Frage zum Massenerhaltungsgesetz?

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2 Antworten

Das ist ein extrem krudes Argument. Ungefähr so wie wenn Du Dir eine Fichte ansiehst und sagst „OK, das ist eine Pflanze. Offenbar haben alle Pflanzen holzige Stämme, immergrüne nadelförmige Blätter und blüuhen nur alle paar Jahre“.

Zunächst ist das Schmelzen von Eis kein wirklich gutes Beispiel einer chemi­schen Reaktion. Die meisten Leute würden diesen Vor­gang eher in der Physik verorten. Ja, es gibt das zwischen­molekulare Wechsel­wirkungen, und H-Atome werden zwischen H₂O-Molekülen aus­getauscht. Aber das ist letztlich nicht mehr Action als in jedem beliebigen flüssigen Wasser.

Zweitens ist es nicht einmal wahr. Wenn Du 10 g Eis schmilzt, dann bekommst Du mehr als 10 g Wasser (der Unterschied ist etwa .00000000004 g, wenn ich mich nicht verrechnet habe, und damit ohne praktische Bedeutung). Das liegt an der Relativitäts­theorie, wonach Masse und Energie äqui­valent sind, und an der Schmelz­­wärme, die man braucht, um Eis zu Wasser der­seben Tem­peratur umzuwandeln.

Reaktionen haben einen Energieumsatz Wenn Du in einem geschlossenen System arbeitest, dann kann diese Energie mit der Umgebung aus­getauscht werden. Ent­sprechend E=mc² steigt oder sinkt dadurch die Masse des Systems — allerdings sehr, sehr wenig, weil die Energie­umsätze chemi­scher Reaktionen generell klein sind und die Energie­mengen daher nur sehr kleinen Massen­ände­rungen äqui­valent sind.

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Wo ist da die CHEMISCHE Reaktion?

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