden, da jeder Elternteil während seiner Umgangszeit bestimmen kann mit wem das Kind Zeit verbringt.

Dein Bruder hat Recht. Auch Großeltern haben ein Umgangsrecht, das im Notfall sogar eingeklagt werden kann.

Was möchtest Du wissen?