Frage zum Mietrecht? Wohnfläche größer als im Mietvertrag?

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4 Antworten

Rechtlich ist die Sache ganz einfach: Die Wohnungsgröße weicht um mehr als 10 % von der Angabe im Mietvertrag ab, deshalb kann der Vermieter die entsprechend höhere Miete verlangen. Ständige Rechtsprechung. Der Vermieter könnte sogar rückwirkend mehr Miete verlangen. Der Vermieter kann auch bei Abweichungen von weniger als 10 % die höhere Miete verlangen, wenn im Mietvertrag ein Quadratmeterpreis festgelegt ist.

Da man im umgekehrten Fall auch sogar rückwirkend die Miete kürzen kann, falls die Wohnung kleiner ist als im Vetrag steht, sollten deine Verwandten froh sein, wenn der Vermieter an Feststellung mehr Geld haben will.

Wer hat denn die Größe festgestellt?? Ihr ??? Und wer hat den Vermieter dann informiert??? Ihr???

Draufgekommen ist der Vermieter, als in der fast identischen Nachbarwohnung bei einem Mieterwechsel der neue Mieter die Angaben zu Quadratmeterzahl angezweifelt hat und nachmessen hat lassen - wir gehen stark davon aus, dass da von keinem Absicht vorlag. Grüße

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Es ist doch egal, wer die Änderung festgestellt hat. Das spielt für den Sachverhalt doch keine Rolle.

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@Knowledge

@Knowledge

Falls die Familie den Vermieter selbst darauf hingewiesen haben vielleicht schön blöd, oder????

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Was steht denn nun genau wörtlich im Vertrag dazu?

Das kann ich dir jetzt nicht sagen - aber es ist ein kopierter Standardmietvertrag.

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@webwilli

"aber es ist ein kopierter Standardmietvertrag"

sagt mir jetzt leider gar nichts. Es käme schon auf den Wortlaut an und ob da z.B. der qm-Preis steht oder der gesamte Mietpreis und ähnliche Kleinigkeiten.

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http://www.wer-weiss-was.de/theme210/article3943545.html Hier wurde die gleiche Frage gestellt. Sch mal die Antworten an.

Visanto 1, die Frage dort war allenfalls ähnlich, denn der Mieter war der frühere Hauseigentümer, der seinen Käufer (und Vermieter) mit falschen Angaben arglistig getäuscht hat. Der in die Mieterrolle geschlüpfte Hausverkäufer hatte von vorneherein das Interesse, seine Wohnung kleinzureden.

In Webwilli's Fall würde ich behaupten, daß dem Vermieter weder eine Kaltmieterhöhung noch eine Umlagenforderung für die betroffenen Qm zusteht.

Das ist die asymetrische deutsche Mieterrechtsprechung: Das dem Mieter zustehendende Mietminderungsrecht bei kleinerer Wohnung steht umgekehrt dem Vermieter bei größerer Wohnung nicht zu.

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