Frage zum Erbrecht und zur Auszahlung von Geschwistern?

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7 Antworten

Ohne Stress wird das wohl nicht gehen. Dein Schwager will ein Haus und das am besten für lau und ohne Rücksicht auf Verluste. Wenn ihr nicht über den Tisch gezogen werden wollt, Gutachter hinzuziehen. Dieser sollte von allen zukünftigen Erben bezahlt werden. Jedoch würde ich damit noch warten. In 15 Jahren kann noch viel passieren. Ich würde das aussitzen. Echt dreist wie dein Schwager sich zu Lebzeiten verhält.

Gegenfrage: Würde ein kinderlos und unverheiratetes Kind für jede seiner größeren Ausgaben (Weltreise, Nobelkarosse, Designerklamotten, ...) den alleinerbberechtigten Eltern oder Geschwistern eine "Auszahlung" geben, da mit dieser Anschaffung sein Erbe geschmälert würde? Nein? Uns warum meinen alle, im umgekehrten Fall gälte etwas anderes?

Lebzeitig ist jeder in der Verfügung seines Vermögens völlig frei :-O

Ich lese nur, was Unbeteiligte wollen: Was sagen denn deine Schwiegereltern als Eigentümer zu all dem?

Sie entscheiden, ob sie lebzeitig das Haus in fremde Hände übergeben, um es erhalten und gepflegt zu wissen, wozu sie bald nicht mehr selbst in der Lage sein können.

Sie entscheiden, ob sie sich ein lebzeitiges Nießbrauch-oder Wohnungsrecht eintragen lassen.

Sie entscheiden, ob sie es verschenken oder zu einem Preis verkaufen, der Ihnen, nicht den neidischen Geschwistern oder einem Gutachter angemessen erscheint.

Sie entscheiden, ob es eine lebzeitige Auszahlung an die lediglich theoretisch miterbberechetigten anderen Kinder zu geben hat oder eine Anrechnung auf späteres Erbe zu erfolgen hätte.

Andernfalls gäbe es keine Ansprüche aus dem Hausdeal seitens unbeteiligter Dritter weil es eben kein Gleichbehandlungsrecht gibt, wonach einem etwas gleichwertiges verkauft oder gar geschenkt werden müsste :-O

Im Ergebnis haben die Geschwister nur für den Fall, dass ihr späteres Erbe ohne das nicht mehr in den Nachlass fallende Haus weniger wert wäre als der dazu hälftige (!) Pflichtteilswert mit Schenkungswert der Immobilie einen Pflichtteilsergänzungsanspruch im Erbfall des bzw. den Erbfällen der Voreigentümer.

Dabei würde das kapitalisierte Wohnrecht und etwaige Pflegvereinbarung vom Schenkungswert abgezogen und der Schenkungswert sänke jedes Jahr um 10%, bis nach 10 Jahren keinerlei Ansprüche darüber mehr bestünden

Also lasst mal die anderen machen, was sie für richtig halten und benndet die Neiddebatte schnellstens.

Es soll vorgekommen sein, das man durch derartige Anspruchstellung von seiner gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen wurde :-)

G imager761

Dann soll er es seien Eltern abkaufen ohne seine Geschwister einzubeziehen. 

Was die Eltern dann mit dem Geld machen ist ihr Problem. 

Und ja ein Gutachter währ von vorteil. Allerdings einer, der nicht nur den Wert des Hauses nach Zustand sondern auch nach Verkehrslage beurteilen kann. Da Gleichwertige Häuser weit abseits von Städten geringere Verkauswerte erziehlen, als wenn das Haus in der Nähe einer Grossstadt liegt.

Solange die Eltern noch leben, hat es mit Erbrecht nichts zu tun. Vor dem Erben kommt das Sterben. Die Eltern können das Haus verschenken oder verkaufen, ohne das die Kinder, die nichts bekommen, irgendwelche Ausgleichsansprüche haben. Das ändert sich erst, wenn der Erbfall innerhalb der nächsten 10 Jahre eintritt. Dann könnt Ihr in Eurem Fall auch das Gutachten verlangen und der Bruder muss den "Gewinn" den er durch kostenlose oder vergünstigte Überlassung des Hauses erhalten hat, anteilig an die übrigen Erben übertragen. 

http://www.123recht.net/Pflichtteil-Besonderheiten-der-10Jahres-Frist-__a15088.html

Eine gewisse Wertvorstellung bekommt man allein schon, wenn man sich die Grundstückspreise anschaut.

Ich finde das von deinem Schwager echt mies. Schon mal abklären was das Haus wert ist. Bringt nix weil es in 15 Jahren zum Beispiel einen wahrscheinlich geringeren wert hat. Außerdem kommt es auf das Testament an. Und wie meinst du das mit Auszahlung? Man kann nur das kriegen was da ist.

Er will damit  erreichen das seine Schwestern auf das erbe verzichten da Schwiegereltern sagten die sollen das unter sich klären und das Gebäude nur auf ihn umgeschrieben wird wenn er seine Schwestern auszahlt und diese somit auf ihren Erbanteil verzichten. Meine Schwiegereltern sind dieses Thema mehr als leid und haben es deswegen so gemacht.

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Ich würde empfehlen, dass ihr ihn reden lasst. Deine Schwiegereltern sollen ein Testament aufsetzen und es hinterlegen lassen und keiner soll wissen wer was erbt. Es ist ja nicht die Entscheidung von irgendwem, sondern nur von deinen Eltern

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Lasst euch nicht darauf ein, so einfach und billig "abgespeist" zu werden !

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