Frage zu Wohngeld, Sozialhilfen etc.

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3 Antworten

Eigentumswohnung bei Schulden kann man gleich mal ganz aus dem Gedächtnis streichen !

Was übrig bleiben würde ist entweder Wohngeld,dazu müsste sie aber erst einmal eine Wohnung haben oder eine Aufstockung ( ALG - 2 ) vom Jobcenter,das würde wohl eher in Frage kommen.

Ihr würde dann eine Wohnung von bis zu 90 qm zustehen,was diese in ihrer Stadt kosten dürfte,kannst du im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " nachlesen.

Dazu stünden ihr weiter zu :

  • Regelsatz sie,391 €
  • 36 % ihres Regelsatzes ( 140,76 € ) als Mehrbedarf für Alleinerziehende
  • Regelsätze für die Kinder,min.229 € weil die Höhe auf das Alter der Kinder ankommt

Dieser gilt bis zum 5 Lebensjahr,ab dem 6 Lebensjahr stehen ihnen 261 € Regelsatz zu.

Kindergeld + Unterhalt / Unterhaltsvorschuss,gilt als Einkommen des jeweiligen Kindes und wird auf den individuellen Bedarf des Kindes angerechnet und von den evtl.zustehenden Leistungen abgezogen.

Was das Einkommen der Schwester betrifft,hat sie auf ihr Bruttoeinkommen Freibeträge,welche sie dann von ihrem Nettoeinkommen abgezogen bekommt,das verringert dann ihr anrechenbares Einkommen und erhöht die evtl.Aufstockung vom Jobcenter.

Sie hat also bei 1000 € Netto,ein Bruttoeinkommen von min.1200 €,deshalb kann sie auf jeden Fall 300 € an Freibeträgen absetzen. Würde sie 1500 € Brutto haben,sind es min.330 € an Freibeträgen.

Es würden dann also von ihren 1000 € Netto,ein anrechenbares Einkommen von 700 € bleiben.

Zu diesen 700 € kommen auf jeden Fall noch einmal 2 x 184 € Kindergeld für die ersten beiden Kinder und 190 € für das dritte Kind,sind min.1258 € anrechenbares Einkommen was sie hat,ohne Unterhalt / Unterhaltsvorschuss.

Der Bedarf läge bei 391 € Regelsatz sie + ca.140 € Mehrbedarf Alleinerziehende + ca.700 € Regelsätze für die Kinder = ca.1230 € .

Dazu kommen dann noch die angemessenen Kosten für die Unterkunft und Heizung,also die warm Miete.

Sei mal realistisch bitte - wie soll sie sich bitte eine Eigentumswohnung leisten bei dem Einkommensverhältnis? Der Staat gibt keine Zuschüsse zu Eigentumswohnungen und nachdem sie auch noch Schulden hat (eventuell sogar schon Pfändungen vorhanden und in der Schufa stehend?) dann wird dass sowieso nichts. Ob und in welcher Höhe sie Hilfen bekommen könnte dass muss sie direkt beim Amt erfragen. (Hartz IV ja natürlich sowieso nicht da sie arbeitet. Eventuell ist ein Wohnungszuschuss MÖGLICH, also dass das Amt eine Miete für eine "angemessene" Wohnung übernimmt. Sonstige Formen der Unterstützung dürften eigentlich komplett wegfallen)

Klar, das Sozialamt kauft ihr eine Wohnung. Eventuell hat sie Anspruchh auf Wohngeld, mehr aber auch nicht. Und die Wohnung muss angemessen sein.

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