Frage zum Gedankenexperiment Schrödingers Katze?

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17 Antworten

Hallo,

natürlich gibt es diese Katze nicht in Wirklichkeit. Sie ist nur ein Bild. Es geht darum, Phänomene aus der Welt der kleinsten Teile in unsere Welt zu übertragen. Die Katze ist in einen Kasten eingesperrt, in dem ein instabiler Atomkern über Leben und Tod entscheidet. Zerfällt er, setzt er ein tödliches Gift frei, tut er das nicht, bleibt die Katze am Leben. Das Interessante daran ist, daß sich erst in dem Moment, in dem die Kiste geöffnet wird, entscheidet, ob der Kern zerfallen ist oder nicht. Bis dahin war er in einem Überlagerungszustand. Er war gleichzeitig zerfallen und nicht zerfallen, somit wurde das Gift freigesetzt und nicht freigesetzt und die Katze war lebendig und tot zugleich. Solange die Kiste nicht geöffnet wird, solange keine Information über die tatsächlichen Verhältnisse nach außen dringt, solange bleibt der Zustand dieses Systems unbestimmt. Erst durch die Beobachtung bricht das System zusammen und der eine oder andere Zustand tritt ein, so daß wieder die Gesetze unserer Alltagswelt gelten. Es gibt auch ein anderes Phänomen, das erstaunlich ist: Zwei verschränkte Photonen z.B. weisen bei einer Messung stets dieselbe Polarisation auf, selbst wenn sie weit voneinander entfernt sind. Sobald die Polarisation eines Teilchens bestimmt wurde, stellt man denselben Zustand auch bei dem anderen Teilchen fest. Es ist, als würden sich die Teilchen über geheimnisvolle Kanäle austauschen, so daß das eine 'weiß', daß das andere gemessen wurde und was bei der Messung herausgekommen ist.

Für Schrödingers Katze gibt es unterschiedliche Theorien. Die sogenannte Kopenhagener Deutung von Bohr und Heisenberg würde sagen, daß sich das Schicksal der Katze erst im Moment des Öffnens entscheidet.

Die Everettsche Viele-Welten-Theorie geht davon aus, daß sich das Paradox einer gleichzeitig lebendigen und toten Katze dadurch auflösen läßt, daß sich das Universum aufspaltet: In einem überlebt die Katze, im anderen nicht; aber beide existieren.

Herzliche Grüße,

Willy - oder auch nicht Willy

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Kommentar von ralphdieter
26.12.2015, 20:14

Ups — eben habe ich dir in einem Paralleluniversum einen Pfeil 'runter verpasst. Sorry!

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Kommentar von DerChacker
26.12.2015, 21:02

:D die Theorie der Paralleluniversen als Erklärung für das Gedankenexperiment ist echt Verdammt gut (y)

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Kommentar von Willy1729
22.12.2016, 21:51

Vielen Dank für den Stern.

Willy

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Hallo DerChacker,

sorry, ich war über Weihnachten nicht da - deshalb die Antwort etwas verspätet, aber vielleicht interessiert es Dich ja noch.

ENTWEDER sie lebt ODER sie ist Tod. Schrödinger sagt jedoch ff die Katze würde sich erst zwischen Leben und Tod entscheiden, wenn man den Deckelöffnet.

Aber das ist doch Irrsinn(?) es würde bedeuten dass ein Objekt oder Subjekt mehrere Zustände zur selben Zeit haben kann.

Die Katze ist in diesem Gedankenexperiment ein Symbol für den Quantenmechanischen Zustand, der eben ohne Beobachtung - also ohne Messung und ohne Wechselwirkung mit der Außenwelt - unbestimmt ist. Und zwar nach der Kopenhagener Deutung der QM wirklich unbestimmt.

Ein QM-Objekt hat sich also vor einer Messung tatsächlich nicht für einen bestimmten Zustand entschieden. Es ist unbestimmt.

Wenn wir messen, dann stellen wir den Zustand des Objektes also quasi im doppelten Wortsinne fest: Wir ermitteln ihn - und wir zwingen das QM-System überhaupt erst einmal dazu, einen Eigenzustand einzunehmen.

Jetzt widerspricht das Beispiel mit der Katze, die gleichzeitig tot oder lebendig ist, natürlich unserem Wissen über die Biologie. Die Katze ist hier also nicht wirklich gleichzeitig beides.  Wir dürfen hier natürlich daran denken, dass die Katze selbst sehr wohl merkt, ob sie tot oder lebendig ist. Sie ist ja bereits ein bewusster Beobachter.

Mit dem Gedankenexperiment ist unser Wissen über die Katze veranschaulicht: Wir wissen nichts über den Zustand der Katze.

Wir könnten nun das bewusste Beobachten der Katze im Experiment ausschalten, indem wir eine schlafende Katze nehmen. Oder eine betäubte.

Auch dann gilt aber, dass die Katze nicht wirklich lange in einem unbestimmten Mischzustand "tot+lebendig" verharrt. Das liegt daran, dass die Katze als Ganzes einfach kein quantenmechanisches System mehr ist.

Ich zitiere einmal kurz von:

http://www.quanten.de/schroedingers_katze.html

""Erst die Messung durch einen bewussten Beobachter führt dazu,
dass die Katze entweder lebendig oder tot ist.

In den letzten Jahren wurde die Kopenhagener Deutung mehr und mehr von der Theorie der Dekohärenz verdrängt. Demnach kollabiert die Wellenfunktion nicht erst durch einen Beobachter, sondern durch Wechselwirkungen des Systems mit der Umgebung. Der Mechanismus der Dekohärenz kann quantenmechanisch beschrieben werden. Die Dekohärenz-Zeit, also die Zeit, die das System zum Kollabieren benötigt, ist umso kürzer, je größer die Masse des Systems ist.

Für Schrödingers Katze schafft das Klarheit: Sie muss nur noch unmerklich kurz in einem Überlagerungszustand aus lebendig und tot verharren. Je wohlgenährter sie ist, desto schneller fällt die Entscheidung. Sie braucht keinen Beobachter mehr, der sich ihrer erbarmt und nach ihr sieht.

Zurek, einer der Entwickler dieser Theorie, hat in einer neulich veröffentlichten Rechnung  [W.H. Zurek, Nature 412, 712-717 (2001)] die Empfindlichkeit eines Quantensystems gegenüber Wechselwirkungen mit der Umwelt und damit die Effektivität der Dekohärenz ermittelt. Er zeigte unter anderem, dass chaotische Systeme eine besonders kurze Kohärenz-Zeit besitzen. Heißt für die Katze: Je fetter und chaotischer, desto schneller ist sie hin.""

Also: Das Gedankenexperiment soll ausschleißlich der Veranschaulichung der Unbestimmtheit eines nicht in Wechselwirkung befindlichen quantenmechanischen Systems dienen. Es bedeutet nicht, dass Tiere in einer Art Meschzustand aus "tot+lebendig" sind, wenn wir nicht nach ihnen sehen. Als makroskopische Objekte tritt so schnell Dekohärenz ein, dass Quanteneffekte keinerlei zeitliche Rolle spielen.

Würde das nicht auch bedeuten dass zwei Objekte sehr wohl den selben Ort zur selben Zeit einkremen können, solange das keiner überprüft?

Zumindest nicht in fermionischen Systemen, nein. Fermionen müssen sich immer in mindestens einer Quantenzahl unterscheiden. Auch im überlagerten Mischzustand sind nur für ein System nur "erlaubte" Zustände enthalten.

Grüße

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Das Problem des Quantenparadoxons resultiert letztlich daraus, dass ein zufälliges Ereignis mit einer deterministischen Gleichung (Schrödingergleichung) beschrieben werden soll und das führt dann zu dem Problem mit der Katze und dazu, dass der Beobachter angeblich das Messergebnis beeinflusst. Das Problem bei Schrödingers Gleichung resultiert daraus, dass der 2. Hauptsatz der Thermodynamik unberücksichtig bleibt, der einen Zeitpfeil vorsieht, während in Schrödingers Gleichung der Zeitpfeil ignoriert wird.

Dieses Quantenparadoxon wurde von Ilya Prigogine mit seiner Theorie Dissipativer Strukturen gelöst, indem er zu einer probabilistischen Beschreibung übergeht, die den Zeitpfeil berücksichtigt. Mit dieser von Prigogine erweiterten Quantenmechanik gibt es kein Problem mehr mit der Katze, der Beobachter übt keinen Einfluss mehr auf das Messergebnis aus und ein Paralleluniversum ist auch nicht mehr nötig. Dafür ist diese erweiterte Beschreibung nicht mehr deterministisch, da die Zeitsymetrie gebrochen wird und gibt nur noch Wahrscheinlichkeiten an. 

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Ja nun, die Katze jedenfalls weiß ganz genau, ob sie lebendig ist oder tot. 😉

Es handelt sich bei einer Katze ja auch nicht um ein Quantensystem. Das ist nur eine (womöglich mißglückte) Analogie zur Veranschaulichung der Vorgänge in der Quantenwelt, in der das Superpositionsprinzip für Quantenzustände gilt (genauso wie in der klassischen Elektrodynamik für elektromagnetische Felder). Für makroskopische Objekte "kollabieren" die superponierten Zustände durch Dekohärenz schon in die Eigenzustände bevor sie durch eine tatsächliche Messung in einen solchen gezwungen werden.

Ich möchte noch diesen Text zur Lektüre empfehlen:

http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~as3/KarlsruheText.pdf

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Was ist der Unterschied zwischen "Schrödingers Katze" und einem Würfelbecher, unter den man noch nicht drunter geschaut hat?

Und nein: Die Rückfrage ist absolut ernst gemeint und sollte bitte mitnichten als Zeichen davon gehalten werden, daß ich von Quantenphysik keine Ahnung habe.

Worauf ich hinaus will - ist:

wann und wo hat denn der Kollaps der Wellenfunktion genau stattgefunden.
Doch nicht erst im Hirn der Katze, das nun seine Funktion eingestellt hat oder eben auch nicht. Und auch nicht erst in dem Moment, wenn die Kiste geöffnet wird.

Und was genau ist der Unterschied zwischen

der Wahrscheinlichkeit, mit der man zu einem bestimmten Zeitpunkt das Stattfinden eines Ereignisses zu einem späteren Zeitpunkt - also in der Zukunft - prognostiziert.

und

der Wahrscheinlichkeit, mit der man das Eintreten eines Ereignisses zu einem früherem Zeitpunkt - also in der Vergangenheit - berechnet, von dem man nur aufgrund mangelnder Beobachtung nicht weiss, ob es stattgefunden hat oder nicht.

Da nämlich gibt es in meinen Augen einen himmelweiten Unterschied.

Das Gedankenexperiment mit dem Haustiger offenbart ein großes Problem der heutigen Physik - das sie meiner Meinung nach schon seit 100 Jahren hat. Nicht mit der Quantenmechanik und aller anderen daraus abgeleitetet Theorien, die sind alle fundierte Angelegenheiten

sondern ein viel grundlegenderes:

Die Physik hat für das Phänomen der Zeit nur makrophysikalische bzw thermodynamische Beschreibungen.
Aber keine auf quantenpyhsikalischer Ebene und mangels dessen transponiert sie einfach die aus der Makrophysik in die Welt der Quantenphysik - was mMn nach unzulässig ist und ebenfalls mMn z.B. der eigentliche Grund für den Streit in Kopenhagen ist.

Ein Beispiel:

Ein freies Neutron in einer ansonsten leeren Umgebung zerfällt nach einer Halbwertszeit von 11 Minuten. Aber so etwas wie das "Verstreichen von Zeit" gibt es "für" das Neutron nicht.
Der einzige mathematische Zusammenhang zum Phänomen Zeit ist der, daß zu einem früherem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit, daß das Neutron noch ein Neutron ist größer ist als zu einem späteren Zeitpunkt.

Um mathematisch oder physikalisch das "Vergehen von Zeit" überhaupt beschreiben zu können, brauch ich mehr als ein Neutron, dafür brauch ich ein System von Objekten, denen eine stetige Veränderung immanent ist - im einfachsten Fall eine Bewegung.
Zeit ist untrennbar mit dem Phänomen Raum verbunden und Raum ist untrennbar mit der Existenz anderer Objekte verbunden.
Zeit auf quantenphysikalischer Ebene für ein einzelnes quantenphysikalisches Objekt als ein von anderen pysischen Entitäten losgelöstes Etwas zu betrachten ist in meinen Augen Unsinn. bzw anders ausgedrückt - Es ist bis zum heutigem Zeit absolut ungeklärt, wie man das tun sollte.

Aber das tun die meisten, die ohne einen gewisses eiskaltes Abstraktionsvermögen an solche Fragen wie die der Lebensdauer von Schrödingers Haustiger, herangehen.

Und damit wäre ich wieder am Ausgangspunkt angekommen.

Allen Nichtphysikern, Physikern und solchen, die es werden wollen, einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Ja, es ist Irrsinn.

Genau darum geht es bei diesem Gedankenexperiment. Es soll eben aufzeigen, dass quantenphysikalische Effekte nicht in der normalen Umwelt, unserer erlebbaren Realität stattfinden.

Zwar wirken sie sich aus, natürlich, nur ist es eben sinnlos und nicht praktikabel, anzunehmen, dass derlei quantenphysikalische Phänomene außerhalb von Planckräumen und ähnlich kleinen Räumen konkret stattfinden. In der uns umgebenden Realität, der makrokosmischen Welt, ist eine Katze eben tot oder nicht tot - was so in der Quantenwelt scheinbar anders sein kann. Aber auch da ist eine Katze nicht gleichzeitig tot und nicht tot, denn in der Quantenwelt gibt es keine Katzen.

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Keine Ahnung. Ist bei Dir das Licht im Kühlschrank an, wenn Du die Kühlschranktür geschlossen hast? Naheliegend ist dies nicht, es sei denn, der Taster, welcher das Kühlschranklicht steuert, funktioniert nicht richtig.

Ich sehe einen gewaltigen Unterschied zwischen Erkenntnis und Wahrheit. Die Wahrheit selbst ist unabhängig von ihrer Erkenntnis durch ein entsprechend vernunftbegabtes Wesen - beispielsweise würde es dieses vernunftbegabte Wesen ja sonst nicht geben, wenn es sich auf Wahrheit und Erkenntnis der Grundlagen seiner Existenz bezieht. 

Drücke ich beispielsweise den Taster am Kühlschrank, um zu kontrollieren, ob das Licht beim geschlossenen Kühlschrank tatsächlich ausgeht, dann habe ich die Erkenntnis, aber auch ohne dass ich diesen Kontrollgriff mache, geht das Licht im Kühlschrank aus, sobald ich die Kühlschranktür schließe.

Ebenso verhält es sich mit dem Gedankenexperiment "Schrödingers Katze". Der Katze ist es, auch wenn es sich nur um eine Theorie handelt, vollkommen egal, ob wir beobachten können, ob sie lebt oder tot ist, sondern sie stirbt auch bei geschlossener Kiste, sobald sie vergiftet wird. Die Katze kann nicht gleichzeitig lebendig und tot sein. Sie ist eines von beiden. Was sie ist, erkennt man erst, wenn man die Kiste öffnet. Punkt aus.

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Kommentar von ralphdieter
26.12.2015, 20:07

Die Katze kann nicht gleichzeitig lebendig und tot sein.

Genau das ist aber Schrödingers Aussage! Im subatomaren Bereich passieren eben Dinge, die nicht mehr mit dem gesunden Menschenverstand erklärbar sind. Daran haben sich Quantenphysiker schon längst gewöhnt.

In seinem Gedankenexperiment macht Schrödinger das Leben einer Katze von einem solchen Effekt abhängig. Damit schnitt er seinen Kollegen den Fluchtweg "es passiert ja nur im Klitzekleinen" ab.

Ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Quanteneffekte im richtigen Leben nutzbar sind. Gewöhn' Dich also besser schon mal an den Gedanken, dass Dein überübernächstes Smartphone ein- und ausgeschaltet ist, solange es in Deiner Tasche liegt :-)

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Kommentar von Astroknoedel
30.12.2015, 19:26

Captain Kirk,

Eben diese Absurdität wollte Schrödinger doch in seinem Gedankenexperiment zeigen.

Wenn die Kopenhagener Deutung stimme, dann könne man doch ( wenn man es richtig macht ) einen makroskopischen Überlagerungszustand herstellen, in dem die Katze mit dem Quantensystem korreliert, also einen Überlagerungszustand der Form

/Psi>=/l>+/t>|sqrt 2|  

kreieren. Dies widerspricht der Alltagserfahrung, aber dafür haben wir ja die Dekohärenz, die in diese Gleichung die Umgebung miteinbezieht, sodass die Interferenzfähigkeit verloren geht und die Zustandsreduktion stattfindet.

Aus dieser Sicht könnte man sagen, der Heisenbergsche Schnitt existiert nicht und die makroskopische Definiertheit lasse sich durch die geringe Dekohärenzzeit erklären.

Zu Schrödingers Zeiten gab es das aber noch nicht, dann nahm er eben Katzen ;)

LG und Frohes neues Jahr,

Astroknoedel

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Schrödinger sagt jedoch, die Katze würde sich erst zwischen Leben und Tod entscheiden, wenn man den Deckel öffnet.

Nein. Das sagt Schrödinger nicht.
Stell erst mal die Gültigkeit deiner Annahmen sicher, bevor du deine Folgerungen daraus zur Debatte stellst ;-)

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Das ist quantenphysik. Schau dir mal das Doppelspaltexperiment an. Teilchen sind immer an allen Orten der möglichkeit gleichzeitig bis es überprüft wird. Sobald man sehen will wo das Teilchen ist, entscheidet es sich für eine Position. Das wird mit dem Doppelspaltexperiment sehr deutlich.

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Kommentar von DerChacker
26.12.2015, 20:52

Ok wenn das der Zusammenhang ist ist es wenigstens logisch, aber warum ist das so?

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Das ist das was Schrödinget zeigen wollte. Ein Quant oder in diesem Fall eine Katze kann mehrere Zustände gleichzeitig besitzen z.B. Superposition.

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Kommentar von JTKirk2000
26.12.2015, 19:37

Ein Quant vielleicht, aber ein komplexes Wesen in Bezug auf zwei sich einander widersprechenden Grundeigenschaften ganz sicher nicht (siehe meine Antwort).

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Kommentar von TSoOrichalcos
26.12.2015, 22:47

Ja er hat ja nur die Katze genommen, damit man es sich besser vorstellen kann. Hab ich vielleicht seltsam ausgedrückt.

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Kommentar von Jackie251
28.12.2015, 11:41

die Katze hat aber nur genaue einen Zustand, den kann man auch jederzeit ermitteln.
Die Annahme die Katze hätte gleichzeitig verschiedene Zustände ist Schwachsinn. Eine Aussage/Gleichung aufzustellen, die für Beide Zustände Gültig ist, ist ein für die Mathematik völlig normaler Vorgang.

Dort setzt man eben "x" als VARIABLE/UNBEKANNTE ein. Und der Name ist da Programm. Es handelt sich also immer im konkrete Lösungen für konkrete Situationen. Es sind nicht gleichzeitig ALLE möglichen Lösungen korrekt.

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Schrödingers Katze ist lediglich ein verklomplizierter Ausdruck für "Ich weis ich nicht".

Daher ist das Gedankenexperiment in der Tat unnötig, bzw Bedarf es eines krassen Geisteszustandes wenn man ein solches Gedankenexperiment benötigt, weil man sich nicht mehr Vorstellen kann, das man die Antwort auf etwas nicht kennt.

Dinge ereichen ihren Zustand im Moment indem etwas passiert und nicht in dem in man selbst Kenntnis davon erhält.

Eine X beliebege Frau hat ja auch nicht geichzeitig 0-unendlich viele Kinder und die täsichliche Anzahl entscheidet sich erst in dem Augenblick in dem man fragt.

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Kommentar von Astroknoedel
30.12.2015, 01:39

War natürlich klar, dass wieder Leute kommen, die es nicht kapieren (JA, ICH MEINE DICH)

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ich denke, diese Fragen sind längst noch nicht vollständig beantwortet. Für mich sind die Zustände, in denen sich ein Quantensystem befindet während es nicht vermessen wird, nur ein Spektrum von Möglichkeiten. Die Messung sortiert dann aus diesem Spektrum den der Messung entsprechenden Zustand aus. Niemand kann sagen, in welchem Zustand sich ein Quantensystem befindet, ohne es zu messen - also eine Frage zu stellen. Das gilt auch für verschränkte Zustände. Ist es nicht interessant, dass die Schrödingergleichung quellenfrei ist? Man erhält aus ihr also nur Eigenzustände, ähnlich den Eigenmoden des elektromagnetischen Feldes in einem Hohlleiter ohne äußere Quellen.

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Ich kenne es so:

Nicht die Katze würde sich entscheiden, sondern die Quantenphysik hat zu dieser Zeit ausgesagt, dass im Falle des Sachverhalts Schrödingers Katze man annehmen müsse, dass die Katze tot und lebendig ist. Erst wenn man hineinschaut und damit das System beeinflusst sieht man den wahren Zustand der Katze.

Erwin Schrödinger wollte damit aufzeigen wie schwachsinnig bzgl. des von ihn beschrieben Sachverhalts die Quantenphysik zur Realität steht.

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Kommentar von claushilbig
27.12.2015, 22:39

Schrödinger wollte mit Sicherheit nicht zeigen, dass die Quantenphysik "schwachsinnig" ist (so hört sich Dein Kommentar an), schließlich ist die Quantenmechanik seine Idee gewesen. Er wollte das Quanten-Prinzip verständlich machen.

Ich vermute aber mal, da war einfach Deine Wortwahl unglücklich, so was wie "scheinbar widersprüchlich" wäre wohl passender gewesen.

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  Es ist schon deshalb keine QM, well " belebt " keine ===> kohärente Wellenfunktion ist. Ständig atmest du; diejenigen O-Atome, die zu deinem Körper gehören, sind ja praktisch in jeder µ sec wieder andere.

  Oder " Tod " ist doch ein rein semantisch-formaler Begriff. Wenn ich sage

  " Kleopatra ist tot. "

  Dann ist das doch keine Zuschreibung des Prädikats " tot " an das System " Kleopatra " , so wie du sagen könntest

   " Das Klötzchen ist eckig "

  Und? Was passiert, wenn ich in die Kiste ein Krematorium einsetze, welche die tote Katze einäschert? Interferiert dann die lebende Katze mit ihrer Asche?

   Was noch normal ist. Stell dir vor, du schließt ein Rubidiumatom in einen ideal verspiegelten ===> Maser ein; die Kammer muss ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge haben.

  Das " lebende " ( angeregte ) Atom zerfällt; nach einer Viertelschwingung hast du das " tote " Atom im Grundzustand + ein Photon in der Kammer.

   Nach einer halben Schwingung hat das Atom sein Photon wieder eingefangen; zu allen Zwischenzeiten sind nur Wahrscheinlichkeitsaussagen möglich.

  so lange du die Kammer nicht öffnest; nicht nachsiehst, hat das QM System keine " Geschichte " Es ist noch nichts Unwiderrufliches passiert. Erst wenn du nachsiehst und findest ein Mikrowellenphoton, dann allerdings fliegt es aus der Kammer raus und kommt nie mehr zurück.

   Der Unterschied zu Schrödingers Hinrichtungsgerät

  ( Warum nimmt er eigentlich keine Laborratte bzw. eine weiße Maus statt einer Schmusekatze? )

   besteht lediglich in der Wellenlänge - Gammastrahlung statt Mikrowellen.

  Kleiner Unterschied mit großer Wirkung. Wir hatten gesagt, der Laser muss ideal verspiegelt sein. Die Gammawllenlänge ist aber wesentlich geringer als atomare Abstände; einen glatten Spiegel für Gamma gibt es praktisch nicht. Es scheint auch nicht mehr realistisch, die Abmessungen einer Kiste auf ===> Angström genau zu dimensionieren ( Wellenlänge des Lasers. )

  d.h. radioaktive Präparate senden ===> retardiert Strahlung aus; das Umgekehrte, dass ein atomkern ===> Avanciert sein Gammaphoton je wieder eingefangen hätte, wurde noch nie beobachtet.

   Damit ist bereits der radioaktive Zerfall ( Halbwertszeit ! ) ein historischer, nicht wieder umkehrbarer Prozess. Das ist der Denkfehler.

   Zusätzlich wäre aber anzumerken: Vom Standpunkt der QM ist unhaltbar, dass z.B. ein Geigerzähler mit Sicherheit anspricht, wenn er von einem Gammaquant getroffen wird - wenn denn das Quant überhaupt in seine Richtung fliegt und nicht in die Gegenrichtung ...

   Es gibt übrigens eine Parodie auf Schrödingers Kiste. Ich meine die ===> What-Happens-Next-Machine aus der Sesamstraße. Kinder verstehen das ja alles überhaupt noch nicht; Sesamstraße ist nicht Vorschule, sondern Kabarett über Schule - hier der Link

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