Frage zu Zumutbarkeit einer Arbeitsaufnahme ALG 1?

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5 Antworten

Ich antworte noch einmal extra, ich habe mal kurz nachgelesen und man darf es ohne Probleme ablehnen, wenn es so zutrifft:

Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einer arbeitslosen
Person insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare
Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des
Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei
Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent
und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses
Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit
an ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung nur dann nicht
zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter
Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden
Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

http://dejure.org/gesetze/SGB_III/140.html

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Kommentar von atzef
24.02.2016, 22:44

Das gibt leider für den vorliegenden Fall nichts her. In dem ist ja das erzielbare Monatseinkommen sogar höher als es vorher je war. :-)

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Ja. Natürlich darfst du dieses Angebot ablehnen. Schließlich lebst du als freier Bürger in einem freien Land.

Allerdings wäre dann die Arbeitsagentur berechtigt, dir das ALG 1 zu streichen, da du ja nicht uneingeschränkt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehst. Und das ist wiederum eine Grundvoraussetzung für den bezug von ALG 1.

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Kommentar von Lumpazi77
24.02.2016, 14:27

Quatsch, das gibt bei Ablehnung eine Sperrzeit und hat nichts mit der Verfügbarkeit zu tun

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Es ist gleichgültig, wie viele Stunden du für das Geld arbeiten mußt. Andere Berufstätige müssen für einen ähnlichen oder noch geringenen Lohn auch 40 Std pro Woche arbeiten.

Es ist für den Steuerzahler nicht einzusehen, dass er deinen Lebensunterhalt finanziert, weil du keine Lust hast, 40 Stunden pro Woche für € 950 zu arbeiten. Unsere Steuergelder sind für bedürftige Menschen, die keinen Job haben, und das ist auch gut und richtig so. Aber keinesfalls für Menschen, die arbeiten könnten, aber nicht wollen. Selbstverständlich ist dir der Job zuzumuten. Du nimmst keinen Schaden, wenn du - wie fast alle Berufstätigen - 40 Std pro Woche arbeitest und dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegst!

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Kommentar von textmarker59
24.02.2016, 14:36

Der Steuerzahler finanziert mir gar nichts, da ich 40 Jahre Arbeitslosenversicherung bezahlt habe. Es geht um ALG 1 nicht zwei. Also eine Versicherung die greift wenn der Schadensfall eintritt.

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§ 140 SGB III (https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__140.html) stellt nur auf das "Arbeitsentgelt" ab, das nicht mehr als 20 % unter dem letzten Lohn liegen darf. Es bezieht sich aber auf den Monatslohn und nicht auf den Stundenlohn.

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Nein, nicht aus diesen Gründen, dann würde man die Unterstützung aufs Spiel setzen, und keine mehr bekommen.

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Kommentar von Lumpazi77
24.02.2016, 14:25

naja zumindest ein Sperrzeit wäre fällig

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