Frage zum longieren mit Ausbinder?

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8 Antworten

Pferdefreundlichste Lösung,
Verkaufe oder verschenke die Ausbinder, lass die Trense zum longieren im Schrank, besorg dir einen Kappzaum und den Longenkurs von Babette Teschen. (hoffentlich richtig geschrieben. Mein Namensgedächtnis ist nicht so der Knaller.)

Mit Ausbindern zwingst du dein Pferd in eine von dir vorgegebene Haltung. Du möchtest aber nicht, dass dein Pferd beginnt mit den Muskeln gegen den Ausbinder zu arbeiten und den Unterhals zu trainieren.
Sondern du möchtest dass die richtigen Muskelpartien trainiert werden.
Ausserdem erreichst du durch die Anringung von Ausbindern ans Gebiss eine "abnormale" Einwirkung aufs Gebiss.
Durch den Zugwinkel können einfach Gebrochene Gebisse gegen den Gaumen drücken und entsprechende Schmerzen verursachen. Ausserdem wird bei jedem Schritt ein Ruck im Maul (oder Gebisslos auf dem Nasenrücken) ausgeübt.

Beim Longieren mit Gebiss schnallt man die Longe entweder direkt ins Gebiss, oder nutzt eine Longierbrille. Direkt eingeschnallt verursachst du einseitigen Zug, das Pferd neigt dazu sich im Genick zu verwerfen.
Mit Longierbrille erreichst du wieder den oben genannten Zugwinkel.

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Kommentar von hupsipu
21.12.2015, 22:05

Kleine Ergänzung: mit Longierbrille ist der Zug vor allem am äußeren Gebissring, wirkt aber nach innen. Das Pferd, das daraus die richtigen
Schlüsse für seine Körperhaltung zieht, muss mir erstmal einer zeigen... ;-)

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Huhu,

warum sollte man mit Trense longieren? Nur, weil man sie hat? Sie ist zum Reiten da, wenn die Einwirkung von oben und damit hauptsächlich auf die Maulwinkel kommt. 

Ausbinder wirken auf das Pferd und dessen gesunden Muskelaufbau kontraproduktiv, wenn sie dauerhaft zum Longieren verwendet werden. In den Händen von Profis, einige Minuten gezielt und dabei manchmal auch nur einseitig eingesetzt um einen bestimmten Aha-Moment im Pferd auszulösen -  ja, da sind sie sinnvoll. Aber bitte, bitte nicht zum longieren.

Schnallst du die Ausbinder gleich lang, ist eine Stellung und Biegung im Hals physikalisch nicht möglich, ohne dass das Pferd sich einrollt. Schnallst du sie ungleich, wird der Kopf innen näher am Bauch fixiert und das Pferd fällt erst mal auf die innere Schulter, ein aufgewölbter Rücken ist damit verhindert. Schnallst du Ausbinder rein, fixierst du den Kopf, verspannst den Hals, legst damit die Schulter lahm, blockierst den Rücken, lässt die Hinterhand nur noch schieben und nicht tragen, blockierst damit eine Längsbiegung, ein aufgewölbter Rücken ist dann nicht mehr möglich. Schnallst du Ausbinder rein, fixierst du den Kopf auf einer Höhe, lässt das Pferd sich nicht mehr strecken und dehnen, zwingst es zu einer nach und nach verspannteren Haltung. Schnallst du Ausbinder rein, muss das Pferd entweder dagegen drücken, oder sich dahinter verkriechen, um den regelmäßigen ruckelnden Kontakt zu vermeiden. Schnallst du Ausbinder rein, lernt dein Pferd zwar den Kopf nett zu tragen, so dass es ihm möglichst unangenehm ist, den Rücken oder die Hinterhand kriegst du damit aber keineswegs schwingend oder aktiv. Schnallst du Ausbinder rein, hast du keine Chance auf ein Nachgeben des Pferdes im Genick ebenfalls mit Nachgeben zu reagieren. Schnallst du Ausbinder rein, wirkst du nach unten hinten und somit vorrangig auf die Laden und die Zunge und nicht auf die Maulwinkel, wie beim Reiten.  -> Ausbinder sind völliger Mist, wenn das Pferd lernen soll sich selbst zu tragen und die richtigen Muskeln aufbauen soll!

Ein passender nicht rutschender Kappzaum ist zum Longieren das beste Mittel der Wahl. Damit wirkst du auf den Nasenrücken über das Genick direkt auf die Wirbelsäule ein und kannst dem Pferd damit Stellung und Biegung verständlich machen. Und wenn du erst einmal sicher Stellung und Biegung abfragen kannst, schenkt dir das Pferd eine schöne, gesunde Selbsthaltung mit sich aufwölbendem Rücken fast von selbst. Das neue Bewegungsmuster (oder nur an der Longe neue Bewegungsmuster, wenn es gut unter dem Sattel ausgebildet ist) muss das Pferd erst einmal lernen und der Mensch muss lernen, richtig zu longieren. Longieren ist mehr, als in einem FN-konformen Dreieck mit Longe und Peitsche am Pferd in der Mitte eines 18m Kreises zu stehen und die Gangart zu bestimmen. 

Longieren ist in meinen Augen die Förderung des Pferdes an der Longe, vorrangig ohne Reitergewicht, in der Volte, auf dem Zirkel und auf der Geraden mit besonderem Augenmerk auf eine immer sicherere Selbsthaltung auf der Geraden und in der Biegung sowohl im vorwärts-abwärts, als auch mit sich ausbildender Aufrichtung, und dadurch die Erarbeitung eines verbesserten Takts, einer verbesserten Losgelassenheit, Selbsthaltung, Schwungs, Geraderichtung und Versammlungsfähigkeit. 

Alles andere ist meiner Ansicht nach "das Pferd an der Longe laufen lassen" oder im schlechteren Fall "das Pferd im Kreis um sich herum zentrifugieren".

Ich lege dir dazu den Longenkurs von Babette Teschen und Tania Konnerth ans Herz (longenkurs.de) in Kombination mit einem passenden Kappzaum und einem guten Durchhaltewillen, Einsicht und viel Geduld deinerseits.

Liebe Grüße

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Kommentar von LyciaKarma
22.12.2015, 08:30

Ach super, da kann ichs mir mal wieder sparen! Zur Zeit bist du oft schneller als ich :D 

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Korrekt longieren kann man nur mit Kappzaum und ohne Hilfszügel. Diese verhindern, dass das Pferd korrekt über den Rücken auf einer exakten Kreisbahn laufen kann.

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1) man kann mit Trense nicht gymnastizierend longieren
2) Ausbinder ziehen das Pferd in eine unnatürliche Haltung. Bei jedem Schritt zerren sie im Maul. Das Pferd hat schmerzen und kann nicht entfliehen. Es kann bis zur Halswirbelarthrose gehen

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Niemals Ausbinder! Sie zerren das Pferd in eine Haltung aus der es nicht entfliehen kann. Sie reißen bei jedem Schritt im Maul und im schlimmsten Fall geht es bis zur Halswirbelarthrose.
Man kann nur korrekt longieren mit einem Kappzaun. Dazu würde ich dir den Longenkurs von Babette Teschen aus Herz legen.

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Ich würde nur mit Kappzaum longieren

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Warum soll man nicht mit Trense longieren ? Die die voltigieren da hat das Pferd doch auch eine Trense auf oder im Reitungerricht. Ich würde eher nicht mit Halfter longieren. Das ist zum führen, anbinden usw da.

Ich stelle die Ausbinder immer so ein das das Pferd gerade ist. Also beide Seiten gleich lang

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Kommentar von lemonade14
21.12.2015, 21:23

okay alles klar danke wenn mann mit trense longiert und halt mit ausbindern kommt bei jedem schritt ein ruck ins maul von den ausbindern das tut dem pferd weh eine frage dass verstehe ich nicht so gsnz wenn man die ausbinder gleich lang hat dann hah das pferd doch keine innenstellung oder ?

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Kommentar von Mell1990
21.12.2015, 21:42

Richtig ich stelle das Pferd nicht mit den Ausbindern nach innen. Es muss sich selbst nach innen stellen, denn ich wechsel öfters die Richtung und dann müsste ich ja auch jedesmal die Ausbinder neu einstellen.
Meistens stelle ich sie aber auch nicht so eng, also so das es da keinen ruck im maul gibt.

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Kommentar von lemonade14
21.12.2015, 22:06

okay allles klar aber man könnte den innerin doch ein kürzer stelle oder

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Kommentar von WinniePou23
21.12.2015, 22:19

Warum sollte man mit Trense longieren? Die, die wirklich gut mit Pferden arbeiten (damit meine ich nicht den öffentlichen Profisport!), da hat das Pferd doch auch einen passenden Kappzaum oder nichts an in der Ausbildung oder in der weiteren Arbeit an der Longe. Ich würde eher nicht mit Trense longieren. Die ist zum Reiten da, wenn die Einwirkung von oben und damit hauptsächlich auf den Maulwinkel kommt.

  • Halfter -> Führen, sparzieren, leichte Bodenarbeit
  • Kappzaum -> Longieren, Arbeit an der Hand
  • Trense -> Reiten, Fahren oder alles, wo die Einwirkung von oben kommt (ob man hier einen Trensenzaum oder einen anderen Zaum nimmt, muss je nach Ziel, Reiter und Pferd ausgewählt werden!)

Schnallst du die Ausbinder gleich lang, ist eine Stellung und Biegung im Hals physikalisch nicht möglich, ohne dass das Pferd sich einrollt. Schnallst du sie ungleich, wird der Kopf innen näher am Bauch fixiert und das Pferd fällt erst mal auf die innere Schulter, ein aufgewölbter Rücken ist damit verhindert. Schnallst du Ausbinder rein, fixierst du den Kopf, verspannst den Hals, legst damit die Schulter lahm, blockierst den Rücken, lässt die Hinterhand nur noch schieben und nicht tragen, blockierst damit eine Längsbiegung, ein aufgewölbter Rücken ist dann nicht mehr möglich. Schnallst du Ausbinder rein, fixierst du den Kopf auf einer Höhe, lässt das Pferd sich nicht mehr strecken und dehnen, zwingst es zu einer nach und nach verspannteren Haltung. Schnallst du Ausbinder rein, muss das Pferd entweder dagegen drücken, oder sich dahinter verkriechen, um den regelmäßigen ruckelnden Kontakt zu vermeiden. Schnallst du Ausbinder rein, lernt dein Pferd zwar den Kopf nett zu tragen, so dass es ihm möglichst unangenehm ist, den Rücken oder die Hinterhand kriegst du damit aber keineswegs schwingend oder aktiv. Schnallst du Ausbinder rein, hast du keine Chance auf ein Nachgeben des Pferdes im Genick ebenfalls mit Nachgeben zu reagieren. Schnallst du Ausbinder rein, wirkst du nach unten hinten und somit vorrangig auf die Laden und die Zunge und nicht auf die Maulwinkel, wie beim Reiten. 

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Wenn ich mit Trense + Ausbindern longiere, dann wenigstens beide Seiten gleich lang und so, dass das Pferd ne gute Hand breit vor der Senkrechten laufen kann.

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