Frage zum "Salpeterversprechen"?

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1 Antwort

vgl. http://www.chemie.de/lexikon/Ostwaldverfahren.html"


Durch Oxidation nach dem Ostwaldverfahren konnte man nun Salpetersäure gewinnen, durch deren Neutralisation mit Ammoniak das Ammoniumnitrat entsteht.

Der "Salpeter" Ammoniumnitrat
war Hauptbestandteil der damals effektivsten Sprengstoffe und
Düngemittel. In dieser Situation vorrangig war die Funktion als
Sprengstoff.

Um auch diese Schritte industriell umsetzen
zu können, unterzeichneten Bosch (für die BASF) und die Oberste
Heeresleitung Ende 1914 einen Vertrag, der Abnahmegarantien und ein
Darlehen von 35 Mio. Mark seitens des Reiches vorsah, wodurch der Bau
entsprechender Anlagen ermöglicht wurde. Dieser Vertrag wird als
Salpeterversprechen bezeichnet.

Durch diesen Schritt war es möglich, die
ausbleibenden Importe aus Chile, die sich 1913 noch auf 800.000 t im
Wert von 120 Mio. Mark beliefen, kurzfristig ein wenig zu kompensieren,
bis man mit dem Bau des Werkes Merseburg (später Leuna) 1916/17 stark
erhöhte Kapazitäten zur Verfügung hatte

"




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Kommentar von bishare
07.11.2016, 17:16

Vielen Dank :)

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Kommentar von Jo3591
08.11.2016, 08:32

Sehr gute Erklärung. Kleine Ergänzung: Ammoniumnitrat spielt als militärischer Sprengstoff, und darum gings ja im 1. WK, praktisch keine Rolle. Wichtigster Rohstoff war die Salpetersäure aus dem Ammoniak-Direktoxidationsverfahren nach Ostwald. Die wichtigsten militärischen Sprengstoffe waren Glyzerintrinitrat, Glykoldinitrat und Nitrozellulose für Treibladungen und TNT und Pikrinsäure für Granatenfüllungen. Die wurden durch die klassische Nitrierung mit Salpeter- + Schwefelsäure/Oleum gewonnen.

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