Frage zu Steuern bzgl. Großhandel...

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9 Antworten

Geht zu einem Steuerberater - nur die Klärung dieser Frage bringt Euch beide auch nicht wirklich weiter. An der Selbständigkeit hängen so viele Sachen, die man klären muß - da ist ein Steuerberater nie verkehrt! (Sich keinen zu nehmen ist am falschen Ende sparen und im Endeffekt deutlich teurer!)

In dem Moment wo Du Geld bezahlst und eine Rechnung gestellt bekommst ist das Finanzamt Dir Geld schuld und zwar die ausgewiesenenen 19 % auf der Rechnung...solltest Du die Ware jetzt erstmal nicht veräussern bekommst Du dieses Geld bei Deiner monatlichen Umsatzsteuer wieder zurück...bei Verkauf der Artikel aber dann must Du vom Erlös natürlich dem Finanzamt wieder das Geld zurückgeben...meistens ist das mehr...wenn Du Dich selbstständig machst und " im grösseren Stil" handelst dann solltest Du Dir einen guten Steuerberater suchen der Dir alles erklärt zumindest das wichtigste so das Du Dich eigentlich nicht mehr darum kümmerst und Dich ums verkaufen konzentrierne kannst !

Hi, bin gerade mal über diese Frage gestolpert. Ein Rat war ja der Steuerberater, kostet natürlich Geld. Vielleicht hast du oder irgendwer sonst ja eine/einen Steuerfachangestellten im Bekanntenkreis. Führe damit dann doch mal ein Gespräch.

da bist du bei einem Steuerberater am Besten aufgehoben. Das ist alles sehr komplex. Es geht nämlich auch das du immer Vorsteuer wieder zurück bekommst und nie Umsatzsteuer zahlen musst. mfg

Wenn du Handel betreibst, dann stellen für dich Vor- und Umsatzsteuer durchlaufende Posten dar! Sie haben keinen Einfluss auf den Gewinn der Unternehmung! Das heißt also, dass du auf alles was du kaufst ja Umsatzsteuer zahlst! Dies ist deine Vorsteuer! Wenn du verkaufst, dann möchte der Staat auch was davon haben und du musst Umsatzsteuer auf die Ware rechnen. Am Ende des Geschäftsjahres hast du 2 Konten geführt (Vor- und Umsatzsteuer)! An Hand dessen kannst du dann feststellen, ob du eine Zahllast oder Steuerüberhang hast! Wenn du also mehr gekauft als verkauft hast, dann überwiegt die Vorsteuer (Zahllast)! Und wenn es umgekehrt ist, Steuerüberhang. Wenn letzteres der Fall ist, dann bekommst du die Differenz vom Finanzamt überwiesen! Bei Zahllast musst du ans Finanzamt überweisen! Am Besten an einen Steuerberater wenden, der wahrscheinlich dann sowieso eure Buchführung macht, wenn ihr dazu aufgerufen seid! Viel Glück...

Du hast von kaufmännischen Dingen im Umgang mit den Ämtern keine Erfahrungen oder Ausbildungen, das sieht man an Deiner Frage.

Meine Frage an Dich: Hast Du bereits ein Gewerbe angemeldet? Wenn das der Fall ist kann ich Dir weiter helfen. Habe selber vor 2 Jahren meine eigene Firma gegründet und bin deshalb bei all den Problemen etc. bestens informiert und auf dem aktuellen Stand. Es gibt da nämlich einige FETTNÄPFCHEN und ich kann Dir ersparen rein zu treten. Aber es sind mehr Angaben erforderlich, die zum Teil auf dem Gewerbe-Anmeldungsformular stehen. Hast Du noch kein Gewerbe angemeldet, solltest Du Dich VORHER gut informieren, z.B. bei mir.

Im Normalfall sollte es doch so sein, dass Du billiger einkaufst u teurer verkaufst, also wirst Du auch in aller Regelmäßigkeit Umsatzsteuer zahlen müssen. Auf 100 EUR Brutto macht diese Steuer 15,97 EUR aus, also dieses Geld gehört von vorneherein nicht Dir.

Für die Beschaffung des Warenbestands kann es sein, dass die ersten USt-Voranmeldungen mit Erstattungen abschließen, das wird aber nicht der Regelfall sein, sonst seid ihr schnell pleite...

Macht ihr das als Personengesellschaft dann habt ihr für die GewSt einen Freibetrag von 24.500 (gemeinsam), darüber wird eine Steuermesszahl von 3,5 % festgesetzt. Bsp. 100.000 maßgebender Gewerbeertrag= - Freibetrag = 75.500x 3,5% = 2.642 (,5 zählt nicht)

Deine Gemeinde setzt dann einen Hebesatz an meistens so zwischen 350-480%. Bsp. 400%

GewSt = 2.642x 400% = 10.568 EUR GewSt (diese ist nicht als Betriebsausgabe abziehbar, § 4 (5b) EStG

Bei natürlichen Personen wird aber das 3,8 fache der Messzahl auf die ESt angerechnet (aber nur wenn es was zum anrechnen gibt, wenn die ESt wg. Verlusten aus anderen Einkunftsarten 0 oder weniger als Dein Anrechnungsvolumen, dann bekommst Du max bis auf Steuer 0 angerechnet. Sofern der Hebesatz unter 380% ist (hatte ich letzte Woche), z.B. 350% dann wird auch nur das 3,5 fache angerechnet.

Einkommensteuer: Ihr müßt zusammen einen Gewinnfeststellungserklärung erstellen, dann teilt ihr den Gewinn evtl. 50:50 auf. Dieser Gewinn wird dann der ESt unterworfen.

Bsp. Gewinn 100.000, jeder bekommt 50.000 an Sonderausgaben habt ihr unterstellt jeder 10.000= Zu verst. Einkommen 40.000= ESt 9.007 abzgl. GewSt Anrechung jeder die Hälfte von 2.642 Messzahl= 1321x 3,8= 5.020 Anrechnung= RestEst 3987 EUR ESt....

Ansonsten viel Glück bei Eurem Vorhaben im "großen Stil"

bei den dürftigen Angaben kann ich dir nur empfehlen:

Steuerberater einschalten

ein guter Freund von mir ist Rechtsanwalt / Notar. Der würde mir das auch für umsonst sicherlich erklären. Geht auch? Oder lieber Steuerberater bezahlen?

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Wie ist die Rechtsform?

Seit Ihr

  • Einzelunternehmer
  • e.K.
  • UG
  • GmbH
  • AG

usw?

Ich denke mal Einzelunternehmer/Kleinunternehmer.

Dann zahlt Ihr nur Einkommenssteuer und Gewerbesteuer.

Ihr braucht keine MwST zahlen und dürft diese auch nicht ausweisen auf euren Rechnungen.

Einzelunternehmen. Ok, das heißt, was kommen wie bei dem Beispiel noch für Kosten dazu?

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@NiklasL

Na soweit keine. Du kaufst ein bei deinem Händler mit MwSt. Verkaufst weiter ohne MwSt. diese darfst du nicht ausweisen auf deiner Rechnung. Am besten unten noch "Aufgrund des Kleinunternehmerstatus § 19 UStG erheben wir keine Umsatzsteuer und weisen diese daher auch nicht aus." rein schreiben. Dann hast die Einkommenssteuer und Gewerbesteuer.

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@ooo1983

Woher weißt Du denn, wieviel Umsatz sie machen? Und daß sich das Kleinunternehmertum lohnt?

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@ErsterSchnee

Das weiß ich nicht. Das muss man schon selber vorher kalkulieren. Man darf nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz im Jahr machen.

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@ooo1983

IM GROSSEN STIL ist bei Dir also unter 17500 EUR und auch Artikel für z.B. 500, also ist bei Dir großer Stil mal 35 Geschäfte im Jahr... Deine Antwort mit der USt ist soooooooo daneben...

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