Frage zum kategorischen und hypothetischen imperativ von Kant?

1 Antwort

Kant ging es bei seinem kategorischen Imperativ doch um das moralische Handeln, und moralische Problemsituationen treten normalerweise bevorzugt bei Konflikten auf.

Wenn ein Mensch dagegen Urlaub machen möchte, hat er allenfalls eine Wahl zwischen den Urlaubsregionen oder der Dauer seines Urlaubs oder auch der Entscheidung ob er allein oder doch lieben mit Freunden und Bekannten auf Reisen gehen will.

Den Urlaub kann jeder leicht mit der Forderung nach Erholung und einem Kontrast zum Berufsalltag begründen. Da greift der kategorische Imperativ noch nicht. Hier könntest du natürlich den hypothetischen Imperativ durchaus in Anschlag bringen, da er sich auf die Vorschrift der Klugheit bezieht. Es geht folglich um die Wahl der Mittel, um ein Ziel zu erreichen, nicht jedoch darum, ob der Zweck vernünftig und gut ist.

Lediglich, wenn ein Mensch eine große Umweltverantwortung entwickelt hat, d.h. z.B. die Erwärmung des Planeten als bedrohliches Szenarium für sich realisiert hat, könnte er weit mehr Skrupel entwickeln, wenn er das Gelüst auf eine Fernreise verspürt. Hier ließe er sich dann vom kategorischen Imperativ leiten, wenn er auf die Fernreise verzichtet und stattdessen einen Wanderurlaub im Harz macht.

 

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