Frage zu Urheberrechten bei alten Gebäuden?

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2 Antworten

Der Architekt hat ein Urheberrecht an seinem Werk, und wenn er gestorben ist, 70 Jahre lang seine Erben. Danach keiner mehr.

Davor aber gibt es ein Recht, Fotos, die vom Straßenrand aus gemacht wurden, zu verwerten:

Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) § 59 Werke an öffentlichen Plätzen:

"(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht."

Wegweisende Urteile zum Thema findet man unter den Stichworten "Urheberrecht und"

  • Friesenhaus
  • Schloss Tegel
  • Schlösser und Gärten

Gruß aus Berlin, Gerd

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Kommentar von GerdausBerlin
26.03.2016, 20:28

PS. Falls man nicht von "öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen" aus fotografiert oder malt, sondern etwa aus einem Nachbarhaus oder auf einer Leiter, oder gar vom Gelände des Eigentümers des fotografierten Werkes aus, könnte es unzulässig sein, das Werk zu verbreiten.

Siehe dazu die https://de.wikipedia.org/wiki/Hundertwasserentscheidung des BGH.

Gruß aus Berlin, Gerd

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Ich denke eher nicht mit der Bahn sondern mit der Stadt, der das Gelände gehört.
Solange kein Markenzeichen von der Bahn da ist, müsste alles passen

Frag mal die Verwaltung um Erlaubnis

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Kommentar von bonsaiblogger
26.03.2016, 11:41

Sorry, denken ist nich wissen. GerdausBerlin hat bereits alles korrekt geschrieben.

Eine Erlaubnis der Verwaltung oder Bahn reicht nicht aus. Man braucht auch eine Erlaubnis des Architekten bzw. seiner Erben. Erst 70 Jahre nach dem Tod des Architekten sind die Rechte erloschen.

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