Frage zum 2.Weltkrieg

11 Antworten

Religionen standen nicht im Mittelpunkt. Auch konvertierte Juden, die schon lange bzw. deren Vorfahren schon zum Christentum konvertiert waren, wurden verfolgt. Muslime gab es auch einige, die mußten wohl wie jeder andere zum Militär. Vor einigen Jahren stand in meiner Tageszeitung ein Bericht zum Volkstrauertag (da gedenkt man den Gefallenen der Kriege) über einen vergessenen "Türkenfriedhof" den man in einem Waldstück angelegt hatte. Waren nur ein paar eingeebnete Gräber mit Gedenktafel. Des Rätsels Lösung war, dass es damals dort im Krieg ein Lazarett gab (inzwischen längst abgerissen) und einige der dort verstorbenen Soldaten Muslime waren. Die hatte man da begraben. Ob es wirklich Türken waren, weiss niemand mehr, denn man hat scheinbar jeden Muslim automatisch als Türken angesehen. Die könnten auch die deutsche Staatsbürgerschaft gehabt haben.

Im zweiten Weltkrieg ging es weniger um Religion, als um Nationalismus. Natürlich ist das Thema sehr tiefschichtig und das ist sehr vereinfacht dargestellt, aber der zweite Weltkrieg war kein Religionskrieg, im wesentlichen haben verschiedene Christliche Staaten gegeneinander gekämpft.

Die Muslimischen Staaten waren als verbündete sehr umworben. Die Deutschen warben mit ihren anitsemitischen Ansichten und die Briten/Franzosen stellten den Arabern einen eigenen Staat in aussicht.

Das wirken Hitlers sorgt dafür das die Deutschen in der arabischen Welt bis heute gut angesehen sind. :-/

http://www.youtube.com/watch?v=C_UkD-ySxhQ

da gibt es ein interessantes Buch zu ...http://www.volker-koop.de/index.php?option=com_content&view=article&id=53&Itemid=83

HITLERS MUSLIME Der Feind meines Feindes

Volker Koop schildert in »Hitlers Muslime« eine spannende, bisher wenig beachtete Seite des Dritten Reichs: Den Versuch der NS-Führung, Islam und Muslime für die eigenen Kriegsziele zu instrumentalisieren.

Eine bekannte Devise der Politik lautet: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. Daher überrascht es wenig, wenn man liest, dass die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg eifrig Kontakt zu Muslimen suchten – sowohl zu jenen in den von ihnen besetzten Gebieten als auch zu solchen, die außerhalb ihres Machtbereichs lebten. Für die Nazis hatten Muslime dieselben Feinde wie sie selbst: den russischen Kommunismus, den englisch-französischen Imperialismus, vor allem aber die Gefahr, die ihrer Meinung nach von den Juden ausging.

Man kennt die Aufnahmen von Treffen zwischen Hitler und Amin al-Husseini, dem Mufti von Jerusalem, oder von bosnisch-muslimischen Soldaten der Waffen-SS, der Division »Handschar«, mit Totenköpfen auf den Fezen. Doch was die wirklichen Gründe der NS-Führung waren, sich um die Muslime in Osteuropa, in der Sowjetunion und der islamischen Welt zu bemühen, und wie die Zusammenarbeit dann im Alltag vor und hinter der Front aussah, das ist meist wenig bekannt.

»Hitlers Muslime. Die Geschichte einer unheiligen Allianz« nennt Volker Koop sein neuestes Buch, das diese Wissenslücke schließen will. Die gut 280 Seiten umfassende Darstellung des 1945 geborenen freien Journalisten, der bereits zahlreiche Arbeiten zur NS-Zeit vorgelegt hat, macht dabei von Anfang an das ambivalente Verhältnis der Nazis zu dieser Religion und ihren Gläubigen deutlich. »Der Islam übte«, so schreibt er, einerseits »eine irrationale Faszination auf führende Nationalsozialisten aus. Hitler schwärmte vom muslimischen Himmel, der ihm so viel lebhafter schien als der christliche, und Heinrich Himmler, der Reichsführer-SS, sah in Muslimen die idealen Soldaten, die mit Fanatismus kämpften und mit ihrem Tod im Kampf als Märtyrer schnurstracks in den Himmel gelangten....bitte weiterlesen :)

Prima Antwort!. Objektiv und kenntnisreich.

Danke !

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@arevo

herzlichen Dank ;) mit lieben Gruß himako333

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