Frage zum Priester werden?

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6 Antworten

Zu Punkt 1. Nein ich bin der meinung du kannst Frei wählen (zumindestens solange du noch kein prister bist)

Punkt 2. Soweit ich weiß ist es egal wann du getauft oder beigetreten bist

Punkt 3. Ich vermute mal das der Pfarrer ´über jeden (nennen wir es mal verlust) etwas enttäuscht ist aber dennoch nicht so das er dir böse wäre oder sonst was (Dazu hätte er auch nicht das recht, da du deinen weg wählst und Ihn auch gehen wirst)

Hallo MilesForever,

mit dem Link von kgsbus hast du schon einen guten Einstieg. Du solltest dich außerdem mit der Stelle persönlich in Verbindung setzen und dich beraten lassen.

Du musst dir allerdings einiges durch den Kopf gehen lassen: Ein Priester stellt im Idealfall keine eigenen Ansprüche, sondern stellt sich mit seinem Leben Gott und der Kirche vollständig zur Verfügung.

Du musst daher überlegen, ob deine Sonderwünsche im Sinne dieses Dienstes sind. (freier Student im Ausland?  scheint also ohne Abitur zu sein? andere Diözese? Gedanken, was andere denken?)

Du musst außerdem überlegen, ob deine Vorstellung, Priester zu werden, nicht nur so aus einer plötzlichen Begeisterung heraus kommt (knapp drei Jahre erst Kontakt zur kath. Kirche!)

Vielleicht ist es besser, du lebst erst mal deinen Glauben innerhalb deiner Gemeinde in Deutschland, machst Abitur, studierst regulär Theologie an einer normalen Universität und überlegst dann, ob du Priester werden willlst und ins Priesterseminar gehst.

MilesForever 11.11.2016, 17:22

Ich habe ja keine Ansprüche, aber jeder, der Priester werden will, hat doch die Freiheit sich einem Bischof/Bistum zu unterstellen und dieses zu wählen? 

Einen Sonderwunsch sehe ich darin irgendwie jetzt nicht. 

Abitur habe ich ja.

Und so wie ich das verstanden habe, ist man nicht einer Diözese ewig verpflichtet, nur weil man dort getauft wurde.  Die Diözese wo das war, ist auch gar nicht direkt meine heimat. Von daher ist es doch verständlich, wenn man wieder in seine heimat möchte, oder nicht? Und ich weiß aus Quellen, dass gerade dort auch ein Mangel an Priestern ist und die KK generell in der Minderheit ist. 

Und ich persönlich denke, wenn man etwa 4 Jahre darüber nachdenkt, priester zu werden, ist das nicht einfach mal so eine idee, die in den kopf kam. Und das priestersemiar soll ja, soweit ich das verstanden habe, auch noch mal eine reifeprüfung bis dahin sein. 

Aber danke für die antwort.

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Firmian 20.11.2016, 10:18
@MilesForever

Normale Gläubige wechseln die Diözese mit jedem Wohnortwechsel über die Grenzen.

Als Priester ist man in einer Diözese (oder einer Ordensgemeinschaft) inkardiniert und kommt da nicht so leicht raus.

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Manche Bischöfe weihen erst, wenn der Kanditat vorher noch etwas ganz anderes gemacht hat, also einen ganz normalen Beruf oder so. Damit soll vermieden werden, dass Träumer in das Priesteramt hineinschlittern, die das Leben nocht garnicht richtig kennengelernt haben und wo es dann irgendwann ein böses Erwachen gibt. Plane das mit ein.

MilesForever 10.11.2016, 12:00

Ok, kann sein. 

Ich kenne es so, dass man ohne Abitur auch dann studieren kann über den 3. Bildungsweg, 

aber wenn ein Bischof jemandem sagt, er solle nach den 5 Jahren Studium Theologie noch eine Ausbildung machen, fände ich das äußerst merkwürdig, wenn nicht sogar etwas unsinnig, da vor der Priesterweihe ja noch das Diakonat steht, in dessen Zeit man das Leben schon kennenlernt und noch einmal seiner Entscheidung klar werden sollte.

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wolfruprecht 11.11.2016, 09:59
@MilesForever

...aber wenn ein Bischof jemandem sagt, er solle nach den 5 Jahren Studium Theologie noch eine Ausbildung machen, fände ich das äußerst merkwürdig,...

Wenn überhaupt, dann passierst so etwas zu Beginn des Studiums oder in den ersten beiden und nicht erst nach 5 Jahren.

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Firmian 11.11.2016, 11:08

Das habe ich zwar auch schon gehört, aber ich denke, das rigeros durchzuziehen kann die kath. Kirche sich im deutschsprachigen Raum nicht leisten.

Grundsätzlich kannst Du (oder Dein Bekannter) in jeder Diözese der Welt Priester weihen. Du brauchst meines Wissens auch kein "Empfehlungsschreiben" des Heimatbischofs.

Diözesen wie zB Vaduz leben davon, daß Leute zu ihnen kommen, die in keine normale deutsche Diözese wollen.

Außerdem kann man sich auch in Ordensgemeinschaften weihen lassen, die stehen sozusagen außerhalb der Diözesen.

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MilesForever 11.11.2016, 17:28
@Firmian

Ich weiß selbst von welchen, die nach vaduz gehen, weil ihre deutschen Bistümer ihnen zu liberal sind.

Von daher...

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Firmian 20.11.2016, 10:10
@MilesForever

Das ist auch der Grund für Vaduz - nicht, weil dort so schöne Berge sind.

Die haben längst viel mehr Priester, als sie in ihrer Mini-Erzdiözese beschäftigen können. Die werden dann "verleast".

Du (bzw. der, für den Du fragst, wenn das ein anderer ist) mußt halt wissen, wo Du selbst theologisch stehst und mußt Dir klar sein, daß Du in deutschen Bistümern eine sichere Kirchenbeamtenstelle erwarten kannst, im Gegensatz zu vielen ausländischen Diözesen oder manchen Ordensgemeinschaften / Priesterkommunitäten.

Aber wenn Du "nur" in eine andere deutsche Diözese willst, das sollte kein Problem sein. 

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man ist sicher nicht gebunden, bei den Pristern ist es nicht unüblich, dass sie alle paar Jahre ihren Arbeitsort wechseln

Voraussetzungen für die Priesterausbildung:

Grundsätzlich kann jeder zum Priester geweiht werden, der
männlich, katholisch und unverheiratet ist. Wenn er von Gott dazu
berufen ist. Ob jemand berufen ist, entscheidet jedoch nicht der
Einzelne selbst.

Drei Aspekte entscheiden zusammen darüber, ob jemand tatsächlich berufen ist: die Neigung, die Eignung, und die Annahme durch die Kirche.

Dafür gibt es in jedem Bistum extra Berater, die gerne Auskünfte geben.

Muss man im Bistum, wo man lebt antreten? Nein. Jedoch muss bei auswärtigen Bewerbern für die Entscheidung, im anderen Bistum und nicht in der Heimatdiözese Priester werden zu wollen, ein trifftiger Grund vorliegen.

https://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/priesterausbildung/der_weg/Voraussetzungen/

Es gibt so wenige Kandidaten das sich jeder freuen muss, wenn es überhaupt jemand macht. Natürlich möchte jedes Bistum seine Leute selber haben.

Aber ehe jemand abspringt, wird es sicher Lösungen geben.































































Nadelwald75 11.11.2016, 09:36

Hallo kgsbus,

gute Hilfe, aber mit einem Satz bin ich nicht einverstanden:
Es gibt so wenige Kandidaten das sich jeder freuen muss, wenn es überhaupt jemand macht.

Lieber keinen als jemanden dritter Wahl!

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MilesForever 11.11.2016, 17:26

Aber denkt jedes Bistum denn so wie das, was du verlinkt hast? Spiegelt das die Meinung aller Bistümer wider?

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1. Nein

2. Ja

3. Ja

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